Funkkopfhörer Test 2018

Die besten kabellosen Kopfhörer im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Funkkopfhörer sind praktisch für unterwegs und zuhause: Verzichten Sie auf eine Kabelbindung und eine analoge Schnittstelle und bleiben Sie beim Hören Ihrer Lieblingsmusik stets ungebunden und mobil.
  • Die Kopfhörer stehen in allen Preisklassen zur Verfügung. Sie beginnen bereits bei weniger als 30 Euro, wobei hochwertige Modelle auch mehr als 250 Euro kosten können.
  • Es gibt große Unterschiede bei der Qualität. Gute Kopfhörer überzeugen mit einer hohen Reichweite, guter Klangqualität und einer soliden Verarbeitung.

Die Fülle an Angeboten auf dem Markt erschwert Ihnen die Wahl für passende kabellose Kopfhörer? Sie fragen sich, ob Infrarot oder Bluetooth; Sennheiser oder Sony; In-Ear oder mit Bügel sich für Sie eignen?

Unser Funkkopfhörer-Vergleich 2018 zeigt Ihnen auf, worauf Sie beim Kauf achten sollten, welche Modelle und Funktionen passend sind und ob teuer gleich besser bedeutet. Mit unseren Kauftipps finden Sie garantiert den für Sie besten Funkkopfhörer.

Funkkopfhörer Test

1. Kabellose Kopfhörer sind flexibel, müssen aber regelmäßig aufgeladen werden

Zunächst klingt es praktisch: Kein Kabel – das bedeutet kein Kabelgewirr, keine Notwendigkeit des passenden Steckers und volle Bewegungsfreiheit. Dennoch sprechen auch einige Punkte für die kabelgebundenen Varianten:

  • Flexibilität, keine Bindung an Bildschirm
  • keine Anschluss-Schnittstelle zum Ausgabegerät nötig
  • leicht zu verstauen, kein Kabelgewirr
  • auf Ladezustand des Akkus achten
  • Stromversorgung für Ladestation wird benötigt
  • störungsanfälliger als kabelgebundene Kopfhörer, erst bei sehr teuren Modellen ist das Klangerlebnis identisch

2. Sehr günstige analoge Funkkopfhörer liefern keine hohe Klangqualität

Analoge Funkkopfhörer haben in der Regel ein permanentes Grundrauschen. Doch ist dieses bei Filmen und Pop-Musik kaum wahrnehmbar. Nur bei preiswerten Produkten oder leisen Opernpassagen fällt es auf.

Dieses Rauschen entfällt bei digitalen Funkkopfhörern. Doch die hochwertige Klangqualität hat ihren Preis: Digitale Varianten sind gegenüber analogen in der Regel um einiges teurer.

3. Funk, Infrarot oder Bluetooth? Am flexibelsten ist die Funkübertragung

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal beim Funkkopfhörer-Vergleich findet sich in der Sendeübertragung:

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3.1 Funk

Hier erfolgen die Übertragungen von der Sendestation aus via Funkwellen. Dadurch spielt es keine Rolle, woran die Headsets angeschlossen werden sollen: Von MP3-Player über PC und TV bis hin zu HiFi-Anlagen ist alles denkbar.

3.2 Infrarot

Die Übertragung erfolgt hier mittels Infrarot. Somit muss immer eine Sichtverbindung mit der Sendestation gegeben sein, was begrenzte Reichweiten zur Folge hat.  Zudem ist oftmals ein Grundrauschen zu verzeichnen, und kaum ein Modell besticht durch besonders bequemen Tragekomfort.

3.3. Bluetooth

Bluetooth-Kopfhörer benötigen einen Empfänger. Während moderne Smartphones in der Regel alle Bluetooth integriert haben, ist dies bei Fernsehern oder MP3-Playern selten der Fall. Sind allerdings die Bluetooth-Funktion und eine gute Sichtweite bei der Sendestation gegeben, besticht ein Bluetooth Headset zumeist mit reinem Klangerlebnis.

4. Bauweise

Wie hätten Sie es denn gerne: Über dem Ohr, am Ohr oder im Ohr? Wir stellen Ihnen die drei Bauarten bei Funkkopfhörern vor.

4.1 Over-Ear

Hier ist die Ohrmuschel geschlossen, was verhindert, dass Schall von außen in den Kopfhörer gelangt. Ideal für Tonstudios! Privatnutzer sollten sich einen Kauf gut überlegen: Die Over-Ear-Varianten sind auch zusammengeklappt recht sperrig, schweiβfördernd und im öffentlichen Straßenverkehr verboten.

4.2 On-Ear

On-Ear Funkkopfhörer vermitteln ein natürliches Hörgefühl und sind sehr bequem. Es dringt mehr Schall von außen ein, sodass Sie beim Musikhören im Wohnzimmer dennoch Ihr Kind rufen hören. Die Luft zirkuliert besser, man schwitzt kaum.

4.3 In-Ear

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Leicht und bequem: In-Ear Funkkopfhörer.

In-Ear Varianten eigenen sich ideal beim Sport: Sie sind leicht, und wer drauβen ist, hört dennoch Polizeisirene oder Passanten. Aufgrund der Nähe zum Trommelfell bieten diese Kopfhörer mit ihren vielen Schallwellen ein gutes Klangbild. Unter anderem finden sich auch Modelle mit leicht abtrennbaren Ohrhörern oder Mikrofon.

5. Bekannte Marken für Funkkopfhörer

Sind Sie auf der Suche nach Ihrem Funkkopfhörer-Vergleichssieger, lohnt es sich, zu bekannten Herstellern wie Sony oder Sennheiser zu greifen. Die Kosten für Funkkopfhörer beginnen bereits bei 20 Euro und gehen hinauf bis zum mehr als Zehnfachen. Nicht immer bedeuten günstige Funkkopfhörer schlechte Qualität – doch achten Sie am besten auf eine dieser Marken, um Enttäuschungen zu vermeiden, wenn Sie Funkkopfhörer kaufen:

Sony, Philips, Sennheiser, AKG Acoustics, Bang & Olufsen, beyerdynamic, Blaupunkt, Ednet, SMS, Thomson, Panasonic, Pioneer, Vivanco, Bose, Grundig, Monster

Sennheiser Funkkopfhörer und Funkkopfhörer von Philips im Vergleich

Funkkopfhörer Merkmale
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Sennheiser RS 170

Bauart: Over-Ear
Reichweite: 80 m
Gewicht: 544 g
Max Akkulaufzeit: 20 Std
Impedanz: 32 Ohm
Besonderheiten: Hoher Tragekomfort, Hohe Signalstärke und Klangqualität

Vorteile: Hohe Signalstärke und Klangqualität
Nachteile: Mangelhafte Verarbeitung

sennheiser-rs120

Sennheiser RS 120

Bauart: Over-Ear
Reichweite: 150 m
Gewicht: 230 g
Max Akkulaufzeit: 20 Stunden
Impedanz: 24 Ohm
Besonderheiten: Zuschaltbare Kompression

Vorteile: Sehr gute Audio Qualität, gepolsterter Bügel
Nachteile: Kein Mikrofon

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Philips SHD8600

Bauart: Over-Ear
Reichweite: 220 m
Gewicht: 329 g
Max Akkulaufzeit: 15 Stunden
Impedanz: 32 Ohm
Besonderheiten: 2,4 GHz Digital

Vorteile: Automatische Abschaltung
Nachteile: Kein Bluetooth

6. Reichweite

Ohne Hindernisse wie Wände oder Bäume zwischen der Sendestation und dem Funkkopfhörer gilt eine Reichweite von 50 bis 150 Metern als normal. Allerdings ist dies selten: Selbst vom Keller ins Dachgeschoss ist oftmals zu viel im Weg, um noch ein klares Klangerlebnis zu haben.

7. Akku

Achten Sie darauf, dass Ihr Funkkopfhörer aufgeladen werden kann und einen Kopfhörer-Ständer hat, in der die Headsets sich automatisch aufladen. Besonders praktisch ist es, wenn LED-Leuchten den jeweils aktuellen Batteriestand anzeigen. Kommt Ihr Headset ohne Basisstation daher, ist das Einlegen neuer Batterien oft aufwendig, weil die Ohrmuscheln oder die Polster abgenommen werden müssen.

8. Tragekomfort

Egal, wann und wozu Sie Ihre Funkkopfhörer nutzen: Der Tragekomfort ist das A und O. Die Ohrenform spielt eine Rolle, ebenso, ob man Brillenträger ist. Wer ganz sicher gehen möchte, keine Probleme mit dem Sitz der Kopfhörer zu haben, sollte auf In-Ear-Modelle zurückgreifen. Als Materialien für die Ohrpolster werden normalerweise Kunstleder, Velours oder Stoff verwendet.

Der Transport im Hard-Case verringert den Verschleiß

Sind Sie oft unterwegs? Dann kaufen Sie sich gleich ein Paar Ersatz-Ohrpolster und ein passendes Hard-Case dazu – zum bequemen Tragen und komfortablen Transportieren!

9. Rauschunterdrückung

Was bedeutet Impedanz?

Ob Sennheiser, Sony oder Philips – wer schnurlose Kopfhörer miteinander vergleicht, stößt auf den Begriff der Impedanz. Übersetzt bedeutet dies Nennwiederstand – aber auch damit ist der Laie seinem Funkkopfhörer-Vergleichssieger keinen Schritt weiter. Wir klären auf:

Wireless-Kopfhörer besitzen alle einen elektrischen, frequenzabhängigen Widerstand. Insofern muss bei hoher Impedanz die Basis wie TV oder iPod mit wachsender Lautstärke beim Funkkopfhörer-Sound die Spannung relativ erhöhen. Kopfhörer für Fernseher und HiFi-Funkkopfhörer haben teils 250-600 Ohm. Fazit für guten Sound: Soll das Headset an einem Mobilgerät die gewünschte Musik kabellos und geräuschfrei abspielen können, unbedingt eine niedrige Impedanz von unter 32 Ohm wählen.

Durch eine vom Hersteller eingebaute Rauschunterdrückung können Umgebungsgeräusche unterdrückt werden. Sie können auch selber die Lautstärke einstellen:

  • Funkkopfhörer: auf gering bis mittel einstellen
  • Quelle (TV, Smartphone etc.) erhöhen, bis das Rauschen verblasst
Warnung – Frequenz ändern

Normalerweise haben Funkkopfhörer mehrere Kanäle. So können zwei Personen zeitgleich ihre Headsets nutzen. Allerdings kann dies bei digitalen Modellen zu Empfangsstörungen führen. Denn diese senden auf der identischen 2.4 GHz Frequenz (wie auch WLAN). Eine Änderung der Frequenz ist also nötig. Bei analogen Funkkopfhörern besteht dieses Problem nicht.

10. Produktpflege

Bei der Headset-Reinigung unbedingt Wasser vermeiden! Es besteht Kurzschlussgefahr: egal, ob In-Ear-Headset oder Bügelheadset.

Nutzen Sie milde Renigungsmittel und ein trockenes Tuch. Bei Over-Ear Modellen lassen sich teils die Ohrmuscheln abschrauben und der Kontakt direkt reinigen.

Reinigung mit Klebeband

Mit einem Streifen Klebeband kann Schmutz vom Filter entfernt werden, ohne Verunreinigungen ungewollt durchzudrücken. Das ist eine günstige und einfache Art der Reinigung.

11. Sportkopfhörer und schnurlose Kopfhörer für Schwerhörige

11.1. Die meisten Sportkopfhörer sind In-Ear-Modelle

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In-Ear-Funkkopfhörer mit Bügel zur Nutzung beim Sport.

Stiftung Warentest hat sich einmal Sportkopfhörer genauer angeschaut: Gerade hier sind schlecht sitzende, rauschende oder schweiβtreibende Modelle unerwünscht. Es finden sich  viele In-Ear-Modelle und auch kabelgebundene Varianten auf dem Markt, doch Bluetooth ist im Kommen.

Vorteile der modernen Sportkopfhörer:

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – allerdings hohe Preisspanne (zwischen 30 und 180 Euro)
  • schweiß- und wasserfest
  • einfache Reinigung
  • guter Klang

Sennheiser bietet gute Schalldämpfung

Wichtig ist vor allem der optimale Sitz auch bei spontanen heftigen Bewegungen. Des Weiteren sollten Sportkopfhörer leicht an Gewicht sein und eine passive Rauschunterdrückung durch das Prinzip der Schalldämpfung bieten – so wie es etwa einige Sennheiser-Kopfhörer tun. Besonderes Extra: eine Pulsmess-Funktion.

11.2. Kopfhörer für Schwerhörige können für beide Ohren individuell angepasst werden

Funkkopfhörer für ältere Menschen gehen im Besonderen darauf ein, dass diese oft nicht mehr gut hören. Aber die speziellen Modelle eignen sich natürlich auch für junge Hörgeschädigte. Der Klang sollte individuell angepasst werden können und mindestens bis auf 120 dB regulierbar sein – 10 dB mehr als bei normalen Kopfhörern. Ein Balance-Regler eignet sich immer dann, wenn auf dem rechten und linken Ohr unterschiedlich gehört wird.

12. TV-Anschlüsse auf einen Blick

Funkkopfhörer-Technik ist für Laien nicht immer einfach zu verstehen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren TV Kopfhörer einfach an den TV anschließen und die Sendestation vom Funk-Kopfhörer via Kabel mit dem Ausgabegerät verbinden können:

  • Toslink: Ton wird per Lichtwellen übertragen
  • Klinkeanschlüsse: fast an jedem Audiogerät enthalten
  • Cinch-Anschlüsse (RCA): Kabel geht vom Cinch auf Klinke oder vice versa
  • Audio-Koaxial: bessere Abschirmung gegen störende Strahlen (als etwa Klinkenkabel)
  • Scart: eine alte Funktionsweise (etwa für Videorecorder), Funkkopfhörer werden mittels Adapter per Scart-Anschluss verbunden

Audio-Adapter gibt es in 3,5 mm oder 6,36 mm und sollte unbedingt im Lieferumfang enthalten sein.

Eine Basis – mehrere Kopfhörer

Eine Basisstation kann zeitgleich mit mehreren Funkkopfhörern verbunden werden. Fragen Sie vor dem Kauf nach, ob Sie dazu identische Funkkopfhörer-Modelle haben müssen oder auch andere desselben Herstellers kompatibel sind.

Nun ist Ihr Kopfhörer mit dem Fernseher verbunden. Der Ton wird automatisch über die Kopfhörer ausgegeben.

13. Funkkopfhörer Stiftung Warentest

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Gerade wer oft Skype benutzt oder etwa Multiplayer-Spiele mit Freunden spielt, wird bei seinen Funkkopfhörern nicht auf integriertes Headset verzichten wollen.

Stiftung Warentest hat sich nicht nur Sport-Headsets, sondern auch Bluetooth-Kopfhörer angesehen.

Ob Sennheiser-Funkkopfhörer, Sportkopfhörer, Bluetooth-Kopfhörer oder andere digitale Funkkopfhörer: Hier finden Sie weitere Tipps zu günstigen Funkkopfhörern.

Die Ergebnisse der Stiftung Warentest ganz allgemein: Es gibt schon Bluetooth-Kopfhörer mit tollem Klang für weniger als 90 Euro.

Over-, On- und In-Ear-Modelle wurden dabei getestet. Am besten schnitten die Varianten mit großen, ohrumschließenden Hörmuscheln ab.

Empfehlung von Stiftung Warentest:

Funkkopfhörer des jungen US-amerikanischen Unternehmens Skullcandy. Während Philips, Sony oder Sennheiser ihre Geräte nur über Fachhändler verkaufen, bekommt man die hippen Kopfhörer von Skullcandy auch in Modegeschäften. Der hochwertigen Qualität tut dies keinen Abbruch.

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