Einbeinstativ Test 2020

Die besten Einbeinstative im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Für komplexe Kompositionen die Kamera in der Hand zu halten, kann auf Dauer die Arme und Gelenke belasten. Ein Stativ nimmt dabei viel der Mühe ab.
  • In Szenen, die zum Beispiel wegen schlechter Beleuchtung lange Belichtungszeiten benötigen, nimmt ein Stativ die Gefahr, das Bild zu verwackeln.
  • Wenn der Platz in der Fototasche eng wird, ist für ein Einbeinstativ mit Schnellwechselplatte immer noch ein Eckchen zu finden.

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Wenn beim Gedanken an ein Foto-Stativ sofort das Bild eines Dreibeins vor dem geistigen Auge erscheint, sollte man ruhig über den Tellerrand hinausschauen. Ein Einbeinstativ, vielleicht als Standspinne ist in vielen Situationen praktischer, flexibler und einfacher zu handhaben.

Aber drum sind Sie ja hier – Sie suchen das beste Einbeinstativ oder möchten schlicht ein günstiges Einbeinstativ kaufen. Dieser 2020er Einbeinstativ-Vergleich und die hier vorgestellten Einbeinstativ-Tests sind dann für Sie genau die richtige Kaufberatung, um das beste Einbeinstativ für Ihre Bedürfnisse und Ansprüche zu finden. Ist der Finger schon auf dem Auslöser? Los geht’s!

1. Stative für Kompaktkameras, Smartphones & Co. – der Wandel

Die Regeln werden immer strenger

Wer viel mit dem Flieger unterwegs ist, kennt das Problem mit dem Handgepäck. Seit Gepäck zum Aufgeben eine extra zu entrichtende Gebühr kostet, versucht jeder, so viel es geht im Handgepäck mitzunehmen. Der Platz im Flieger wird eng und das Handgepäck wird noch strenger begrenzt und kontrolliert. Gut, wer rechtzeitig ein Reise-Einbeinstativ angeschafft hat!

Heute sind Smartphones die neuen Kameras, und Smartphones sind überall. Auf den Seiten des Heise-Verlages kann man derzeit lesen, dass 78 Prozent der Deutschen ein Smartphone nutzen. Von diesen 78 Prozent wiederum machen 90Prozent Fotos mit ihren Smartphones. In Summe sind dies über 55 Millionen Smartphones, die auch als Fotoapparat verwendet werden.

Im Zuge dieses Fotobooms – nicht vergessen darf man, dass spätestens mit einem Smartphone die Fotos immer auch gleich in die sozialen Medien wandern – wurde die halbe Nation zu Hobby-Fotografen, und die Fotografie zum Freizeitspaß für eine ganze Generation.

Es gibt inzwischen erstaunliche Serien von Fotos, die mit dem Fotohandy bzw. mit dem Smartphone geschossen wurden. Die Qualität der in Smartphones verbauten Kameras wird stetig besser. Musste man vor wenigen Jahren für eine Kamera mit sechs Megapixeln Auflösung noch richtiges Geld auf den Tisch legen, bekommt man zum Beispiel beim iPhone X eine Kamera mit zwölf Megapixeln quasi gratis dazu.

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Stimmungsvolle Bilder in der Abenddämmerung – ohne Stativ nicht machbar.

Viele Hobbyfotografen haben, nach Dutzenden Schnappschüssen vom feucht-fröhlichen Prösterchen im Bierzelt, den pechschwarzen Kulleraugen von Nachbars Hund, bis zum süßen Näschen vom neugeborenen Nachwuchs, einen Sinn für die höherwertige Fotografie entwickelt.

Denn in vielen Situationen wird aus einem lockeren Schuss aus dem Handgelenk einfach nicht das Foto, das man sich vorgestellt hat. Spätestens jetzt kommt die Frage nach dem richtigen Equipment auf.

Sicherlich erster Gedanke ist die Notwendigkeit einer Systemkamera. Wer es ernst meint, wird mit einer solchen, oder wenigstens einer Bridge-Kamera, loslegen. Kompaktkameras sind nur noch wenig besser als Smartphones, weshalb sich diese Anschaffung kaum lohnt.

Wer also mit einer guten Kamera loslegt, schon die richtige Auswahl an Objektiven getroffen hat, und auch mit leistungsstarken Blitzgeräten für optimale Ausleuchtung sorgen kann, dem fehlt eigentlich nur noch eines: ein Stativ. Immer wieder kommt man in Situationen, die per Foto nur mit einer Langzeitbelichtung wirklich festgehalten werden können. Genau dies spricht für ein Stativ.

Neben dem Einbeinstativ gibt es etliche Arten und Typen von Stativen, daher haben wir exemplarisch eine kleine Auswahl der Kategorien zusammengestellt.

Typ / Kurze Beschreibung Abbildung / Beispiel Beschreibung
Einbein- / Dreibeinstativ Andoer Einbeinstativ für Spiegelreflexkamera / Mini-Stativ
einbeinstativ-dreibeinstativ
Kann mit Bein-Segmenten zum Dreibeinstativ verwandelt werden
Tragfähigkeit 10 kg maximal
Reisestativ Manfrotto Element Monopod
reisestativ-manfrotto
Teleskopstativ, auf kleinstes Maß einschiebbar
Maximale Arbeitshöhe 150 cm
Länge vom Packmaß 41,5 cm
Standspinne Kamera-Stativ Gorillapod Hybrid
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Sehr klein zusammenfaltbar
Äußerst flexibel, damit perfekt für unebene Stellfläche
Für fast alle Kameramodelle verfügbar
Schwebestativ Neewer Kohlefaser 60cm Handstabilisator
schwebestativ
Günstiges Einsteigermodell
Absolutes Leichtgewicht
Sehr gute Ergebnisse bei Schwebestativ-Tests
Schulterstativ Walimex Pro Video Schulterstativ
schulterstativ
Arme werden entlastet
Gewicht liegt auf den Schultern
Fotostativ und Selfie-Stick DynaSun 11100 WT1006
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Kamera Stativ und Selfie-Stick in Einem
Gewicht 620 g
Stativgewinde ¼ Zoll

2. Zubehör

2.1. Standardausrüstungsgegenstände

Wer einigermaßen ambitioniert fotografiert, und dafür eine Systemkamera verwendet, hat immer Objektive, Kameragurt und sein sonstiges Material dabei.

2.2. Profimaterial

einbeinstativ-gorillapod
Spezialtalent Griptight Gorillapod: Mit Magnetfüßen lässt sich dieses Dreibein auch an senkrechten Gegenständen befestigen.

Vollprofis haben zudem ihr Sortiment an ferngesteuerten Blitzgeräten, Polarisations- und Lichtfiltern in verschiedenen Farben in der Tasche, bis hin zu Tarnung und spezieller Kleidung.

2.3. Häufig unterschätzt: das Stativ

Was nützt die bestsortierte Ausrüstung, wenn in der notwendigen Situation kein Stativ zur Verfügung steht? Man mag argumentieren, dass es selten benötigt wird und es sich deshalb nicht lohnt, ständig ein Stativ im Gepäck zu führen. Hier hilft das Einbeinstativ: einfach handzuhaben aber leicht und platzsparend.

Sehen Sie hier die Vor- und Nachteile:

  • Fotostativ mit kleinstmöglichen Ausmaßen
  • Kann dank Leichtbau – Einbeinstativ aus Carbon oder Aluminium – immer mit im Zubehör geführt werden
  • Benötigt immer noch eine Hand des Fotografen, die das Stativ vor dem Kippen schützt

2.4. Einbeinstativ für Videos

Für Filme gilt dasselbe wie für Fotos. Aus der Hand geschossen heißt – der Film ist oftmals verwackelt. Mit einem Einbeinstativ ist stattdessen die ruhige Kamera sichergestellt.

Achtung Museum! An Eingängen zu Museen wird oft kontrolliert, welche Ausrüstungegegenstände mitgeführt werden. Häufig ist die Verwendung von Dreibeinstativen schlicht verboten, damit der Fotograf nicht zu lange das Exponat für die anderen Besucher blockiert. Einbeinstative wiederum werden häufig toleriert. Damit hat man beides: ruhige Bilder bei gedämpfter Beleuchtung – und doch nicht gegen die Museumsregeln verstoßen. Dieser Geheimtipp ist Teil des Einbeinstativ-Vergleiches und geht daher aufs Haus.

3. Marken und Hersteller

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Stativkopf – Kugelkopf.

Die folgenden Marken zeigen Ihnen, dass Sie einen renommierten Hersteller vor sich haben:

  • Benro
  • Berlebach
  • Bilora
  • Cullmann
  • Dörr
  • Gitzo
  • Hama
  • Induro
  • Jusino
  • Einbeinstativ Manfrotto
  • Mantona
  • Einbeinstativ Sirui
  • Rollei
  • Vanguard
  • Velbon
  • Walimex

Geräte dieser Hersteller sitzen häufig auf den oberen Plätzen in Einbeinstativ-Tests, und die Einbeinstativ-Vergleichssieger sind in den meisten Fällen Markenprodukte.

4. Einbeinstative im Test bei Stiftung Warentest & Co.

Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Einbeinstativ-Test durchgeführt. Allerdings hat das Fachmagazin CHIP bereits einen umfangreichen Einbeinstativ-Test veröffentlicht. Das Benro Mach3 TMA28AHD2 ist der Einbeinstativ-Vergleichssieger in diesem Vergleich zwischen Modellen von 50 bis 470 Euro. Überzeugt hat das Stativ vor allem mit der Flexibilität, denn im Handumdrehen wurde aus dem Vergleichssieger ein Monopod.

Bei Testberichte.de belegt das Modell Sirui P-324S den ersten Platz und überzeugt vor allem mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Einziges Manko: Der Aufbau dauert recht lang.

5. Fragen, die oft gestellt werden

5.1. Wie funktioniert ein Einbeinstativ?

Das Einbeinstativ ist der Sitzstock für die Kamera. Im Prinzip ist ein Einbeinstativ ein Wanderstock, der faltbar ist, und am oberen Ende eine Halterung für eine Kamera hat. Die Kamera wird oben montiert und fixiert, das höhenverstellbare Kamera-Stativ wird auf die benötigte Höhe eingestellt – so sitzt die Kamera ruhig und genau da, wo man sie haben will.

5.2. Wie benutzt man ein Einbeinstativ?

Die Grundfunktion ist, wie bei jedem Stativ, die Kamera am oberen Ende zu montieren. Das stumpfe Ende wird auf den Boden aufgesetzt, und das Stativ mit einer Hand festgehalten. Es kann für Standortwechsel oder die Änderung der Komposition mit einer Hand versetzt werden.

5.3. Wann benutzt man ein Einbeinstativ?

Das Einbeinstativ wird immer dann eingesetzt, wenn für die Art der Fotografie eine besonders ruhige Kameraführung notwendig ist. Dies ist insbesondere bei Langzeitbelichtungen der Fall. Gegenüber anderen Stativen wie Dreibeinstativen hat das Einbeinstativ den Vorteil, auf kleinsten Raum zusammengeschoben werden zu können. So darf es beim Fotozubehör eigentlich niemals fehlen.

5.4. Wie viel/Was bringt ein Einbeinstativ?

Ein Einbeinstativ bringt die Ruhe bei Langzeitbelichtungen, wie es jedes Stativ tut. Das Einbeinstativ speziell hat allerdings den Vorteil, klein und leicht zu sein, und daher immer Platz im Rucksack zu finden. Wer auf Trekking-Tour geht, ist jederzeit vorbereitet, falls er eine schöne Orchidee in der Abenddämmerung oder einen romantischen Sonnenuntergang auf den Film bannen möchte.

5.5. Einbeinstativ wasserfest bzw. unter Wasser?

Ein Einbeinstativ für GoPro aus Kunststoff oder Carbon ist in jedem Fall auch für Unterwasseraufnahmen geeignet. Achten Sie darauf, dass die Schutzhülle für Ihre Kamera absolut dicht und schlüssig verriegelt ist.

5.6. Welcher Kopf für Einbeinstative?

Am Kopf des Einbeinstativs befindet sich eine Einheitsschraube für Stative, in 1/4 oder 3/8 Zoll. Damit können Sie alle gängigen Kameras montieren. Wenn Sie verschiedene Kameras benutzen, ist es sinnvoll, am Einbeinstativ eine Schnellwechselplatte zu befestigen. Diese muss dann allerdings für Ihre Kameras passend sein.

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