UV-Filter Test 2020

Die besten UV-Filter im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • UV-Filter blockieren ultraviolettes Licht, das für Menschen unsichtbar ist, auf das Filme und Sensoren aber reagieren.
  • UV-Filter sind bei modernen Kameraobjektiven nicht immer nötig, werden aber gerne zum Schutz der Objektivlinse eingesetzt.
  • Beim Kauf sollten Sie am besten auf mindestens einfach vergütete UV-Filter zurückgreifen, die die Bildqualität nicht beeinträchtigen.

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UV-Filter für Kameras gibt es seit Langem und waren aus der analogen Fotografie lange Zeit kaum wegzudenken. Ultraviolettes Licht, das für das menschliche Auge unsichtbar ist, beeinflusst die Fotos, da die Filme für diese Lichtfrequenz empfindlich sind. Die Folge können unter anderem verschwommene Aufnahmen sein.

Mit modernen Digitalkameras und Objektiven hat sich diese Problematik weitgehend erledigt, dennoch möchten viele Fotografen nicht auf den Filter verzichten. Wie der Filter funktioniert, warum er auch heute für manche noch seine Berechtigung hat und worauf Sie beim Kauf eines UV-Filters achten sollten, erklären wir Ihnen im Folgenden.

1. UV-Filter – Von der notwendigen Ausstattung zum Schutzfilter

Über UV-Filter wird unter Fotografen und Fotografinnen viel gestritten: Während die einen ihn für verzichtbar und sogar schädlich für die Bildqualität halten, möchten andere wiederum nicht ohne den Objektivfilter auf die Straße gehen.

Technisch gesehen sind UV-Filter tatsächlich kaum mehr nötig, als Schutz vor Schmutz kann der Filter aber dennoch gute Dienste erweisen. Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, erklären wir Ihnen nachfolgend, was ein UV-Filter bringt, welchen UV-Filter-Test es gibt und wie er am besten angewendet wird.

1.1. Was ist ein UV-Filter?

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UV-Filter mit einem Ultraviolett-Schutz.

Dass das Sonnenlicht auch UV-Licht ausstrahlt, ist uns allen wohlbekannt. Bei längeren Aufenthalten im Freien benötigen wir eine Sonnencreme mit UV-Filter, um die in Übermaßen schädlichen ultravioletten Strahlen von der Haut fernzuhalten. Diese Lichtstrahlen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar.

Neben unserer Haut sind auch Filme und Sensoren für dieses Licht sensibel, was früher zu Problemen in der Fotografie geführt hat – zu sogenannten chromatischen Aberrationen.

Ohne UV-Filter nahm das blaulastige Streulicht auf Fotos schnell überhand und verlieh den Fotografien einen leichten Blaustich. Ein UV-Filter absorbiert die UV-Strahlen und sorgt für mehr Kontraste und Schärfe auf den Bildern.

Heutzutage sind in der Fotografie UV-Filter allerdings nicht mehr in jedem Fall nötig, aus mehreren Gründen.

  • Zum einen filtern die mehrglasigen Objektive moderner DSLR-Kameras das UV-Licht ohnehin heraus.
  • Zum anderen sind auch die digitalen Bildsensoren mittlerweile so konstruiert, dass sie das UV-Licht automatisch absorbieren und es nicht mehr zu Bildproblemen kommt.

Im Fotografie-Alltag kann der UV-Filter dennoch nützlich sein, weswegen die meisten Hersteller von Kamera-Zubehör UV-Filter auch 2020 nach wie vor im Sortiment haben.

1.2. Die Anwendung: Wann am besten einen UV-Filter benutzen

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Ein zerbrochener UV-Filter lässt sich leichter ersetzen als ein teures Objektiv.

Ein UV-Filter ist grundsätzlich in zwei Fällen notwendig:

  • Wenn Sie eine einfache oder sehr alte Kamera verwenden, deren Objektiv kein UV-Licht absorbieren kann.
  • Wenn Sie für Ihre Kamera den UV-Filter als Schutz-Filter verwenden möchten.

Heutzutage überwiegt der letzte Fall – UV-Filter werden von vielen Fotografen und Fotografinnen als Schutz eingesetzt, um das wertvolle Objektiv zu schützen. Kamerafilter sind günstiger zu ersetzen als eine Reparatur des Objektivs.

Nicht nur gegen herkömmliches Wasser (man denke an UV-Filter unter Wasser oder UV-Filter für das Aquarium), Steine oder Sand, sondern auch zum Schutz gegen aggressives Meerwasser wird der Objektivfilter gerne verwendet. Für viele eignet sich dafür ein UV-Filter am besten.

Sehen Sie hier die Vor- und Nachteile von UV-Filtern:

  • mehr Kontrast und Schärfe
  • Farbfehler werden vermieden
  • schützt das Objektiv
  • schluckt Licht
  • bei modernen Objektiven und Kameras nicht mehr nötig

Hinweis: Um bei Weitwinkelobjektiven Vignettierungen (Abdunklungen an den Bildrändern) zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass es sich um spezielle Filter für Weitwinkelobjektive handelt, die unerwünschte optische Effekte auf den Bildern auf ein Minimum reduzieren. Diese entstehen durch das zusätzliche Glas. Die UV-Filter dieser Kategorie fallen besonders dünn aus und werden als Slim-Filter verkauft.

2. Kaufberatung 2020 – die wichtigsten Kriterien für den besten UV-Filter

Auf dem Markt finden Sie eine große Vielzahl an UV-Filtern, die sich im Preis deutlich unterscheiden. Was den Unterschied jeweils ausmacht, erklären wir Ihnen im Folgenden. Wichtig in jedem Fall: Je nachdem, wofür Sie den UV-Filter verwenden möchten – ob als Schutz für das Objektiv oder um das UV-Licht bei einer älteren Kamera herauszufiltern –, sollten Sie auf folgende Dinge achten.

2.1. Größe

UV-Filter gibt es für fast jede Objektivgröße. Sie werden UV-Filter für 52-mm-Objektive und 67-mm-Objektive finden. Auch gibt es UV-Filter für 77-mm- oder 92-mm-Objektive. Achten Sie in jedem Fall auf die richtige Gewindegröße.

Wenn Sie einen Filter mit einer anderen Gewindegröße verwenden möchten, können Sie auch einen Adapterring kaufen, um etwa einen 62-mm-UV-Filter mit 58-mm-Objektiven zu verwenden. So können Sie den Filter auf verschiedenen Objektiven nutzen.

2.2. Vergütung

Mithilfe einer Vergütung, oder einfacher gesagt, einer Antireflexbeschichtung werden Reflexionen durch das Glas verhindert – es kommt mehr Licht durch das Glas. Das ist für die Qualität des Bildes von großer Bedeutung.

In der nachfolgenden Aufstellung erklären wir Ihnen die unterschiedlichen Vergütungen der UV-Filter im Vergleich.

Art der Vergütung / Typ Merkmale
Unvergütet
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Unvergütete UV-Filter sind günstig und einfachster Qualität.
Allerdings kann es bei unvergüteten Gläsern zu unerwünschten Lichtreflexen kommen.
Außerdem „schluckt“ der Filter Licht, was zu Qualitätseinbußen im Bild führt.
Einfach vergütet
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Ein Glas mit einfacher Vergütung verhindert zumindest die stärksten Reflektionen und lässt mehr Licht durch das Glas als unvergütete Filter.
Abhängig von der Qualität der Vergütung ist hier bereits ein deutlicher Unterschied zum unvergüten Glas bemerkbar.
Eine einfache Vergütung ist bei praktisch jedem Filter mittlerweile Standard.
Mehrfach vergütet
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Mehrfach vergütete Filter sind für verschiedene Wellenlängen durchlässig und beeinträchtigen damit die Bildqualität praktisch nicht mehr.
Wichtig ist bei Kamerafiltern auch, dass das Glas nicht nur nach außen hin vergütet ist, sondern auch das von den Objektivgläsern selbst reflektierte Licht ungehindert durchlässt.
Preislich sind diese UV-Filter höher angesiedelt.
Hinweis: An dem Hinweis „MC“ (multi-coated) erkennen Sie mehrfach vergütete Filter.

2.3. Antischmutzschicht

Extragehärtetes Glas sorgt für eine größere Schutzwirkung, sodass das Objektiv auch geschützt ist, wenn Ihnen ein Steinchen oder Sand darauf gelangen sollte. Eine Nano-Schicht verleiht dem UV-Filter wie eine zusätzliche Filterfolie eine öl- und wasserabweisende Wirkung. Filter mit einer solchen Beschichtung haben beispielsweise die Anbieter b+w, Hoya oder K&F Concept im Angebot.

2.4. Frontgewinde

Wenn Sie auf den UV-Filter einen weiteren Filter oder eine Streulichtblende aufschrauben möchten, achten Sie darauf, dass Sie einen UV-Filter kaufen, der über ein Frontgewinde verfügt. Damit können Sie den UV-Filter die meiste Zeit einfach auf dem Objektiv belassen und andere Filter darüber anbringen.

2.5. Hersteller von UV-Filtern für Kameras

UV-Filter im Test

Die Stiftung Warentest hat sich bislang nicht ausführlich mit UV-Filter-Tests beschäftigt, ein umfassender Vergleich mit UV-Filter-Vergleichssieger steht daher von dieser Seite noch aus. In einem Beitrag über verschiedene DSLR-Filter (Filter für Spiegelreflexkameras) finden Sie auch eine kurze Erklärung des UV-Filters.

Fast alle Hersteller von Fotozubehör haben auch mindestens ein Modell von UV-Filtern für die meisten Objektivgrößen im Angebot. Zu den bekanntesten Produzenten von Kamerafiltern gehören Hoya und b+w, die jeweils sehr hochwertige Filter herstellen.

Weitere Anbieter sind Tamron, Walimex, K&F Concept sowie die Marke Hama. Auch Amazon bietet eine eigene UV-Filter-Produktreihe an. Verwenden können Sie die UV-Filter-Typen auf Canon EOS ebenso wie auf Nikon-Kameras.

3. Die wichtigsten Fragen im Überblick

3.1. Welcher UV-Filter passt auf mein Objektiv?

Achten Sie beim Kauf eines UV-Filters für Spiegelreflexkameras auf die passende Gewindegröße. Ein UV-Filter für 67 mm sollte z. B. für ein ebenso großes Objektiv gekauft werden. Ansonsten können Sie auch einen Adapter kaufen.

3.2. Ist ein UV-Filter auch für Schwarz-weiß-Fotografie sinnvoll?

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UV-Licht ist auch in der Schwarz-weiß-Fotografie relevant.

Für Schwarz-weiß-Aufnahmen gilt das Gleiche wie für Farbfotografien: Moderne Objektive haben mit dem UV-Licht keine nennenswerten Probleme mehr. Lediglich dann, wenn es sich um sehr alte Linsen handelt, kann ein UV-Filter für Kameras tatsächlich nötig sein.

Als Schutz kann ein hochwertig vergüteter UV-Filter dagegen auch bei Schwarz-weiß-Aufnahmen von Nutzen sein.

3.3. Lohnt sich ein UV-Filter als Objektivschutz?

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Auch Gegenlichtblenden können als Objektivschutz eingesetzt werden.

Ja und nein. Bei dieser Frage ist man sich nicht einig. Während es Gegner des UV-Filters gibt, die darauf verweisen, dass moderne und hochwertige Objektive sehr widerstandsfähig sind, nutzen viele diese Art von Filtern als Schutz für ihre Objektive.

Aus diesem Grund sind viele UV-Filter kratzfest und wasserabweisend. Alternativ können Sie auch einen leichten ND-Filter zum Schutz verwenden, der aber der Aufnahme Licht nimmt. Gegenlichtblenden bieten ebenfalls einen mechanischen Schutz für das Objektiv.

3.4. Was ist ein Polfilter?

Anders als ein UV-Filter kann ein Polfilter (auf Englisch auch „polarizer filter” oder CPL-Filter genannt) Lichtwellen unterschiedlicher Winkel herausfiltern. Er wird daher besonders dann eingesetzt, wenn es gilt, ungewünschte Reflexionen zu entfernen. Besonders in der Landschaftsfotografie ist dieser von großem Nutzen. Er ersetzt übrigens auch den UV-Filter.

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