Kompaktkamera Test 2018

Die besten Kompaktkameras im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Es liegt schon in der Bezeichnung: In der Kategorie Kompaktkamera ist Größe der entscheidende Faktor. Können bei kompakten Kameramaßen aber großartige Fotos herauskommen? Ja! Möglich machen dies: der Einbau großer Sensoren, die Bildbearbeitung durch Software schon in der Kamera und die stetige Verbesserung der Automatikfunktion.
  • Kompaktkameras trumpfen mit satten Farben, guter Schärfe und starken Zoom auf. Die Bildqualität von Spiegelreflexkameras dürfen Sie aber nicht erwarten. Die Größe der kleinen Kompakten gibt das (noch) nicht her. Das Smartphone übertrifft sie in Sachen Bildqualität aber.
  • Zum Ausprobieren für Einsteiger und Kinder gibt es Kompaktkameras schon unter 50 Euro. Für richtig gute Qualität in kompakter Form sollten Sie mindestens 200 Euro auf den Tresen legen.

Kompaktkamera Test
Wer anno dazumal große Bilder wollte, der musste auch eine große Kamera verwenden. Wobei „groß“ bei den ersten Fotoapparaten noch untertrieben ist. Zwischen den kiloschweren Kolossen von einst und den Kameras heute liegen Welten. Die Technologie wird immer kleiner – das gilt nicht nur für Rechner, sondern auch für die Bilder-schießenden Apparate.

Heutige Digitalkameras sind so klein und handlich, dass man einige von ihnen, nämlich die Kompaktkameras, mühelos mit sich führen kann – auch in Jacken-, Hosen- oder Hemdtasche. In puncto Qualität setzen sich die Hersteller von den Smartphones ab, die inzwischen in den digitalen Kameramarkt eingedrungen sind.

Ob schöne Schnappschüsse von unterwegs oder gute Landschafts- und Gruppenbilder: Die kleine Kompakte beweist in vielen Situationen ihre Stärken. Welche ist die beste Kompaktkamera für Sie? In unserer Kaufberatung finden Sie viele Kriterien und Tipps, damit Sie Ihre Wahl gut treffen können.

1. Was macht eine Kompaktkamera aus?

kleine kompaktkamera
Kompaktkameras passen in die Hosentasche.

An Kameras gibt es grundsätzlich die Arten Analog- und Digitalkamera. Bei beiden fällt Licht durch die Linse des Objektivs. Während analoge Fotoapparate einen zu belichtenden Film haben, weisen Digitalkameras stattdessen einen elektronischen lichtempfindlichen Sensor (digitaler Chip) auf.

Hier kommen jetzt die Pixel ins Spiel: Das sind Bildpunkte, die sich zu Millionen auf dem Bildsensor befinden. Der Bildprozessor, ein in der Kamera eingebauter Computer, errechnet die einzelnen Bildpunktwerte nach dem Lichteinfall und speichert sie.

Kleinere Macken bei der Aufnahme werden dabei – abhängig von Kameramodell und eingesetzter Software – umgehend vom Bildprozessor behoben. Dabei warten Kompaktkameras im Allgemeinen mit weniger Funktionen auf als Bridge- und Spiegelreflexkameras.

Der sparsamere Einsatz von Funktionen ist aber gut für den Geldbeutel: So ist digitale Technologie bei Fotoapparaten bereits für unter 100 Euro zu haben. Die Bezeichnung „kompakt“ bei Kameras bedeutet vor allem, dass diese kein Wechselobjektiv brauchen und klein genug für Jacken-, Hemd- oder Hosentasche sind. Für bekannte Modellreihen stehen etwa Nikon, Panasonic, Canon, Casio und Sony.

Kamera versichern?

Wenn man für eine gute Digitalkamera einen dreistelligen Eurobetrag zahlt, lohnt sich der Abschluss einer Kameraversicherung. Mit einer solchen sorgen Sie für mögliche Schadensfälle (inklusive Diebstahlschutz), die nicht unter die Garantie fallen, vor. Eine Kameraversicherung kostet Sie nur wenige Euro im Monat.

kompaktkamera2

2. Welche Kompaktkamera-Typen sind erhältlich?

Es gibt verschiedene Arten von Kameras mit kompakter Größe. Wir behandeln hier in unserer Kaufberatung ausschließlich die Kategorie Kompaktkamera für Anfänger. Technische Funktionsweisen beschreiben wir deshalb nicht, auch nicht Eigenschaften, mit denen allein Profikameras ausgestattet sind.

2.1. Kompakte Systemkamera

systemkamera
Auch bei Systemkameras lässt sich das Objektiv tauschen.

Systemkameras und Spiegelreflexkameras unterscheiden sich darin, dass die erstgenannte ohne Spiegel arbeitet und so kompakter und leichter konstruiert werden kann.

In puncto Technik und eingebaute Funktionen kann die Systemkamera der großen Schwester aber durchaus das Wasser reichen.

So können Sie bei der spiegellosen Systemkamera trotz ihrer kompakten Größe das Objektiv austauschen; mit Wechselobjektiven und Zubehör ist man hier für jede fotografische Aufgabe gerüstet.

Kurz und prägnant: Die Systemkamera ist handlich, dabei aber ausbaufähig.

Im folgende Video vergleicht Stiftung Warentest die System- mit der Spiegelreflexkamera:

2.2. Analoge Kompaktkamera

analoge kamera
Analoge Kameras benötigen einen Film.

Neben den digitalen Apparaten, die Sie im Kompaktkamera-Vergleich in der Regel finden, existieren auch analoge Kompaktkameras. Auch wenn manche diese schon abgeschrieben haben, hat die Analogkamera immer noch ihre Liebhaber – vor allem bei nostalgisch gesinnten Retro-Fans und fotografischen Profis. Das hängt mit ganz eigenen Reizen und Vorzügen zusammen. In folgender Gegenüberstellung zeigen wir Ihnen die Vorteile von digitalen Kompakten gegenüber analogen auf.

Vorteile einer digitalen gegenüber einer analogen Kompaktkamera

  • macht Fotos in Serie
  • ermöglicht es, von einem Motiv zig Aufnahmen zu machen und das beste Bild auszuwählen
  • macht es für den Nutzer einfach, Fotos am Computer zu bearbeiten
  • es braucht keine fotografischen Grundkenntnisse
  • ermöglicht durch WLAN das Senden von Aufnahmen an PC und Smartphone
  • lässt keine Kosten für Film und Entwicklung entstehen
  • macht es einfach, Duplikate von Bildern herzustellen
  • verhindert einen Lerneffekt beim Fotografieren in Bezug auf Verschlusszeit und Blende

2.3. Kompakte Unterwasserkamera

unterwasserkamera
Perfekt für den Badeurlaub: Unterwasserkameras.

Auch bei Ausflügen ans Wasser können Sie die Dienste einer digitalen Kompakten in Anspruch nehmen. So gibt es Kompaktkameras, die spritzwassergeschützt sind.

Mit waschechten kompakten Unterwasserkameras können Sie hingegen auf Tauchstation gehen – und das mehrere Meter tief. So können Sie schon für einen Schnorchel- oder kleinen Tauchgang eine Kompaktkamera günstig kaufen, die Sie bis zu drei Metern unter der Wasseroberfläche begleiten darf.

Eine andere Kompakte schafft zehn Meter Wassertiefe, kostet dafür aber auch einiges mehr. Mit richtigen Outdoor-Kameras können Sie sich sogar in 25 bis 50 Meter Wassertiefe vorwagen. Um Schnappschüsse Ihrer planschenden Kinder zu machen, sind preiswerte Einsteigermodelle oder wasserdichte Einwegkameras aber ausreichend.

2.4. Bridgekamera

bridgekamera
Bridgekameras sind Spiegelreflex- und Kompaktkamera in einem.

Eine Bridgekamera („bridge“ = englisch für „Brücke“) vereint Eigenschaften von Spiegelreflex- und Kompaktkamera. Und das in Bezug auf Ausstattung, Qualität und Funktionen. Sie wird auch „Prosumerkamera“ genannt. Denn sie ist ein Hybrid aus Modellen für Profi-Fotografen (Professional) und benutzerfreundlichen Kameras (Consumer).

Eine Bridgekamera bietet neben den bekannten Automatikfunktionen etliche Möglichkeiten, die Kamera manuell einzustellen. Außerdem hat dieser Typ relativ große Objektive, mit denen ein weiter Zoom möglich ist. Überhaupt: Sucher, Objektiv und Sensor können hier ziemlich groß sein. Es ist auch möglich, einen extra Blitz oder Sucher anzubringen.

3. Wichtige Kaufkriterien für Kompaktkameras

Was sollte Ihre neue Kompakte alles leisten können? Bei der Suche nach Ihrem persönlichen Kompaktkamera-Vergleichssieger haben Sie sicher schon einige Kaufkriterien ins Auge gefasst. Wir helfen Ihnen dabei weiter und erläutern wesentliche Aspekte, auf die es ankommt, wenn man eine Kompaktkamera kaufen möchte.

3.1. Größe

Nomen est omen, heißt es schon in der bekannten Redensart. Will heißen: Bei Kompaktkameras ist die Größe mit der entscheidende Faktor. Sie soll schließlich handlich mitzunehmen sein und etwa in die Hosentasche passen. Somit im Grunde auch keine größer als ein Päckchen Butter oder eine Schachtel Zigaretten.

Auch wenn es keinen festgelegten Standard für die kompakten Fotoapparate gibt: Ein Maß von 10 cm in der Breite, 6,5 cm in der Höhe und 4 cm in der Tiefe sollte keine überschreiten.

Es gibt sogar Digicams, die nur 9 cm breit, 6 cm hoch und 3 cm tief sind – kleiner also als manch ein Smartphone. So eine kleine Größe macht Kompaktkameras natürlich auch angenehm leicht. Mit nur 100 bis 300 Gramm Gewicht wiegen sie gerade mal soviel wie ein Apfel von mittlerer Größe oder ein Eisbergsalat.

3.2. Megapixel

Wie heißt es so schön? Weniger ist manchmal mehr. Bezogen auf Digitalkameras bedeutet das, dass eine größere Anzahl von Megapixeln nicht automatisch eine bessere Bildqualität mit sich bringt.

Der elektronische Sensor, der die gemachte Aufnahme verarbeitet und speichert, ist „Sitz“ für die vielen Pixel (Bildpunkte). Kleine Digicams sind meist platz- und geldsparend entwickelt (Die sehr guten digitalen Fotoapparate besitzen einen großen Sensor, was sich natürlich im Preis niederschlägt).

Während die Anzahl der Pixel in den vergangenen Jahren in die Höhe geklettert ist, ist der Sensor hingegen stets kleiner geworden.

Was für kleine Sensoren mit hohen Megapixelzahlen bedeutet: Für jeden einzelnen Bildpunkt auf dem Sensor gibt es weniger Platz, um Licht einzufangen. Das hat stärkeres Bildrauschen vor allem bei Nachtaufnahmen zur Folge.

Für Ihren persönlichen Kompaktkamera-Test gilt also: Machen Sie Ihre Entscheidung nicht von der Megapixel-Anzahl abhängig.

3.3. Zoom

Mit der Zoom-Funktion lassen sich Motive näher heranholen, also für die Fotoaufnahme vergrößern, ohne dass Sie den Standort wechseln müssen. Das ist unter anderem praktisch auf Reisen oder wenn man aus dem Auto heraus fotografiert.

kompaktkamera zoomDabei gibt es, fotografisch gesehen, zwei Zoom-Arten: digitaler Zoom sowie optischer Zoom. Der digitale Zoom holt das Bild insofern näher heran, dass Sie auf dem LCD-Sucher eine Ausschnittvergrößerung erhalten. Die Brennweite wird dabei aber nicht erhöht – das so herangeholte Motiv nimmt folglich nicht an Schärfe zu.

Wichtiger für qualitativ gute Bilder ist der optische Zoom – falls Sie öfter in der Ferne liegende Motive ablichten. Da bei einer Kompaktkamera die Objektive nicht gewechselt werden können, gilt es hier, auf einen hohen Zoomfaktor zu achten.

Superzoom- oder Reisezoomkameras sind Fotoapparate mit einem besonders hohen Zoomfaktor, also einem 20-fach-, 30-fach- oder sogar 50-fach-Zoom. Eine Kompakte mit 30-fach-Zoom zum Beispiel bringt Objekte heran, die mit dem Auge allein kaum zu sehen sind.

3.4. Bildstabilisator

An Bildstabilisatoren gibt es optische, mechanische und digitale. Dabei sind als Kaufkriterium die optischen und mechanischen zu bevorzugen.

Beim klassischen optischen Bildstabilisator ist eine bewegliche Linse im Objektiv im Einsatz, die die bei Aufnahmen gemessenen Bewegungen ausgleicht. Beim mechanischen Bildstabilisator ist der Bildsensor im Kameragehäuse aufgehängt, also beweglich gelagert. Er sorgt im Prinzip auf gleiche Art für eine Erhaltung des Gleichgewichts und somit für Bildstabilität und -qualität.

Digitale Bildstabilisatoren arbeiten ganz anders. Sie gehen gegen das Verwackelungsrisiko einer Aufnahme vor, indem sie die ISO-Empfindlichkeit erhöhen und die Belichtungszeit verringern. Das führt leider auch zu einem erhöhten Bildrauschen. Für längere Aufnahmen empfiehlt sich der Gebrauch eines Stativs. Mit diesem zusätzlichen Helfer strapazieren Sie weniger Ihre Muskeln und kommen zu gelungenen Fotos ohne Verwacklung.

3.5. Bedienung

Grundsätzlich lässt sich mit Digitalkameras im automatischen und im manuellen Modus fotografieren. Was heißt das im Einzelnen? Wir bringen Ihnen die jeweiligen Einstellungen kurz näher:

Art des Fotografierens Erläuterung
Automatikfunktion Für Einsteiger ist eine Kompaktkamera ideal. Mit komfortablen Automatikprogrammen gelingt das Fotografieren ohne Vorkenntnisse und in kurzer Zeit. Sie brauchen sich nur um das Motiv zu kümmern – die Vollautomatik der Kamera sorgt für Belichtung und Modi passend zur Fotosituation. Auch ISO-Werte und Schärfe werden automatisch gesteuert.
Automatikfunktion Der manuelle Kameramodus ist wichtig, um etwa bei schwierigen Lichtverhältnissen eigenhändig Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert einzustellen. Dafür braucht es allerdings schon etwas mehr fotografische Kenntnisse und Leidenschaft. Der M-Modus wird von ambitionierten Hobbyfotografen und Profis auch gerne für kreative Fotos genutzt.

3.6. Auslöseverzögerung

Die Zeitspanne, die zwischen dem Drücken des Auslösers und der Bildaufzeichnung verstreicht, nennt man Auslöseverzögerung. Das sind Sekundenbruchteile. Die Auslösezeit hängt zudem von der Einstellung ab. Wenn sie Angaben dazu machen, geben Hersteller die kürzeste Auslösezeit an.

Ein hinzukommender Blitz etwa verlängert die Auslösezeit. Der Blitz wird erst aufgeladen, der gesammelte Strom dann mit einem Schub abgegeben, wobei der Auslösemoment verlängert wird.

4. Kompaktkameras für Kinder

kinderkameraKinder haben einen anderen Blick auf die Welt als Erwachsene. Schon aus diesem Grund sollte man ihnen auch die Gelegenheit geben, Motive aus ihrem Blickwinkel mit der Digicam festzuhalten.

Es gibt Kompaktkamera-Modelle, die Sie Ihrem Nachwuchs ruhig in die Hand geben können. So bieten die großen Marken Canon, Nikon und Sony Kinder-Digicams an, aber auch kleinere Marken und No-Names sind hier vertreten. Um die 50 Euro kostet eine Digitalkamera für Kinder im Durchschnitt.

Dafür gibt’s eine gute Bildqualität (bei Tageslicht) sowie ein robustes Gehäuse. Auch für Wasser- beziehungsweise Spritzschutz ist zumeist gesorgt.

5. Hersteller und Marken

Hersteller-Namen wie Nikon, Canon, Olympus, Panasonic, Sony und Fujifilm sind Ihnen bei der Suche nach Kompakten im Test 2018 bestimmt aufgefallen – sind sie doch mit hervorragenden Kompaktkamera-Serien auf dem Markt vertreten. Die folgende umfassendere Auflistung gibt Ihnen Gelegenheit, für Ihre Entscheidung noch andere Marken und Hersteller einzubeziehen.

  • AgfaPhoto
  • Aiptek
  • BenQ
  • Canon
  • Casio
  • Easypix
  • Fujifilm
  • GE
  • Hasselblad
  • Hewlett-Packard HP
  • Jay-tech
  • Kodak
  • Lytro
  • Maxell
  • Medion
  • Minox
  • Nikon
  • Olympus
  • Panasonic
  • Pentax
  • Polaroid
  • Praktica
  • Ricoh
  • Riff
  • Rollei
  • Samsung
  • Sea&Sea
  • Sealife
  • Sigma
  • Sony
  • Trevi
  • Vivitar

6. Häufige Fragen und Antworten zu Kompaktkameras

Wenn man in erster Linie eine Kompaktkamera günstig erwerben möchte, braucht man nicht so viele Kriterien zu beachten. Beim Kauf einer digitalen Kompakten im mittleren und hohen Preisbereich sollten Sie aber möglichst sorgfältig vorgehen. Deshalb finden Sie hier eine Zusammenstellung der gängigsten Fragen zum Thema.

6.1. Hat Stiftung Warentest Kompaktkamera-Tests durchgeführt?

Stiftung Warentest hat immer wieder Kameras und gerade hier Kompaktkameras im Test. So wurden auch 2017 Kameras getestet, zu denen auch einige Kompaktkameras zählen.

6.2. Gibt es gute Kompaktkameras günstig zu kaufen?

Fragen Sie sich selbst: Möchten Sie eine digitale Kompakte für wenig Geld oder geht es Ihnen um moderne Technik und hilfreiche weitere Funktionen beim Fotografieren?

Videos
Viele Kameras können Videos in HD-Qualität aufzeichnen.

Wegen immer mehr Konkurrenz durch die Smartphones setzen die Hersteller zunehmend auf hochwertige Kompaktkameras. Der Kauf einer sehr guten Kompaktkamera aus dem mittleren Preissegment ist natürlich auch eine Investition, von der der Nutzer länger etwas hat.

Klar: Für Kameraeigenschaften wie WLAN, NFC oder einen Superzoom ist mehr zu bezahlen. Wenn Sie Ihre Kompakte in erster Linie für Urlaubsbilder brauchen, dann werden Sie auch im zweistelligen Eurobereich fündig. Bis zu mehreren tausend Euro muss man für Edelkompaktkameras hinblättern – das ist dann was für Profis.

6.3. Gibt es Kompaktkameras auch für ältere Menschen?

Erste Kamera

Die ersten Kameras aus Holz wurden ab 1839 in Serie produziert.

Menschen haben beim Fotografieren und dem Umgang mit Kameras unterschiedliche Bedürfnisse. Diese richten sich nicht nur nach den persönlichen Vorlieben, sondern sind auch vom Alter abhängig. Kompakte Digicams für Kinder etwa sollten auf alle Fälle ein robustes Gehäuse besitzen; ein Staub- und Wasserschutz ist ebenfalls hilfreich.

In Bezug auf eine digitale Kompaktkamera für ältere Menschen lautet das Zauberwort: Bedienfreundlichkeit. Der digitale Fotospaß ist vielen Senioren schnell verdorben, wenn sie sich mit zahlreichen kleinen Tasten auseinandersetzen müssen, die ihnen nicht bekannte Aufdrucke, zudem mit englischen Abkürzungen versetzt, tragen. Und da eine Kompakte bekanntermaßen möglichst klein konstruiert sein soll, sind große Tasten für eine leichte Bedienung eher selten. Bedienerfreundliche Apparate für ältere Menschen haben etwa Canon, Nikon und Olympus in ihrem Programm.

Grundsätzlich gilt: Neben leichter Handhabung der Kamera sollten deren Displays eine Größe von mindestens drei Zoll haben. Das ebnet auch älteren Menschen den Weg zur modernen Digitalfotografie.

6.4. Was hat es mit dem Sucher auf sich?

Der Begriff Sucher ist Ihnen bestimmt schon bei der Suche nach der für Sie besten Kompaktkamera begegnet. Ein optischer Sucher ist ein kleines Fenster, das sich im oberen Abschnitt der Kamera befindet; er besteht aus einer Kombination von Linsen.

Mit ihm wird das Motiv anvisiert und der Bildausschnitt festgelegt. Auch wenn die Sonne kräftig scheint, können Sie mit einem optischen Sucher das Objekt problemlos anvisieren.

Die meisten digitalen Kompaktkameras sind aber nicht mehr mit einem optischen, sondern mit einem elektronischen Sucher ausgestattet: in Gestalt eines Amoled- oder LCD-Displays. Die Flachbildschirme, die den von Ihnen gewünschten Bildausschnitt zeigen, sind bis zu drei Zoll groß. Damit können Sie nicht nur sicher anvisieren, sondern auch bereits gemachte Bilder auf ihre Richtigkeit hin überprüfen.

6.5. Was ist der Vorteil von Spiegelreflexkameras gegenüber Kompakten?

Ambitionierte Amateure wie auch Profis fotografieren mit einer Spiegelreflex. Sie ist die Königin der digitalen Kameras.

Das Licht (also das Bild letztendlich) gelangt durch die Linsen des Objektivs und wird dann vom mechanisch klappbaren Spiegel, auf das es fällt, zum Sucher oder Bildsensor weitergeleitet. Zusätzlich kommt eine Mattscheibe ins Spiel, auf die der Spiegel das einfallende Licht zuvor leitet. Dadurch ist die Schärfe des aufzunehmenden Bildes wesentlich genauer einzustellen als auf den digitalen Kompaktkamera-Bildschirmen.

Der Sucher der Spiegelreflex zeigt das originale Bild an und ist nicht durch Qualität und Auflösung des Bildschirms begrenzt. Wenn es um Schnappschüsse und schnelle Urlaubsfotos geht, kann der Einsatz der teureren Spiegelreflex aber zu aufwendig sein.

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