Fernseher Test 2019

Die besten Fernseher im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Dank einer breiten Auswahl unterschiedlich großer Bildschirme ist mittlerweile für jede Zimmergröße ein passender Fernseher zu haben: Der Abstand zwischen Zuschauer und Bildschirm richtet sich nach der Bildschirmdiagonale und umgekehrt.
  • Die Qualität der TV-Geräte ist in den letzten Jahren schnell angestiegen, sodass nun kristallklare Bilder und umfangreiche Erweiterungsfunktionen auf den Besitzer eines modernen Fernsehers warten.
  • Dank der Integration des World Wide Webs sind mittlerweile sämtliche Fernseher als Smart-TVs zu bezeichnen: Angefangen vom Abrufen verschiedenster Inhalte über die Erweiterung mit Apps bis hin zum Surfen im Internet reicht der TV-Spaß von heute weiter als je zuvor.

fernseher im test

Die Anzahl und die Vielfalt der Fernsehgeräte hat deutlich zugenommen: Der Röhrenfernseher gehört der Vergangenheit an, Flachbildfernseher – also TV-Geräte mit Flachbildschirmen – gelten als Standard und neue Entwicklungen in etlichen Bereichen zeugen von einem ungebremsten Fortschritt.

Bei der Auswahl eines Fernsehers sind demzufolge etliche Aspekte zu beachten. Angefangen bei der Größe über die Bildqualität bis hin zu Extrafunktionen à la Streaming & Co. kommen heutzutage weitaus mehr Eigenschaften beim Fernseher-Kauf zum Tragen. Hierbei agiert der Fernseher sozusagen als Monitor.

Wollen auch Sie einen Fernseher kaufen, wird Ihnen die folgende Kaufberatung in den entscheidenden Punkten die wichtigsten Informationen liefern, die Sie benötigen, um in den Genuss des für Sie persönlich besten Fernsehers zu gelangen.

Zu diesem Zweck stützen wir uns auf viele verschiedene Fernseher-Tests, etwa solche von Stiftung Warentest, beziehen allerdings auch brandaktuelle Entwicklungen ein. So haben Sie nicht nur theoretisch die Chance, mit einem eigenen Fernseher-Vergleich Ihren Fernseher mit Vergleichssieger-Potenzial zu entdecken, sondern können sich an konkreten Beispielen eines umfangreichen Fernseher-Tests 2019 orientieren.

1. Die Größe gibt den Ausschlag

Wer hat den Fernseher erfunden?

Der Fernseher nimmt mittlerweile in nahezu jedem Haushalt eine zentrale Position, häufig gar den Mittelpunkt, ein, doch nur wenige wissen über dessen Entstehung Bescheid. Als Erfinder des Fernsehergeräts wird häufig Paul Nipkow genannt. Dieser brachte 1886 das Patent für das erste TV-Gerät ein. Bis das Fernsehen hierzulande zum alltäglichen Genuss wurde, dauerte es allerdings noch rund 90 Jahre. Denn die ersten Modelle wie etwa der Braun HF (1958) waren kaum erschwinglich und so versammelte man sich zunächst in Kneipen und Bars, die mit ihren Geräten ein absolutes Entertainment-Highlight boten.

Einen der zentralen Aspekte, den es beim Fernseher-Kauf zu berücksichtigen gilt, stellt die Größe dar. Ausschlaggebend in dieser Hinsicht ist der Abstand zwischen Zuschauer und Bildschirmoberfläche.

Sitzen Sie sehr nahe am TV, lohnt sich ein kleineres Modell, etwa ein 32-Zoll-Fernseher, da Sie erstens nicht von dem Bild bzw. seiner Größe „erschlagen“ werden und sich zweitens einer guten Bildqualität gewiss sein dürfen.

Grund: Auf der Bildschirmoberfläche tummeln sich Abertausende beziehungsweise Abermillionen Bildpunkte, sogenannte Pixel, die in verschiedenen Farben erstrahlen.

Je dichter diese Bild-Zoll-Struktur ausfällt, desto feiner fällt das Bild aus. Damit Sie die Bildpunkte nicht erkennen, lohnt bei einem geringen Abstand zum Fernseher also eine kleine Bildschirmfläche, da sich hier die Bildpunkte auf einer kleineren Fläche versammeln; sie stehen enger zusammen.

1.1. Vergleich zweier Full-HD-Modelle

Der Vergleich zweier Full-HD-Modelle macht dies gut deutlich: Während die Pixeldichte von 2.073.600 (1.920 × 1.080) bei einem 32 Zoll großen Bildschirm 68 pro Zoll beträgt, liegt sie bei einem 70 Zoll großen Bildschirm nur noch bei 31 pro Zoll.

Folglich sind je nach Sitzabstand zum Gerät folgende Zollgrößen abzuleiten:

  • Zwischen 1,0 und 1,5 Metern ein 32-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 1,5 und 2,6 Metern ein 40-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 1,6 und 2,7 Metern ein 42-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 1,8 und 3,0 Metern ein 46-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 1,9 und 3,1 Metern ein 47-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 2,0 und 3,3 Metern ein 50-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 2,2 und 3,6 Metern ein 55-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 2,4 und 3,9 Metern ein 60-Zoll-Fernseher
  • Zwischen 2,6 und 4,3 Metern ein 65-Zoll-Fernseher

1.2. Ausmaße des Fernsehers

fernseher 40 zoll samsung
Ein Klassiker aus dem Hause Samsung, ein Fernseher mit 40-Zoll-Bildschirmdiagonale, den es auch in vielen weiteren Größen gibt.

Haben Sie – größentechnisch betrachtet – den besten Fernseher entdeckt, sollten Sie sich noch unbedingt die Ausmaße des Geräts anschauen. Eine Handvoll Hersteller trickst nämlich in dieser Hinsicht: In der Regel beziehen sich Bezeichnungen à la „55-Zoll-Fernseher“ auf die Bildschirmgröße, also auf die Bildschirmdiagonale.

Doch hin und wieder sind auch Modelle, bei denen der Hersteller den Rahmen des Fernsehers in diese Angabe einbezieht, zu finden!

fernseher thomson 70 zoll
Eine Wucht: Der Thomson 78UA8796 misst satte 70 Zoll in seiner Bildschirmdiagonale.

Außerdem: Möchten Sie den Fernseher an der Wand befestigen, bedeutet mehr Fläche auch gleichzeitig mehr Gewicht, dass Sie an die Wand bringen müssen.

Nutzen Sie hierzu unbedingt ein professionelles Handwerkerset, bitten Sie eine weitere Person um Unterstützung und halten Sie sich an die Vorgaben des Fernseher-Handbuchs!

2. Vor- und Nachteile eines Fernsehers

Ein Fernseher bietet zahlreiche Unterhaltungsfunktionen, offenbart im Vergleich zu PC, Smartphone und Tablet allerdings auch Nachteile.

  • Ein Fernseher bündelt viele verschiedene Inhalte, die zum Großteil kostenlos sind und für jeden Geschmack eine passende Unterhaltung bieten.
  • Die Bedienung eines Fernsehers geht schnell von der Hand: Einschalten, Programm auswählen, fernsehen.
  • Große Auswahl an Programmen.
  • Internetfähige Smart-TVs lassen Streaming zu jeder Uhrzeit zu.
  • Sender bieten ihre Produktionen zwar mehr und mehr „on Demand“ an, doch in der Regel zu kostenpflichtigen Abos.

3. Das beste Bild – wie sieht es aus?

Knackige Farben, scharfe Konturen, so lauten die Anforderungen, die an einen modernen Fernseher gestellt werden. Bei der Auswahl eines TVs sollten Sie jedoch keineswegs lediglich auf das Bild, wie Sie es im Laden zu Gesicht bekommen, achten. Denn Kunden, aber auch Verkäufer, verändern nicht selten die Bildeinstellungen.

3.1. Lichtverhältnisse und Helligkeitswert

Außerdem bestehen in fensterlosen Großmärkten andere Lichtverhältnisse als im Eigenheim und die vielen Bilder der Fernseher beeinträchtigen sich in Form von Reflexionen. Berücksichtigen Sie lieber harte Zahlen. Hierzu gehören die Helligkeit, der Kontrast, die Blickwinkelstabilität und selbstverständlich die Auflösung.

Helligkeitswert: Der Helligkeitswert kommt insbesondere beim Fernsehen in helleren Räumen oder in der Nähe von Fenstern zum Tragen. Zwar sollte der Fernseher grundsätzlich nicht neben Lichtquellen aufgestellt werden, doch hin und wieder lässt sich dies nicht vermeiden. Deshalb: Halten Sie nach einem hohen Helligkeitswert Ausschau!

Nur so ist gewiss, dass Sie tageszeitunabhängig, sprich auch bei strahlender Sonne in der Mittagszeit, mühelos die Partien voneinander unterscheiden können. Einen guten Wert stellen 300 Candela pro Quadratmeter, also 300 c/m², dar.

3.2. Kontrast

Kontrast: Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Kontrast. Zunächst wurde dieser lediglich als entscheidend für die Abgrenzung auf Schwarz-weiß-Flächen (Beispiel: schwarzer Text auf weißem Hintergrund) erachtet, doch wer zum Beispiel zu später Stunde bei ausgeschaltetem Zimmerlicht fernsehen möchte, sollte unbedingt auf einen hohen Kontrast achten.

Dieser ist nämlich auch für die Differenzierung von Tönen, die ein nahes Farbspektrum aufweisen, von Bedeutung. Aus Blau entsteht schnell Schwarz und das Bild verkommt zu einem Einheitsbrei, sobald der Kontrast zu gering ausfällt. Als Standard wird derzeit ein Kontrastwert von 700:1 erachtet, viele Geräte bringen es allerdings auch auf 1.000:1. Hier gilt schlichtweg: Desto höher, desto besser.

3.3. Blickwinkelstabilität

Blickwinkelstabilität: Auf eine hohe Blickwinkelstabilität ist insbesondere dann zu achten, wenn mehrere Personen auf den Bildschirm schauen. Zuschauer am Rand müssen bei einer zu geringen Blickwinkelstabilität nämlich mit blassen Farben und Verzerrungen rechnen. Die Krux: Noch gibt es keine Skala, an der sich der Blickwinkel messen lässt. Hier hilft lediglich das Ausprobieren! Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, könnte ein Curved-Fernseher eine gute Wahl darstellen. TVs dieser Kategorie sind für einen stabilen Blickwinkel bekannt.

3.4. Auflösung

Auflösung: Zu guter Letzt zur Auflösung. Wie bereits erläutert, wirkt sich die Auflösung, ausgedrückt in Pixel, auf die Dichte der Bildpunkte aus. Je höher diese ausfällt – also desto mehr Pixel der Bildschirm auflöst –, desto feiner und schärfer erstrahlt das Bild. Wer aus nächster Nähe fernsieht, sollte unbedingt zu einem Full-HD-Modell greifen. Doch auch UHD- beziehungsweise 4K-Fernseher – beide Begriffe werden synonym verwendet – sind immer häufiger zu finden und sind Garanten für ein kristallklares Bild.

3.5. Exklusivitäten der Hersteller

bildmodi
Die Auswahl an TV-Geräten ist so groß wie nie zuvor. Lassen Sie sich beim Kaufentscheid viel Zeit und testen Sie verschiedene Bildmodi.

Je nach Marke kann ein Fernseher mit allerlei Besonderheiten – u. a. bezüglich der Bildauflösung dienen. Häufig handelt es sich um nützliche Erweiterungen, die Samsung & Co. ihren Geräten verpassen, doch die exklusiven Techniken sollten nicht die ausschlaggebende Rolle spielen.

Mit QLED, einer Technik, bei der sogenannte Quantum Dots in besonders kräftigen Farben erstrahlen, locken zum Beispiel Samsung-Fernseher. Der Konkurrent LG wirbt wiederum mit OLED. Hier steht die Helligkeit im Vordergrund: Aufgrund einer effizienten Hintergrundbeleuchtung können noch hellere Bildwerte erschlossen und zudem die Gerätetiefen gesenkt werden.

Sony hingegen trumpft mit kräftigen Bildprozessoren auf, die eine schnelle Berechnung der Pixel versprechen. Der 4K-HDR-Prozessor X1 etwa teilt die Bildpunkte von 4K-Inhalten rund doppelt so schnell wie ein normaler Bildprozessor ihren Positionen zu.

Philips zieht mit Ambilight ins Bildschirmrennen: Weniger Auflösung oder Helligkeit, sondern vielmehr die Augenfreundlichkeit steht bei Ambilight im Vordergrund. Insbesondere in dunkler Umgebung sollen Philips-Fernseher durch die Umgebungslichtanalyse die Linsen des Auges weniger stark beanspruchen.

Eine von Herstellern unabhängige und durchaus sinnvolle Technik stellt übrigens HDR dar. Die Abkürzung steht für High Dynamic Range und garantiert einen höheren Kontrast und einen höheren Helligkeitswert, der sich über die gesamte Bildfläche erstreckt.

3.6. Achtung – regelmäßiges Reinigen

Ein hochwertiger beziehungsweise kostspieliger Fernseher sollte unbedingt gepflegt beziehungsweise gereinigt werden.

Entstauben Sie das Gerät am besten einmal wöchentlich. Dies gelingt bereits mit einem Staubwedel sehr gut. Wer professionell ans Werk gehen und Fettflecken entfernen möchte, profitiert von einem Spezial-Bildschirm-Reinigungstuch.

Hinweis: Vor und nach dem Säubern sollte der Fernseher eine halbe Stunde ausgeschaltet, besser noch vom Stromnetz getrennt werden. So drohen keine statischen Ladungen, die die sensible Technik belasten.

Achtung: Nutzen Sie niemals schmutzige Tücher oder solche, die Sie üblicherweise für reguläre Oberflächenreinigungen verwenden: Bereits kleinste Reste, angefangen vom Steinchen bis hin zur Brotkruste, können auf dem Bildschirm irreparable Schäden verursachen!

3.7. LED vs. LCD vs. Plasma

Ganz gleich, ob Sie einen Samsung-Fernseher, Loewe-Fernseher oder Grundig-Fernseher erwerben: Nach wie vor sorgen die Techniken LED, LCD und Plasma für Verwirrung. Wodurch sich die jeweiligen Techniken unterscheiden, verrät unsere Schnellcheck-Tabelle.

Bildschirmtyp Eigenschaften
LCD-Fernseher

LCD-Fernseher

Die Bezeichnung LCD zielt auf „Liquid Crystal Display“ ab und meint die Auflösung der Inhalte via Flüssigkristalle.

Ein LCD-Fernseher verfügt lediglich am Bildschirmrand über Leuchtröhren. Diese bestrahlen die Flüssigkeitskristalle also auf indirektem Weg.

LCD-TVs kosten weniger als LED-TVs, offenbaren in der Bildmitte allerdings nicht selten einen Helligkeitsverlust.

LED-Fernseher

LED-Fernseher

LED-Fernseher stellen die Weiterentwicklung der LCD-Modelle dar; das E steht für „Emittierend“.

Größter Unterschied zu LCD: Geräte samt LED-Bildschirm verfügen über durchgängige Leuchtröhren.

Die direkte Bestrahlung der Kristalle gewährt höhere Helligkeitsstufen sowie kräftigere Farben.

Plasma-Fernseher

Plasma-Fernseher

Plasma-Fernseher haben in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität verloren.

Insbesondere der hohe Stromverbrauch eines Plasma-TVs wird als ein Nachteil angesehen.

Dennoch sprechen kräftige Farben für diese Beleuchtungstechnik, denn da die Pixel gebündelt werden, erfolgt hier die Aufteilung der Rot-Gelb-Blau-Bereiche effizienter.

4. Das passende Extra

Unabhängig davon, ob Sie einen LCD- oder LED-Fernseher nutzen möchten, sollten Sie auf die Erweiterungsfunktion achten. Ein guter Fernseher-Test schließt auch diesen Aspekt ein! So gelten möglichst viele USB-Ports und HDMI-Buchsen als ein großer Vorteil, da Sie so wesentlich leichter Zubehör beziehungsweise Komponenten wie einen Receiver oder einen DVD-Player mit dem TV-Gerät verbinden können.

Einen Fernseher mit einem Receiver zu koppeln ist seit der Umstellung auf das digitale Signal DVB beziehungsweise DVB-T übrigens nicht nur möglich, sondern notwendig. Ansonsten können Sie zahlreiche Fernseher-Programme nicht empfangen. Auch für die Darstellung von Sendungen in HD kann die Verkabelung mit einem Receiver erforderlich sein. Wer also einen Fernseher günstig nutzen möchte, sollte auch die Kosten für mögliches Zubehör in die Kaufentscheidung einfließen lassen.

4.1. Zubehör für jedermann

Fernsehgeräte werden standardmäßig mit Drahtlosmodulen bestückt. Die Generationen der Funktechniken unterscheiden sich jedoch. Gut deutlich macht dies Bluetooth: Die Version 4.0 bietet weitaus stabilere sowie stärkere Verbindungen und kann zudem mit einem effizienten Stromsparmodus dienen.

Über diesen lassen sich nahezu sämtliche mobilen Endgeräte koppeln. Angefangen vom Kopfhörer über die Tastatur bis hin zur drahtlosen Festplatte kann der Fernseher mit allerlei Zubehör erweitert werden. Dies ist bei preiswerten Modellen besonders sinnvoll: Vor allem die Akustik lässt bei manch günstigen Fernsehern zu wünschen übrig.

soundbar lautsprecher panasonic bluetooth wifi nfc
Die Soundbar SC-ALL70TEGK von Panasonic gehört zu der Oberklasse der Lautsprechersysteme und kann kabellos per Bluetooth, WiFi und NFC betrieben werden.

Mit einer Soundbar beziehungsweise einem Lautsprecher mit Bluetooth verleihen Sie Ihrem Eigenheim auch tontechnisch betrachtet Kino-Flair. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die jeweiligen Bluetooth-Generationen kompatibel sind. Insbesondere Endgeräte samt Bluetooth der dritten Generation machen in dieser Beziehung Schwierigkeiten.

Informieren Sie sich also unbedingt vor dem Fernseher- beziehungsweise Lautsprecher-Kauf über die genutzte Bluetooth-Variante.

Jeder, der noch nicht „up to date“ ist, sollte übrigens auch einen Blick auf ältere, kabelgebundene, Anschlüsse werfen: Verfügen Sie noch über Videos im klassischen VHS-Format, wird für die Verbindung zum Recorder in der Regel noch ein SCART-Stecker benötigt.

Wesentlich einfacher gelingen Aufnahmen jedoch per USB Recording. Hierfür stecken Sie einen USB-Stick oder eine externe Festplatte an einen der USB-Ports, schon darf das Programm auf dem Medium abgespeichert werden.

Sollten Sie allerdings Inhalte in Ultra HD (4K-Fernseher) festhalten, muss der Stick beziehungsweise die Festplatte auch einiges an Speichervolumen aufweisen, da die vielen Bildpunkte der hochauflösenden Darstellungstechnik einige MB beziehungsweise GB in Anspruch nehmen.

4.2. Mehr als TV schauen: surfen und spielen

Heutzutage sind Fernsehgeräte längst nicht mehr nur zum Fernsehen geschaffen: Das Internet bringt etliche Zusatzfunktionen mit sich, die je nach Gerät per LAN oder WLAN auf den Schirm gelangen.

Den Fernseher mit dem Internet zu verbinden funktioniert in beiden Fällen sehr einfach: Bereits bei der ersten Inbetriebnahme fragt das TV nach der Konnektivität mit dem World Wide Web. Ein Internetzugang gewährt übrigens nicht nur den Aufruf klassischer Webseiten: Streaming-Dienste, Firmen-Updates und Apps gelangen über diesen Weg ebenfalls auf den Fernseher.

fernseher medion smart tv
Ein günstiges Smart-TV samt 40 Zoll großem Bildschirm der Marke Medion.

Modelle samt Internetverbindung werden übergreifend auch als Smart-TVs bezeichnet, doch inwieweit sich diese zum freien Surfen eignen, hängt davon ab, ob die Fernseher über einen eigenständigen Browser verfügen. Andernfalls ist lediglich das Aufrufen vorgegebener Webseiten möglich.

Einen ebenso vorteilhaften sowie gern genutzten Aspekt stellen die Verknüpfungen mit Konsolen beziehungsweise mit dem PC dar. Um den Fernseher als Monitor für einen Computer zu nutzen, reicht bereits ein klassisches HDMI-Kabel aus, mitunter können allerdings auch besondere HDMI-Versionen von Vorteil sein.

Das Verbinden mit einer Spielkonsole gelingt allerdings etwas einfacher, da bei einem PC für die Übertragung der Tonsignale nicht selten zusätzliche Kabel vonnöten sind. Eine moderne Spielkonsole wie etwa die Xbox One (Microsoft) oder die PlayStation 4 (Sony) benötigt lediglich einen HDMI-Anschluss.

PlayStation oder Xbox? An dieser Frage scheiden sich bereits seit Jahren die Geister der Gaminggemeinde.

5. FAQs

Ungeachtet aller Erklärungen können bei einem Fernseher-Vergleich immer wieder Fragen aufkommen. Zwei absolute Klassiker sind im Folgenden beantwortet.

5.1. Was ist ein CI-Modul bei einem Fernseher?

Ein CI-Modul beziehungsweise ein CI+-Modul darf als ein digitaler Schlüssel zum Empfangen und Verarbeiten bestimmter Programme angesehen werden. Anders als bei Fernsehern mit DVD-Player oder anderen externen Bestandteilen befindet sich diese Technik „on Board“. In einen kleinen Schlitz, meist an der Seite des Geräts, wird ein Modul gesteckt, welches ungefähr so groß wie eine Kreditkarte ist.

Zu kaufen oder zu mieten gibt es diese bei den jeweiligen Kabelanbietern. Dies ist für das HD-Fernsehen (CI+-Modul) bedeutsam. Die hochauflösende Bildschirmqualität kommt vor allem bei der Nutzung größerer Modelle, etwa bei einem Fernseher mit 60-Zoll-Bildschirm, zum Tragen, doch auch kleinere Full-HD-Fernseher benötigen diesen Zusatz, um ihr volles Potenzial zu entfalten.

Ein CI-Modul ermöglicht lediglich den Empfang von Privatsendern in normaler Auflösung und die Nutzung kostenpflichtiger Angebote. Auf das Online-Fernsehen per Streaming-Dienst haben beide Modularten keinen Einfluss.

Sony-Fernseher und Panasonic-Fernseher, die nach dem 01.01.2014 auf den Markt gekommen sind, verfügen über eine CI+-Kompatibilitätszusage. Für viele andere Modelle, zum Beispiel für LG-Fernseher, gilt dies nicht!

5.2. Was bedeutet Hertz und wie viel Hertz sollte ein Fernseher haben?

Benannt nach dem deutschen Wissenschaftler und Techniker Heinrich Hertz beschreibt die Hertz-Zahl die Bildwiederholungsrate. Im Falle eines Fernsehers sollten zumindest 50 Hertz gegeben sein, häufiger sind jedoch Frequenzen um die 100 bis 120 Hertz auszumachen.

Größere Modelle profitieren auch von höheren Hertz-Zahlen. Dies gilt insbesondere für einen 3D-Fernseher, da bei diesem Typ je nach Art der Bildspeisung (Shutter oder Polarisation) das Bildsignal geteilt wird. Erfolgt der Bildwechsel zu langsam, scheint das Bild beim Fernsehen zu stocken beziehungsweise zu flimmern.

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