Stativ Test 2020

Die besten Kamerastative im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Kamerastativ hält die Systemkamera exakt in Position – ruhig und stabil.
  • Kamerastative sind unumgänglich für Langzeitbelichtungen im Halbdunkel.
  • Ein Stativ für die Kamera mit Fernauslöser schützt garantiert vor verwackelten Fotos.

stative test

Im Rahmen ernst zunehmender Fotografie hat sich eine unüberschaubare Fülle an potenziellem Zubehör angesammelt, das man mehr oder minder dringend benötigt. Auf dem obersten Platz in der Liste der Wichtigkeit steht aber zweifelsohne das Stativ für den Fotoapparat. Stative halten die Kamera – auch die Videokamera – ruhig und in Position. Dies ist eine Funktion, ohne die viele Fotos nicht möglich wären.

Sie sind nun auf der Suche und wollen das beste Stativ, oder einfach ein günstiges Stativ kaufen – dann sind unser Stativ-Vergleich 2020 und die Stativ-Tests für Sie genau das Richtige. Wir bieten Ihnen eine kompetente Kaufberatung, damit Sie die richtige Kaufentscheidung treffen.

1. Fotografieren ist zum Massenphänomen geworden

Selfie-Stick als Accessoire für Nervensägen?

Der Anblick ist inzwischen selbstverständlich geworden: Touristen, die mit dem Selfie-Stick am Urlaubsort herumwedeln. Oft wird der Anblick mit Unwillen quittiert. Wieso nur? Für Selbstauslöser vor der Urlaubskulisse gibt es keine einfachere Möglichkeit.

Die Firma Toshiba aus Japan hatte vor langer Zeit die Idee, den Chip einer billigen Digitalkamera in ein Mobiltelefon einzubauen. Wozu das gut sein soll, konnte keiner wirklich sagen, doch das Modell Toshiba Camesse läutete 1999 den Fotohandy-Boom ein.

Spätestens, seit sich Handys zu Smartphones weiterentwickelt haben, sind Kameras in wirklich jedem Modell verbaut. Mit der Entwicklung immer besserer Kameras im Smartphone sind viele Menschen auf den Geschmack gekommen, sich eingehender mit Fotografie zu beschäftigen.

Vom Selfie und Gruppenfoto mit dem Smartphone geht die Entwicklung zu einer vernünftigen Digitalkamera – und spätestens dann kommen auch Ausrüstungsgegenstände dazu, die aus der Freizeitknipserei eine regelrechte Wissenschaft machen: externer Blitz, Objektive, Filter und natürlich das Stativ. Für die klassischen Hersteller von Spiegelreflexkamera, Kompaktkamera und dem Zubehör ist die Entwicklung ein Segen.

1.2. Vor- und Nachteile von Stativen

Die Vor- und Nachteile von Stativen im Vergleich sehen Sie hier:

  • Ruhe, Sicherheit und Stabilität für die teure Kamera
  • Niedriges Gewicht, da oft aus Carbon oder Aluminium gefertigt
  • Individuelle Einstellmöglichkeiten
  • Auch auf unebenem Untergrund ohne Wackeln
  • Halterung nahezu für alle Kameras passend
  • Erfordert zusätzliche Stativtasche oder Platz in der Fototasche

2. Verschiedene Stative kurz vorgestellt

2.1. Klemmstativ

Klemmstative sind für leichte Kameras, die unkompliziert und schnell irgendwo fixiert werden sollen. Tischkanten oder Möbel, aber auch Zäune und Straßenschilder sind die Heimat von Klemmstativen.

Das Stativ wird entweder mit einer Rändelschraube oder mit einer Klammer befestigt. Es hat üblicherweise Gelenke, sodass die Kamera in jedem Fall in Position gebracht werden kann – ganz gleich, ob die Klemme jetzt an der Waagerechten oder Senkrechten befestigt ist. Klemmstative sind damit auch für Makro- und Dokumentenfotografie geeignet.

2.2. Einbeinstativ

Das Einbeinstativ steht nicht von selbst, sondern sitzt mit einem Fuß auf dem Boden auf – es wird also immer mit einer Hand festgehalten. Dies genügt aber häufig schon, um die Kamera für eine Langzeitbelichtung zu fixieren. Einbeinstative haben den Vorteil, dass sie auf ein sehr kleines Packmaß zusammengeschoben werden können, und obendrein ein sehr geringes Gewicht haben.

2.3. Dreibeinstativ

Das Dreibeinstativ ist das eigentliche Stativ, das man sich vorstellt, wenn man an ein solches denkt. Das Dreibeinstativ hat – wie der Name schon sagt – drei ausfahrbare Beine, wodurch immer ein sicherer Stand entsteht. Dank der Teleskopbeine kann das Stativ auch auf Schrägen und anderen unebenen Untergründen senkrecht positioniert werden.

Dreibeine sind als schwere Ausführung aus Eisen erhältlich, genauso wie als einfache Ausführung aus Kunststoff. Hochwertige Stative sind gewöhnlich aus Aluminium oder Carbon, damit eine ordentliche Verarbeitung bei gleichzeitig sehr geringem Gewicht möglich ist.

3. Einsatzorte für das Fotostativ

3.1. Fotos der ganzen Gruppe

Ein Gruppenfoto braucht immer einen ausgewiesenen Fotografen – oder ein Stativ, eine Kamera und einen Selbstauslöser bzw. Fernauslöser.

3.2. Stimmungsbilder im Sonnenuntergang

Manche Situationen profitieren nicht davon, per Fotoblitz aufgehellt zu werden. Dann muss der Fotosensor manchmal mehrere Sekunden lang belichtet werden. Nur mit einem Tripod-Stativ steht die Kamera so ruhig, dass dabei keine Verwackler entstehen.

Stativ für draußen: Gut ausgestattete Stative verfügen im Zentrum unter der Mittelsäule über einen Haken, an dem man Gewichte – etwa die eigene Fototasche – anhängen kann, um das Stativ bei Wind oder Brandung zu stabilisieren.

3.3. Scheue Tierwelt

kamerastativ kugelkopf
Ein Kugelkopf bringt die Kamera in die richtige Position – zum Beispiel mit dem Objektiv auf den Fuchsbau gerichtet.

Wilde Tiere scheuen den Menschen. Ein kleines Stativ erlaubt, die Kamera nahe am Motiv zu halten, während der Mensch selbst in einiger Entfernung den Auslöser betätigt.

4. Bekannte Marken und Hersteller

Diese Marken sind bekannte Stativ-Hersteller:

  • Canon Stativ
  • Dörr
  • Gitzo
  • Hama
  • Induro
  • Stativ Manfrotto
  • Nikon Stativ
  • Stativ Rollei

Die verschiedenen Arten und Typen von Stativen haben wir für Sie in einer Tabelle zusammengefasst:

Typ/Kategorie Abbildung / Beispiel Beschreibung
Standardstativ Hama Stativ Action 165 3D
Standardstativ
Passend für die Mehrzahl der heute erhältlichen Kameras

Anschluss Schraube ¼ Zoll Stativgewinde

Stativ mit Kugelkopf Heosyn Stativ für die Kamera Canon EOS 1300 d und andere Kameras
Stativ mit Kugelkopf
Flexible Handhabung dank Stativkopf

Solide Ausführung

Einbeinstativ Hama Leichtes Einbeinstativ mit 3-Wege-Kopf
Einbeinstativ
Passt in jede Fototasche

Flexible Kamerabefestigung

Selfie Stick APEMAN Selfie Stick – Stativ für iPhone und andere Handys
Selfie Stick
Einfachste Möglichkeit für Selbstauslöser

Fernauslöser via Bluetooth

Dreibeinstativ für Smartphones Everesta 42 Zoll Handy Stativ
Dreibeinstativ für Smartphones
Flexible Halterung für Smartphones

Fernauslöser via Bluetooth

Gorilla-Stativ Joby Hybrid Gorillapod flexibles Stativ
Gorilla-Stativ
Sicherer Stand auf unebenem Untergrund

In Sekunden aufgebaut und fixiert

Kein Stativ für DSLR, nicht für schwere Kameras

Besonders leichtes Fotostativ Tairoad tragbares Kompakt-Kamera-Stativ für Sony Alpha 6000 und andere
Besonders leichtes Fotostativ
Leichte Konstruktion aus Aluminium

Faltbar auf kleinste Abmessungen

Stativ für GoPro Smatree Stativ für GoPro
Stativ für GoPro
Für Action- und Unterwasser-Fotografie

Stativgewinde ¼ Zoll für GoPro und andere Kameras

Stativ für Overhead-Fotografie DÖRR Reprostand Set H75
Stativ für Overhead-Fotografie
Speziell für Dokumenten-Fotografie

Montage für Kameras mit Objektiv nach unten

Spezielle Beleuchtung inklusive

5. Stative im Test bei Stiftung Warentest und Co.

Die Stiftung Warentest hat keinen aktuellen Stativ-Test. Wir weisen Sie daher auf andere nützliche Tests rum um das Thema Kamera hin. So gab es bei Chip einen Stativ-Test. Stativ-Vergleichssieger wurde das Benro Maxch3 TMA28AHD2. Der Erstplatzierte überzeugte mit Belastbarkeit, Ausstattung und Ergonomie.

6. Fragen, die oft gestellt werden

6.1. Stativ – was soll man beachten?

Der häufigste Fehler beim Kauf eines Stativs ist die fehlende Stabilität. Als Neuling beginnt man vielleicht mit einer kompakten Kamera, mit dem wachsenden Interesse kommen dann schwerere Apparate, vor allem aber Objektive dazu.

Unter der Last können die Teleskopbeine einfahren und im schlimmsten Fall das Stativ mit Kamera umkippen – mit den teuren Folgen, die das für die Kamera naturgemäß hat. Daher sollte man gleich zu Beginn auf die passende Stabilität achten. Nächster wichtiger Punkt ist das Stativgewinde. Quasi-Standard ist ein ¼-Zoll-Gewinde. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kamera nicht eine der seltenen Ausnahmen dieser Regel ist.

Nehmen Sie Ihre Ausrüstung oft im Rucksack mit auf Wanderungen – oder ins Handgepäck im Flieger? Dann spielen Gewicht und Packmaß eine wichtige Rolle, deshalb sollten Sie auch diesen Aspekt im Auge behalten.

6.2. Welches Stativ benötige ich, um Overhead-Aufnahmen zu machen?

Overhead-Aufnahmen werden gefertigt, um Dokumente oder Buchseiten zu fotografieren. Dabei geht es nicht nur darum, den Inhalt festzuhalten – dies kann auch jedes Smartphone mit einer Scanner-App. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf dem Erhalt des Charakters.

Es mögen Seiten einer jahrhundertealten Bibel oder handschriftliche Verträge aus dem vorletzten Jahrhundert sein: Hier soll das Dokument möglichst einem Faksimile gleich festgehalten werden, wozu eine lange Belichtungszeit bei natürlichem Licht die beste Methode ist.

Overhead-Stative halten die Kamera sicher und ruhig in der Position, um von oben nach unten zu fotografieren.

6.3. Wie befestige ich meine Kamera am besten auf dem Stativ?

kamerastativ winkel
Ausgeklügelte Stativsysteme verfügen über einen montierbaren Winkel an der Mittelsäule, der die Kamera in die Overhead-Position bringt.

Die übliche Art und Weise, die Kamera zu befestigen, ist das Stativgewinde. Dies wird in die vorgesehene Bohrung an der Kamera eingeschraubt, und fertig. Es gibt aber auch Adapterplatten mit Schnellverschlüssen, diese sind sinnvoll für Fotografen, die schnell mal die Kamera auf dem Stativ gegen eine andere auswechseln wollen.

6.4. Gibt es die sogenannten Gorilla-Stative nur für große DSLR-Kameras?

Im Gegenteil. Gorilla-Stative sind exzellent geeignet für ganz unzugängliche Oberflächen, zum Beispiel auf Felsvorsprüngen oder auf den Haltestangen eines Treppengeländers. Mit dieser Flexibilität geht aber auch eine gewisse fehlende Stabilität einher. Deshalb sollte das Gorilla-Stativ nur für relativ leichtgewichtige Kameras verwendet werden.

Gleichwohl ist zu bedenken, dass das Gorilla-Stativ keine hundertprozentige Sicherheit bietet. Daher sollte man sich gut überlegen, ob man eine teure Kamera darauf montieren möchte.

Sehen Sie sich das Bild in unserer Tabelle an, damit Sie eine Vorstellung von Gorilla-Stativen erhalten.

6.5. Welches Stativ für Landschaftsfotografie?

Bei der Landschaftsfotografie hat man selten einen festen Untergrund. Das Stativ sollte also entsprechende Einstellmöglichkeiten besitzen. Zweitens ist eine stabile Ausführung des Stativs unumgänglich. Insbesondere bei Landschaftsaufnahmen, bei denen häufig schwere Teleobjektive zum Einsatz kommen, ist es eminent wichtig, dass das Stativ die nötige solide Bauweise hat.

Eine breitbeinige Standfestigkeit ist überdies wichtig, damit das Stativ nicht von plötzlich aufkommendem Wind umgeblasen wird. Schließlich sollte das Stativ wetterfest sein, denn auch Regen oder Spritzwasser von Bächen und Flüssen sind bei Landschaftsaufnahmen nicht sonderlich überraschend.

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