Mini-Beamer Test 2018

Die besten Pocket-Beamer im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mini-Beamer sind mobile Beamer. Sie laufen auch unter den Namen Business-Beamer oder Pocket-Beamer. Eingesetzt werden sie hauptsächlich in der Arbeits- und Geschäftswelt, vor allem wenn es um Vorträge und Präsentationen sowie Diashows geht.
  • Für Heimkino und Filmeabende eignen sich die Mini-Beamer mit Ausnahme einzelner Geräte nicht, was mit der nicht ausreichenden Helligkeit und Bildauflösung zu tun hat. So liegen sie in puncto Qualität auch weit hinter den normalen, größeren Beamern.
  • Business-Beamer sind meist LED-Beamer. Diese gewährleisten nur in dunklen Räumen eine annehmbare Helligkeit. Der große Vorteil eines mobilen Beamers ist seine kompakte Größe. Wenn diese aber nicht die entscheidende Rolle für Sie spielt, sollten Sie eher etwas mehr Geld investieren und zu einem normalen Beamer greifen.

Mini-Beamer Test

Wo früher Overhead- und Diaprojektoren ihren Dienst versehen haben, sind nun Mini-Beamer zu finden. In Büros und vielen Arbeitsbereichen werden die kleinen, kompakten Beamer immer beliebter. Kein Wunder, finden Business-Beamer doch bequem in Aktentasche oder Rucksack Platz. Was kann so ein kompaktes Gerät alles leisten? Und: Wie steht es im Vergleich zu Full-HD- oder Heimkino-Beamern da? Unsere Kaufberatung 2018 sagt Ihnen, was zu beachten ist, wenn Sie einen Mini-Beamer kaufen möchten.

1. Wofür eignet sich ein Mini-Beamer?

iCodis Mini-Beamer
Mini-Beamer passen dank ihrer kompakten Form auch in Jackentaschen.

Gehören Sie zu den Menschen, die im Beruf viele Präsentationen halten müssen? Ob bei Vorträgen, auf Schulungen oder auch bei der Arbeit im Außendienst: Die mobilen Mini-Beamer sind für diese Aufgaben bestens geeignet. Sie ersetzen in der Arbeitswelt sperrige und schwere Beamer, über deren Mitnahme oder Ausleihe man sich oft mühevolle Gedanken machen musste. Ihre Größe ist beim beruflichen Einsatz natürlich ihr Trumpf: Mini-Beamer passen nicht nur in die Aktentasche, sie können sogar in der Jacke Platz finden. Ihre Größe bedeutet aber auch, dass in Sachen Bildqualität Abstriche gemacht werden müssen. Ein Filmabend oder Videospiele mit dem Mini-Beamer? Für diese Zwecke ist er eher nicht geeignet.

2. Welche Mini-Beamer-Typen sind erhältlich?

Bei Beamern ist die Art der Lampe ein wesentliches Unterscheidungskriterium: Es gibt solche mit LED-Technik und andere mit DLP-Technik. Bei Mini-Beamern sind aber nahezu keine LCD- oder Laser-Beamer zu finden. Deshalb kommen diese Typen in unserem Mini-Beamer-Vergleich nicht vor. Die Mini-Projektoren sind meist mit LED-Technik bestückt – diese besonders kleinen Lampen können kompakt eingebaut werden.

Sind Sie an qualitativ hochwertigen Pocket-Beamern mit starker Bildqualität interessiert, sehen Sie sich am besten bei Mini-Beamern mit DLP-Technik um. Diese sind allerdings um einiges teurer. Die normalen Beamer, die für das Kinoerlebnis zu Hause sorgen, sind mit LCD- und DLP-Technik ausgestattet. Insbesondere ihre Helligkeit und die Bildqualität machen den Unterschied zu LED-Beamern aus.

Typ Beschreibung
LED-Beamer Bei immer mehr Beamern findet sich LED-Technik. Der Grund: Mit circa 20.000 Stunden haben LED-Lampen eine lange Lebensdauer, ohne an Farbintensität oder Schärfe zu verlieren. Im Vergleich zu Beamern, die LCD- oder DLP-Technik (beide mit anderen Lampen) haben, bieten mit LED-Lampen ausgestattete Beamer aber eine geringere Helligkeit. Dafür können LED-Beamer aber oft mit Akku betrieben werden. Denn sie verbrauchen im Gerät weniger Energie als normale Lampen. Zudem ist die Wärmeabgabe geringer. Die klassischen Beamer-Lampen brauchen im Gerät mehr Platz. Somit finden Sie LEDs hauptsächlich in den mobilen Mini-Projektoren, den Mini-Beamern, Business-Beamern oder Pocket-Beamern.
DLP-Beamer Die DLP-Technik sorgt bei Beamern zum einen dafür, dass das Bild besonders scharf ist. Zum anderen garantiert sie ein gesättigtes, ausgeglichenes Farbbild. Bei dieser Technik sind Spiegel von minimaler Größe im Einsatz, die circa 5000-mal in der Sekunde rotieren – das Bildsignal wird so über die Linse weitergeleitet. DLP-Beamer sind bestens geeignet für 3D-Filme, da sie sich durch einen sehr hohen Kontrast auszeichnen. Bei zu schnellen Bewegungen kann es aber zu Regenbogeneffekten und Bildflimmern kommen. DLP-Beamer spielen auch bei Tageslicht ihre Trümpfe aus, indem sie ein gutes Bild mit ausreichend Helligkeit an die Wand werfen. Im Vergleich zu LCD- oder LED-Beamern ist das auch ihr größter Unterschied.

3. Wichtige Kaufkriterien für Mini-Beamer

Was bedeutet Lumen?

Lumen ist die Maßeinheit für den Lichtstrom einer Lichtquelle. Daran lässt sich ersehen, wie hell eine Lampe ist. Je höher der Lumen-Wert, desto größer die Lichtleistung. Für den Beamer heißt das: Je höher sein Lumen-Wert ist, desto besser eignet er sich für die Nutzung am Tag und in hellen Räumlichkeiten.

3.1. Helligkeit

Die Kategorie der kompakten Beamer weist nur mäßige Helligkeit auf. Bevor Sie einen etwas teureren oder günstigen Mini-Beamer erwerben, sollte Ihnen das bewusst sein. Im Allgemeinen haben sie eine Lichtleistung von 100 bis 150 Lumen. Von der Leuchtstärke her ist das ungefähr einer 20-Watt-Glühbirne (wie früher im Handel erhältlich) gleichzusetzen. Ein Vergleich zu normalen Beamern, die auf die Wand mit einer Helligkeit von etwa 1000 Lumen projizieren, zeigt den Unterschied besonders deutlich. In der Praxis heißt das für Sie: Beim Einsatz der Mini-Beamer ist wegen ihrer geringen Helligkeit der benutzte Raum abzudunkeln. Relativ wenig zu sehen ist bei einer Nutzung in taghellen Räumen. Für den Gebrauch am Tag sind denn auch spezielle Tageslichtbeamer erhältlich. Den Einsatz im Heimkino können die kleinen Kompakten ebenso wenig leisten. Legen Sie Wert auf einen Projektor, der Ihnen ein optimales Filmerlebnis garantiert? Für den Kinospaß daheim müssen Sie sich mit einem schwereren und sperrigeren Gerät anfreunden, das Sie dann auch etwas mehr kostet.

3.2. Auflösung

Mini-Projektor
Einige Mini-Beamer-Modelle sind auch für 3D-Filme geeignet.

Verschiedene Mini-Beamer-Tests zeigen, dass neben der Helligkeit eines Beamers dessen Auflösung wesentlich ist. Bei der Anzahl der Bildpunkte warten Mini-Beamer etwa mit 800 x 400 Pixeln auf; günstige Geräte bieten meist weit weniger Auflösung. Bei der geringen Pixel-Anzahl bekommen Filme und Videos eine ziemliche Unschärfe. Insbesondere kleine Bilddetails sind nur verschwommen zu erkennen. 1.280 x 720 Pixel lassen sich als eine gute Pixel-Anzahl für einen Beamer bezeichnen.

3.3. Bildqualität

Auch die Bildqualität spielt eine wichtige Rolle, wenn man Mini-Beamer im Test hat. Hier können die mobilen Kompakten von ihrer technischen Ausstattung her nicht mit den normalen, größeren Beamern mithalten. Die „Minis“ sind Kurzdistanz-Beamer. Das bedeutet, dass sie eine wesentlich kleinere Projektionsfläche als ihre großen Brüder haben – ähnlich der Bildschirmfläche eines großen Flachbildfernsehers. Ein Full-HD-Beamer, eine Beamer-Leinwand oder die Miete bzw. Ausleihe eines großen Beamers garantieren Ihnen hier die nötige Qualität, wenn Sie Wert auf eine solche legen. Denn auch beim besten Mini-Beamer ist diese nicht zu haben.

3.4. Anschlussmöglichkeiten

Mini-Beamer Präsentation
Wenn Sie häufiger Präsentationen halten, eignet sich ein eigener Mini-Beamer besonder gut.

Bei der Suche nach einem Pocket-Beamer gilt es darauf zu achten, dass Anschlussmöglichkeiten für Ihre Geräte vorhanden sind. Smartphone, USB-Stick oder sonstige Speichergeräte sind am einfachsten mit einem USB-Anschluss anzubinden. Hierin unterscheiden sich die kleinen Kompakten von ihren großen Brüdern: Normale Beamer haben seltener USB. Zeigen Sie gerne Fotos oder sind ein Fan von Diashows? Mini-Beamer mit SD-Karten-Slot sind hierfür optimal geeignet. Sie nehmen die Speicherkarte aus Smartphone oder Kamera, stecken Sie in den SD-Slot und schon können Sie (und Freunde, Verwandte oder Kollegen) Ihre an die Wand gebeamten Fotos genießen. Integrierte Media-Systeme ermöglichen eine einfache Organisation von Fotos, Videos und Präsentationen. Auch das Speichern auf den Beamern ist teilweise möglich.

Viele der Mini-Projektoren sind mehr oder weniger autark zu benutzen. Das heißt, sie brauchen nicht über HDMI zu einem Notebook/Laptop oder über VGA zu einem Fernsehgerät verbunden werden. Dennoch weisen einige Pocket-Beamer diese Anschlussmöglichkeiten vor.

Die Vor- und Nachteile der Mini-Beamer im Vergleich zu normalen Beamern:

  • sind von kompakter Größe und leicht zu transportieren
  • sind gut zu nutzen für Präsentationen und Diashows
  • haben mit LED-Lampen eine Leuchttechnik von langer Lebensdauer
  • sind bei guter Qualität relativ teuer
  • haben eine schwache Helligkeit
  • eignen sich eher nicht für das Ansehen von Filmen und für Videospiele

4. Hat Stiftung Warentest Mini-Beamer im Test gehabt?

Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Mini-Beamer-Test realisiert. Allein bei einem kleinen kompakten Gerät von Philips wurde ein Schnelltest (07.08.2013) durchgeführt. Stiftung Warentest zieht dabei ein ähnliches Fazit wie wir in unserer Kaufberatung zu Mini-Beamern: gut für Präsentationen in abgedunkelten Räumen, für Projektionen bei Tageslicht nicht hell genug und für Filmfans keine Option.

In einem Video erläutert Stiftung Warentest Vorzüge und Nachteile eines Pocket-Beamers. Beispiel ist der im Schnelltest begutachtete Philips PicoPix 3610:

5. Häufige Fragen und Antworten zu Mini-Beamern

5.1. Für wen eignen sich Mini-Beamer?

Mini-Beamer Bildqualität
In abgedunkelten Räumen ist die Bildqualität de Mini-Beamer besonder gut.

Tageslicht- und Overheadprojektoren sind zunehmend durch den Gebrauch von Beamern ersetzt worden. Miete oder Ausleihe eines Beamers bedarf jedoch einiges an Organisation im Vorfeld. Mobile Mini-Beamer spielen hier ihre Stärken voll aus: Sie punkten mit ihrer kompakten Größe, dem geringen Gewicht, und für Präsentationen ist man bestens mit ihnen gerüstet. Wenn man – vor allem beruflich – regelmäßig einen Beamer braucht und diesen dann immer umständlich ausleihen und mitschleppen muss, ist man das irgendwann leid. Dann sollte man in einem persönlichen Test ermitteln, ob nicht ein Mini-Projektor das Richtige für einen wäre. Auch Lehrer etwa nutzen ihren eigenen Mini-Beamer und Urlauber nehmen Pocket-Beamer sogar im Wohnwagen oder fürs Ferienhaus mit.

5.2. Sind auch Mini-Beamer ohne LED-Technik erhältlich?

Aufgrund der kleinen Lampen ist die LED-Technik wie geschaffen für die kompakten Mini-Projektoren. Als potenzieller Käufer eines Mini-Beamers sollte Ihnen aber bewusst sein, dass eine LED-Lampe nicht sehr hell ist und dass dies ein Nachteil gegenüber normalen Beamern darstellt. Ein Mini-Beamer mit LEDs kann dunkler sein als ein Diaprojektor. Für Präsentationen, die in abgedunkelten Räumlichkeiten stattfinden, ist dies in der Regel zwar kein Problem. Doch für gemütliche Filmabende mit Kino-Feeling zu Hause sollte man besser auf Beamer mit DLP- oder LCD-Technik zurückgreifen. Mini-Beamer ohne LED-Lampen findet man eher weniger; zudem sind diese erheblich teurer als Geräte, die auf LED-Technik basieren.

5.3. Welche Hersteller haben Mini-Beamer im Programm?

Bekannte Hersteller, die normale, größere Beamer anbieten, haben häufig auch Pocket-Beamer in ihrem Programm. Da sind natürlich die großen Marken zu nennen, wie Philips, Panasonic, Asus, LG oder Sony. Aber es gibt auch einige Hersteller mit der Spezialisierung auf die Kategorie Mini-Beamer, zum Beispiel die Marken Aiptek und Qumox. Hier eine ausführlichere Auflistung, damit Sie ganz sicher zu Ihrem persönlichen Mini-Beamer-Vergleichssieger kommen.

  • Acer
  • Asus
  • Aiptek
  • BenQ
  • Dell
  • Epson
  • InFocus
  • Klarstein
  • LG
  • Odys
  • Optomoa
  • Panasonic
  • Philips
  • Qumox
  • SceneLights
  • Telefunken
  • Trekstor
  • Vivitek

5.4. Welche Mini-Beamer eignen sich für Smartphones?

Für den Anschluss Ihres Smartphones ist auf einen Mini-Beamer mit USB-Schnittstelle oder SD-Karten-Slot zu achten. Wenn Beamer nur einen HDMI-Anschluss besitzen, brauchen Sie einen geeigneten Adapter fürs Smartphone (außer sie unterstützen HDMI-MHL). Es gibt, so von Aiptek, auch besonders kleine Pocket-Beamer mit Fokus auf Smartphone. Diese passen sogar in die Hosentasche.

5.5. Was gibt es an Zubehör?

Von der Beamer-Leinwand bis zum Stativ: Sowohl für normale wie auch Mini-Beamer gibt es reichlich Zubehör. Im Lieferumfang sind bei den Mini-Projektoren häufig eine praktische Transporttasche, passende Kabel, Netzteil und Fernbedienung dabei. Aber Achtung: Bei manchen Geräten lässt sich nur das Zubehör der eigenen Marke einsetzen. Auch das gilt es für Ihren individuellen Mini-Beamer-Test zu berücksichtigen.

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