Barebone Test 2017

Die besten Barebones im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Barebone ist eine Art abgespeckter Mini-PC, welcher häufig ohne Arbeitsspeicher und Festplatte, manchmal sogar ohne Prozessor ausgeliefert werden kann.
  • Ein solches Gerät ist im Grunde genommen auf Mainboard, Grafikkarte und meist auch Prozessor reduziert, die in einem möglichst platzsparenden Gehäuse verbaut werden. Es obliegt dem User, sein Modell individuell mit weiteren Hard-und Softwarekomponenten zusammenzustellen. Der für jeden Zweck persönlich beste Barebone kann so ideal auf die persönlichen Präferenzen abgestimmt werden.
  • Bei einem Barebone benötigen Sie nicht zwangsläufig umfassende Erfahrungen im Auseinander- und Zusammenbauen eines Computers und seiner Komponenten. Basiswissen bezüglich des Aufbaus eines Computers genügt bereits für eine Aufrüstung des Barebones zu einem herkömmlichen Desktop-PC.

Barebone Test

Dass Desktop PCs in dem einen oder anderen Barebone-Test so unterschiedliche Ausstattungsmerkmale vorweisen, liegt in erster Linie an den verschiedenen Verwendungszwecken. So kann ein Rechner, der hauptsächlich für die Nutzung im Büro konzipiert worden ist, meist nicht ohne weitreichende komplizierte Umbauten in einen Gaming-PC verwandelt werden, da wichtige Hardware-Komponenten fest eingebaut wurden und nicht beliebig getauscht werden können. Einen Barebone günstig (im Vergleich zu einem fertigen Desktop-PC) anzuschaffen, bietet sich für all Jene an, die sich ihren Computer auf ihre Bedürfnisse individuell zuschneiden möchten, entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt. Festplatte, Arbeitsspeicher und andere Komponenten müssen dann dem „Computer-Rohling“ hinzugefügt werden.

In unserem Barebone-Vergleich 2017 möchten wir Ihnen mit einer Art Kaufberatung die Möglichkeiten näherbringen, nach welchen Kriterien Sie Ihren gewissermaßen persönlichen Barebone-Vergleichssieger für jedweden Zweck auf- und umrüsten können.

1.Der Begriff „Barebone“

Den Begriff Barebone sinngemäß in diesem Kontext zu übersetzen, fällt vielen Menschen freilich nicht ganz leicht. „Blanker Knochen“ wäre zwar die korrekte wörtliche Übersetzung für das aus dem Englischen stammenden Wort „Barebone“, allerdings hat ein Knochen mit einem solchen Gerät natürlich nicht sehr viel zu tun. Die martialisch anmutende Bezeichnung „blanker Knochen“ soll lediglich sinnbildlich den Umstand darstellen, dass es sich bei einem solchen Gerät tatsächlich nur um ein Grundgerüst ohne jedes Extra handelt. Man könnte mit ein wenig Ironie fast von einer Art Kassengestell reden. Der reine Barebone ist also recht spartanisch ausgerüstet und nur auf die wesentlichen Bauteile reduziert. Jedes weitere Teil wird dann vom User gemäß seinen Bedürfnissen, Vorlieben und dem künftigen Nutzungszweck des Barebones selbst hinzugefügt. Das macht ein solches Gerät wegen seiner Flexibilität bei vielen Menschen so beliebt. Viel mehr als ein Motherboard und ein Gehäuse sind oftmals nicht im Lieferumfang enthalten. Besonders dem Motherboard kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, da auf ihm viele weitere Hardware-Komponenten verbaut werden können und müssen. Arbeitsspeicher, Software-Chips, Prozessorsockel, diverse Peripherie-Anschlüsse, W-LAN-Modul, Erweiterungssteckplätze für Karten aller Art und vieles mehr finden hier ihren Platz.

Die Bestandteile eines Barebones sind meist lediglich Mainboard, Netzteil und Gehäuse. Festplatte, RAM oder ähnliche Komponenten, die Sie von Ihren Desktop-PCs gewohnt sind, suchen Sie hier für gewöhnlich vergeblich. In einigen Fällen wird sogar gänzlich auf einen Prozessor verzichtet. Dieser sollte dann nach den eigenen Bedürfnissen ausgesucht und nachgerüstet werden. Auch hier sei einmal mehr deutlich darauf hingewiesen, dass Sie sich im Klaren darüber sein sollten, wofür Sie Ihr Gerät in Zukunft nutzen wollen. Obwohl der Hauptprozessor Unterstützung durch andere in Sound-und Grafikkarte verbauten Prozessoren erfährt, ist er permanent am Arbeiten. Mit diesem Hauptprozessor steht und fällt zudem die Reaktionsschnelligkeit und die Leistung des PCs. Für die Aufrüstung eines Barebones zu einem Gaming-PC fällt die Wahl oft auf einen Quadcore-Prozessor (vier Kerne).

Barebone Mainboard Hauptbestandteil

Bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Programme rechnet der Prozessor umso schneller, je mehr Rechen-Kerne verbaut worden sind. PC-Spiele benötigen sehr leistungsfähige Hardware und können teilweise nur noch durch Prozessoren mit mehreren Kernen gespielt werden. Darüber hinaus ist eine High-End-Grafikkarte ebenso eine wichtige Voraussetzung für solche Anforderungen. Für die Ansprüche des Otto-Normal-Verbrauchers allerdings, die oft kaum übers Surfen im Internet und dem Bearbeiten von Dokumenten hinausgehen, reicht zumeist ein vergleichsweise simpler Prozessor aus. Zur Bearbeitung von Videos und Bildern jedoch ist ein leistungsstärkerer Prozessor mit vier Kernen anzuraten.

Wenn ein Nutzer einen Barebone kaufen möchte, liegt das oftmals daran, dass er seinen alten PC, ob Desktop oder Laptop, ersetzen will, ohne mehr Raum zur Verfügung stellen zu müssen. Die Typen aus einem herkömmlichen Barebone-Vergleich weisen zwar unterschiedliche Abmessungen auf, sind aber trotzdem nach wie vor mit einem Mini-PC zu vergleichen. In manchen Fällen ist das Gehäuse kaum größer als eine Hand. Ein weiteres Einsatzgebiet eines Barebones ist neben Office- oder Gaming-Anwendungen oftmals das heimische Wohnzimmer. Hier erfüllt dieser den Zweck einer Multimedia-Schaltzentrale. Einige Hersteller haben bereits reagiert und ihre Modelle mit einem passiven Kühlsystem zugunsten einer Geräuschminimierung, den Abmessungen einer TV-Box und optimiertem Energieverbrauch an die neue Verwendung angepasst.

  • Aufrüstung nach eigenen Bedürfnissen
  • Hohe Flexibilität
  • Nur die wesentlichen Komponenten verbaut
  • Auch als Multimedia-Center im Wohnzimmer verwendbar
  • Erweiterte Kenntnisse im Hardware-Bereich nötig
  • Keine Systemsoftware

2. Die verschiedenen Barebone-Typen

Verschiedene Nutzungsarten erfordern unterschiedliche Hardware. Die Kategorie bestimmt die Aufrüstung. Die nachfolgende Tabelle soll Ihnen aufzeigen, welche Hardwarekomponenten für welchen Verwendungszweck geeignet oder gar Voraussetzung sind. Diese Auflistung basiert auf den Ergebnissen, die der eine oder andere Barebone-Test von verschiedenen Quellen ergeben hat.

Verwendungszweck Aufrüstung
Gaming-PC

Gaming-PC

Zur Erweiterung auf einen Gaming-PC ist eine austauschbare Grafikkarte unabdingbar. Die sogenannten Onboard-Grafikkarten, die bereits verbauten also, reichen für eine Verwendung in diesem Bereich meist nicht aus. Zudem sollte hier ein leistungsfähiger Mehrkern-Prozessor mit hoher Taktfrequenz verwendet werden, um eine ruckelfreie Darstellung bei aufwendigen Spielen gewährleisten zu können. Im Bereich des Arbeitsspeichers wird oft ein DDR-4 mit wenigstens 16 GB RAM empfohlen. Die Möglichkeiten, die diverse Anschlüsse und eine Bluetooth-Unterstützung bieten, sind dann von Relevanz, wenn ein Joystick, eine Gaming-Maus, eine spezielle Tastatur, ein Headset oder ein Controller verwendet werden soll. Prozessor sowie Anschlüsse sollten eine Bildqualität von 4K gewährleisten können. Ein Barebone bietet sich aufgrund seiner permanenten Aufrüstungsmöglichkeiten speziell für Gamer an, da gerade in diesem Bereich die Anforderungen schnell steigen.
Office-PC

Office-PC

Bei einer Verwendung als Office-PC ist keine komplizierte Nachrüstung nötig, da die Anwendungen hier dem Prozessor und der Grafikkarte meist keine Höchstleistungen abverlangen. Ein gutes Arbeitstempo ist für Anwendungen wie Excel, Word und ähnliche Software das Hauptkriterium. Darüber hinaus sollte auch auf eine gemäßigte Wärme- und Geräuschentwicklung geachtet werden, da viele Rechner, die für Büro-Anwendungen konzipiert sind, meist sehr lange am Stück laufen. Insbesondere in Großraumbüros ist auch der Platz ein nicht zu unterschätzender Faktor, weshalb besonders in diesem Bereich oftmals auf platzsparende Barebones zurückgegriffen wird. Ein Zweikern-Prozessor ist für diese Ansprüche völlig ausreichend. Für grafisch anspruchsvollere Anwendungen ist allerdings schon ein Prozessor mit vier oder gar sechs Kernen empfohlen. Oftmals kann auch eine leistungsfähige Grafikkarte einem vergleichsweise schwachen Prozessor unterstützend unter die Arme greifen.
Multimedia-PC

Multimedia PC

Bei einem Einsatz im Wohnzimmer als Multimedia-Schaltzentrale greifen viele Nutzer zu einem Modell mit geringem Geräuschpegel, der oft durch einen speziellen Lüfter oder ein passives Kühlsystem erreicht wird. Ob Smart-TV, Spielekonsole, Festplattenrecorder oder Hifi-Anlage: Der Barebone als Multimediaeinheit kann alles in allem sein. Für die Nutzung als TV haben viele Marken bereits Kartenslots für eine TV-Karte in ihren Geräten integriert, die meist neben der Grafikkarte zu finden sind. Ein USB-Steckplatz bietet zudem die Möglichkeit einer Nutzung eines DVB-T- oder TV-Sticks. Auch der gute alte DVD-Recorder hat ausgedient und kann durch die Festplatte, den Brenner und die TV-Karte eines Barebones ersetzt werden, die zudem zeitversetztes Fernsehen möglich macht.

Laufwerke für DVDs, Blu-Rays und CDs ermöglichen außerdem das Abspielen externer Medien. Der Barebone muss dafür aber natürlich über Ausgänge für Audio und Video verfügen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass mithilfe eines HDMI-Ausgangs oder eines Display-Ports Filme in High Definition (HD) über einen Fernseher, Monitor oder Beamer ausgegeben werden. Für den idealen Klanggenuss können die Signale über AUX- oder Cinchkabel mit einem AV-Receiver oder Surroundsystem wiedergegeben werden. Ein W-LAN-Modul ermöglicht sogar die kabellose Nutzung des Internets.

Desktop-PC

Desktop-PC

Bei einem Desktop-PC liegt der Fokus auf dem zuverlässigen Abarbeiten alltäglicher Aufgaben. Für die Anwendungen wie das Abrufen von E-Mails, dem Sortieren von Fotos und dem Surfen im Internet sind im Bereich des Prozessors und der Grafikkarte keine sehr hohen Investitionen notwendig. Hier kommt es eher auf die Vielfältigkeit der Anschlüsse an. Mehrere USB-, HDMI- und Karten-Steckplätze sind hier gefragt.

Eine Festplatte mit 500 GB Kapazität ist hierbei in den meisten Fällen ausreichend, auch wenn ein 1TB-Modell sicher keinen Schaden anrichten kann. Sollte der Bedarf auch diese Grenze überschreiten, so besteht immer noch die Möglichkeit der Nutzung einer externen Festplatte.

Ein Mini-PC kann für denjenigen eine Alternative sein, der einen PC mit guter Ausstattung im Multimedia- oder Office-Bereich sucht. Auch wenn man diese und die Barebone-Rechner kaum auseinanderhalten kann, machen hier die inneren Werte den Unterschied. Mini-PCs verfügen nämlich bereits über diverse Hardware-Komponenten und ein Betriebssystem.

3. Kaufberatung für Barebones: Darauf müssen Sie achten

3.1. Der Prozessor und sein Sockel

Sockel oder nicht?

Der eingebaute Sockel entscheidet, ob ein Prozessor verwendet werden kann. Jede Prozessor- Weiterentwicklung hat auch einen neuen Sockel mit sich gebracht. Ein Sockel für AMD-Prozessoren beispielsweise ist nicht mit Intel-Geräten kompatibel. Zudem werden durch den Sockel die Taktfrequenz und die Betriebsspannung bestimmt. Durch sockellose, fest integrierte Prozessoren wird ein kleineres Mainboard möglich, weshalb diese in Tablets und Mini-PCs verbaut werden. Die Prozessoren werden verlötet. Deshalb kann hier ein flacheres Motherboard verwendet werden, als in Typen mit einem Sockel.

Wie oben bereits erwähnt, ist nicht jeder Barebone-PC bereits mit einem Prozessor ausgestattet. Bei einer Nachrüstung stellt sich die Frage nach dem verbauten Prozessor-Sockel. Die Angaben des Herstellers zu studieren, kann hier bereits Aufschluss geben. Faustregel – schnelle Prozessoren für schnelle Computer. Nicht jeder Prozessor kann für jeden Verwendungszweck benutzt werden. Ein Gaming-PC bietet unter Umständen mit langsameren Prozessoren eine schlechtere Performance als ein Office-Rechner. Hier kommt es auf den Rechentakt an, der die Schritte pro Sekunde angibt, die das Gerät verarbeiten kann. Doch auch die Kernanzahl ist hierbei einer der entscheidenden Faktoren.

Während ein Dual-Core-Prozessor für einen Desktop-Rechner völlig ausreichend ist, sollte für anspruchsvollere Einsatzgebiete wie eine Multimedia- oder Businessnutzung ein Modell mit 4 Kernen verwendet werden. Sechs Kerne und mehr werden oftmals für das Spielen oder die Bearbeitung von Videos benutzt, wobei in der Gamerwelt zudem auch ein Einsatz einer Hochleistungs-Grafikkarte zum Standard geworden ist.

3.2. Gewicht

Die überaus überschaubaren Abmessungen eines Barebones prädestinieren es regelrecht für einen Einsatz als TV-Box im Wohnzimmer. Eine separate VESA-Halterung sorgt für eine Positionierung hinter dem TV oder einem Monitor. Menschen, die durch viele Reisen oder regelmäßige Lan-Party-Teilnahmen ein portables Computersystem benötigen, sind mit einem Barebone bestens beraten, da diese (je nach Zubehör) kaum mehr als 3 kg auf die Waage bringen.

3.3. Arbeitsspeicher

Für einen soliden Arbeitsspeicher sollte der Barebone zumindest für DDR-3-Technik gewappnet sein. Wie einige Barebone-Tests ergeben haben, sollte der Takt zudem nicht unter 1000 MHz liegen. Höhere RAM-Ressourcen ergeben eine flüssige Bildwiedergabe und sind deshalb bei Gamern sehr beliebt. 4-8 GB reichen für eine durchschnittliche Nutzung aus, Spiele- und Multimediafans sollten dagegen lieber zu 16 GB greifen.

3.4. Externe Anschlüsse

Die Anschlussvariationen herkömmlicher Rechner unterscheiden sich kaum von denen eines Barebones und können ebenso gut ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Die meisten Barebones bieten mittlerweile HDMI-, LAN- und USB-Ports. Ein weiteres nützliches Feature ist die Möglichkeit, das Motherboard via Bluetooth mit zusätzlichen Geräten verbinden zu können (Nutzung als TV-Box).

Tipp: Sollten sich damit noch immer nicht ausreichend Anschlussmöglichkeiten ergeben, kann ein sogenannter Port-Replikator in Form einer Dockingstation Abhilfe schaffen, die insbesondere dann vorteilhaft ist, wenn viele Monitore an Office-PCs angeschlossen werden sollen.

Barebone externe Anschlüsse

3.5. Wichtige Hersteller und Marken

Eine ganze Reihe von Herstellern kann mittlerweile mit soliden bis sehr guten Barebones aufwarten. Acer, Asus oder Intel mit der dazugehörigen NUC-PC-Serie haben also ernsthafte Konkurrenz bekommen. Die 1983 in Taiwan gegründete Marke Shuttle beispielsweise produziert seit geraumer Zeit Motherboards, All-in-one- und Mini-PCs. Der Shuttle XPC zum Beispiel kann ohne große Umschweife konfiguriert werden und mit dem passenden Zubehör sind Erweiterungen kein Problem. Gigabyte-Barebones erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Einige andere namhafte Hersteller haben wir in der unteren Grafik einmal für Sie zusammengetragen.

  • Acer
  • Alternate
  • ASRock
  • ASUS
  • Clevo
  • Dell
  • Foxconn
  • Fujitsu
  • GigaByte
  • Hewlett-Packard
  • IBM
  • i-tec
  • Intel
  • Joy-IT
  • Lenovo
  • MIFcom
  • MSI
  • Shuttle
  • Supermicro
  • Terra
  • Zotac

4. Aufbau des Mainboards

Am Ende ist das eingebaute Motherboard entscheidend, wenn es darum geht, wie umfassend die Möglichkeiten zur Aufrüstung sind. Schließlich ist es die Aufgabe eben dieses Bauteils, alle Komponenten miteinander zu vernetzen und gewissermaßen im Hintergrund die Fäden zu ziehen. In Abhängigkeit vom Verwendungszweck kann das Mainboard mit mehr oder minder preisintensiven Komponenten ausgerüstet werden. RAM, TV- und Videokarte, Soundkarte, Netzwerkkarte, Prozessorkühler, Grafikkarte und Prozessor sind nur einige der möglichen Geräte, die für einen Einbau in Frage kommen. Nicht wenige Barebone-Typen verfügen bereits über integrierte Netzwerk- und Grafikkarten, was eine Erweiterung an der Hauptplatine ausschließt.

Zudem werden auch Komponenten wie DVD- und CD-Laufwerke, Festplatte und Brenner ebenso am Motherboard angeschlossen, wie Maus, Tastatur und Modem. Der Umfang der möglichen Erweiterung ist eng mit den Gegebenheiten auf dem Motherboard verknüpft. Externe Geräte werden an dem bekannten I/O- Schild (Anschlussblende) am linken oberen Ende der Hauptplatine eingesteckt. Bildschirm, Maus und Lautsprecher finden ihre Verbindung zu allen Komponenten über sogenannte Leiterbahnen, auch als BUS bekannt.

Barebone Mainboard

Der Aufbau des Mainboards gleicht sich für gewöhnlich in groben Zügen, auch wenn einige Komponenten unterschiedlich oft auf der Hauptplatine verbaut sind. Mikrochips, Spulen, Kondensatoren und Widerstände ermöglichen auf dem Motherboard, unabhängig von seiner Größe, den Anschluss weiterer Geräte. Im oberen Teil des Mainboards befindet sich für gewöhnlich der Prozessorsockel in mittiger Position. Auf der rechten Seite angrenzend dazu sind 2-4 Slots für das RAM verbaut. Darunter ist meist der Plastic Controller Hub (PCH) zu finden. Bei diesem handelt es sich um den Chip zur Koordination aller Komponenten am Motherboard, an deren rechter Seite die sogenannten SATA-Ports vorzufinden sind, an die normalerweise SSD-Speicher, optische Laufwerke und Festplatten angeschlossen sind. Auf der linken Seite der Platine befinden sich nun noch die PCI-Steckplätze, welche für die Verbindung mit Grafik-LAN- und Soundkarten verantwortlich sind.

Das Bios, eines der elementaren Bestandteile, finden Sie etwa in der Mitte der Motherboards. In diesem „liegt“ die Firmware Ihres PCs, in der die Treiber den entsprechenden Hardware-Komponenten zugeordnet werden. Die Stromversorgung des gesamten Systems wird durch Pin-Verbindungen gesichert, die sich am oberen Mainboard befinden. Für die adäquate Verteilung auf alle Mainboard-Bereiche ist ein Spannungswandler verantwortlich. Ein passives Kühlsystem sollte dann verwendet werden, wenn der Mini-PC ohne Lüfter betrieben werden soll. Ein solcher Lüfter kann, ebenso wie der Power-Knopf, die Lautsprecher, das Gehäuse und die Kontroll-LEDs über interne Anschlüsse integriert werden.

Weitere Infos zum Aufbau von Mainboards und alle in Frage kommenden Komponenten, sehen Sie in folgendem Clip:

5. Fragen und Antworten

5.1. Barebone Konfigurator? Was ist das?

Mittlerweile existieren jede Menge Shops im Netz, die sich auf den Verkauf einzelner PC-Komponenten spezialisiert haben. Ein Barebone-Konfigurator dient der idealen Abstimmung Ihres Gehäuses und Ihrem Mainboard. Hier können Sie die Zusammensetzung der benötigten Komponenten sehr gezielt auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Zunächst geht es darum, eine Art Grundsystem zu wählen, welches dann mit weiterer Hardware ausgestattet werden kann. Dieses System erlaubt einen gezielten Aufbau Ihres PCs gemäß den individuellen Wünschen. Ob Gehäusefarbe, MSI- oder Intel-Barebone oder die Wahl der Grafikkarte. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Der sogenannte Shuttle-Barebone ist wegen seinem umfangreichen Zubehör besonders beliebt, da hier eine noch detailliertere Zusammenstellung möglich ist, als bei anderen Modellen.

5.2. Barebone oder Mini-PC?

Mini PC
Mini-PC von Acer

Ob es sich bei einem Gerät um einen Mini-PC oder einen Barebone handelt, kann auf den ersten Blick nur schwer ausgemacht werden. Rein optisch ist hier nämlich nur ein geringfügiger Unterschied auszumachen. Das Ganze wird zudem durch den Umstand erschwert, dass es nicht wenige Hersteller gibt, die sowohl das eine als auch das andere anbieten. Ein Shuttle Mini-PC (Shuttle-XPC-Reihe) beinhaltet gegenüber einem Barebone wesentlich mehr Hardware-Komponenten. Doch auch bei einem Mini-PC können die zusätzlichen Karten, Slots, RAMs usw. aufgerüstet werden, sofern diese nicht bereits auf dem Mainboard integriert worden sind.

5.3. Was sagt die Stiftung Warentest?

Ein Test bezüglich verschiedener Barebones ist die renommierte Stiftung Warentest bisher leider noch schuldig geblieben. Aus diesem Grunde kann zumindest, wenn es um die Stiftung Warentest geht, kein Vergleichssieger im Bereich Barebones genannt werden. Aber möglicherweise tendieren Sie nach Lektüre der vorherigen Ausführungen ohnehin dazu, auf die Anschaffung eines Mini-PCs oder eines Barebones zu verzichten. In diesem Fall käme womöglich ein Notebook bzw. ein Laptop für Sie in Frage und der letzte Vergleich bzw. Tests dieser Art wären vielleicht in diesem Zusammenhang ebenfalls ein hilfreicher Ratgeber. Grundsätzlich zeigen Erfahrungsberichte jedoch, dass die Unterschiede zwischen den Herstellern keine signifikanten Größen darstellen und es letztlich darauf ankommt, für welchen Zweck Sie ein solches Gerät benutzen möchten. Die damit zusammenhängenden Anforderungen sind ebenso individuell, wie die möglichen Zusammenstellungen der einzelnen Komponenten, weshalb es in der Tat schwierig ist, allgemeingültige Aussagen zu treffen.

5.4. Gibt es einen Unterschied zwischen Shuttle PC und Barebone?

Zwar wird oftmals der Begriff Shuttle-PC auch für einen Barebone verwendet, allerdings ist dies ein Trugschluss und entspricht schlichtweg nicht der Wahrheit. Die Bezeichnung „Shuttle“ steht für einen in Taiwan ansässigen Hersteller, welcher sich zwar mit dem Produzieren von Barebone-PCs im Laufe der Jahre einen guten Namen gemacht hat, natürlich aber dennoch kein Copyright oder ähnliche Rechte an dem Begriff „Barebone“ innehat. In einem Punkt allerdings können Sie sich gewiss sein: Wenn Sie das Firmenlogo dieses taiwanesischen Konzerns vom Gehäuse Ihres Barebone-PCs anlächelt, sind Sie im Besitz eines mehr als soliden Gerätes mit mindestens ebenso solider Performance, wenn es um pure Leistung und eine künftige Aufrüstung geht. Dies verraten zumindest zahlreiche Erfahrungsberichte vieler User in einschlägigen Foren. Doch auch andere Produzenten wie MSI, Gigabyte oder Intel genießen in der Szene einen überaus guten Ruf.

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