Soundkarten Test 2018

Die besten Soundkarten im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Als Tonkarten werden Soundkarten in Tablets, Laptops und PCs eingesetzt. Sie dienen der Verwaltung analoger sowie digitaler Audiosignale. Ohne Onboard-Soundkarten wären Töne, die aus dem PC kommen, unmöglich. Mittlerweile können sie durch neue Einbau-Soundkarten oder externe Modelle ausgewechselt werden. Damit ist eine gezielte Verbesserung der Klangqualität möglich, wenn die Leistung an sich nicht zufriedenstellend ausfällt.
  • Meist liegen bereits günstige Soundkarten deutlich über dem Niveau der Onboard-Modelle. Gleiches ist bei den Gaming-Headsets der Fall. Auch hier sind die Verstärker, die direkt in den Kopfhörern verbaut werden, oft schlechter als die Soundkarte selbst. Damit Gamer auf ihre Kosten kommen, ist es daher immer ratsam, ein klassisches Headset nach Belieben mit der passenden Soundkarte zu ergänzen.
  • Eine Soundkarte übernimmt auch die Umwandlung von analogen Signalen. Das heißt: Sie können damit problemlos alte Schallplatten sowie Kassetten digitalisieren. Damit eine solche Digitalisierung erfolgen kann, müssen Sie lediglich auf einen Lautsprechereingang zurückgreifen können.

soundkarten test
Billiger Stereo-Sound lässt selbst die Qualität eines wirklich guten Songs schwinden. Doch wer sich eine höhere Klangqualität wünscht, muss hier nicht zwingend direkt auf neue Boxen zurückgreifen. Oft können bereits bessere Soundkarten einen hochwertigen Klang aus den Inhalten herausholen. Eine gute Soundkarte, die das Maximum aus dem Audioangebot herausholt, zahlt sich nicht nur für Skype-Anwender aus, sondern auch für Gamer. Sie profitieren bei einer besseren Soundkarte von einem differenzierteren Klang. In diesem Ratgeber finden Sie nicht nur eine umfassende Kaufberatung zur Soundkarte, sondern auch zahlreiche wichtige Fakten rund um dieses Bauteil.

1. Um was handelt es sich bei der Soundkarte?

soundkarte klang
Mit einer externen Soundkarte können Sie die Klangqualität Ihres Computers maßgeblich verbessern.

Bei den Soundkarten handelt es sich um flexibel nutzbare PC-Einsteckkarten. Über sie läuft die Audioverwaltung. Demnach übernehmen sie nicht nur die Digitalisierung von analogen Audiosignalen, sondern sind auch dafür zuständig, diese zu verarbeiten, zu komprimieren und zu speichern. Weiterhin können die digitalen Signale so aber auch wieder in Analoge umgewandelt werden, sodass im Anschluss die Ausgabe als Soundsignal erfolgen kann. Mittlerweile ist die Soundkarte als Tonkarte bereits in allen Laptops und PCs, aber auch in Tablets integriert. Die eingebaute Tonkarte mit Soundchip wird auch als Onboard-Soundkarte bezeichnet.
Die vorhandenen Onboard-Lösungen sind hinsichtlich der Klangqualität aber nicht besonders vielversprechend, sodass neue und externe Modellen diesen in jedem Fall vorzuziehen sind. Mit einer externen Soundkarte können oft erhebliche Klangverbesserungen erreicht werden. Der Kauf einer separaten Soundkarte lohnt sich für Gaming-Fans, aber auch, wie unser Soundkarten-Vergleich 2018 bestätigt, für Heimkinofans und Musiker. Selbst DJs erreichen mit einer neuen Soundkarte einen viel besseren Klang.
Eine Soundkarte bieten insgesamt folgende Vor- und Nachteile:

  • höhere Soundqualität dank Dolby und 3D
  • Hintergrundgeräusche sind bei Filmen besser hörbar
  • Spielgeräusche fallen feiner und realistischer aus
  • Digitalisierung von analogen Inhalten ist ohne unangenehme Störgeräusche wie Rauschen möglich
  • holt das Maximum aus Headsets heraus
  • übermittelt digitale Audiodateien an AV-Receiver
  • externe Soundkarte nimmt einen USB-Steckplatz in Anspruch
  • interne Soundkarte braucht Platz im PC

2. Verschiedene Soundkarten-Typen im Überblick

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Typen und Arten von Audiokarten. Dadurch sollen in erster Linie alle Anwendungsbereiche und Nutzerbedürfnisse abgedeckt werden.

2.1. Die Onboard Soundkarten von PC, Laptop und Tablet

Bessere Klangqualität

Grundsätzlich lohnt es, die Onboard-Soundkarten durch eine externe Soundkarte zu ersetzen, denn damit können Sie die Klangqualität erheblich verbessern. Der Hersteller Creative Labs hat mit seiner Sound Blaster Z ein Modell auf den Weg gebracht, das 99,9 Prozent Klangreinheit bei 116 dB erreicht. Im Vergleich zu den meisten Onboard-PC-Cards ergibt sich damit eine deutlich höhere Soundqualität.

Bei Onboard-Soundkarten handelt es sich um die Karten, die standardmäßig bei den Endgeräten verbaut werden. Die Soundchips werden auf den Mainboards von Laptop, MacBook und PC eingesetzt. Haben Sie keine sonderlich hohen Ansprüche, reichen die Onboard-Soundkarten meistens vollkommen aus. Die Kapazität ist hier nicht zu knapp bemessen. Dies gilt vor allem für die modernen Onboard-Soundkarten. Diese haben sich in den vergangenen zehn Jahren erheblich verbessert.Wenn Sie häufig Filme über den PC schauen oder gern spielen, reichen diese aber nicht mehr aus. In diesem Fall werden Sie um eine separate Soundkarte, die Sie nachträglich einbauen, nicht herumkommen. Angebote gibt es in diesem Bereich viele. Sie reichen angefangen von der Creative Sound Blaster bis hin zur Asus Xonar. Diese sind aus der Kategorie mittleres Preissegment und sind den Onboard-Modellen um einiges voraus.
soundkarten

2.2. Soundkarten für den internen PC-Einsatz

Sie können problemlos die interne Onboard-Soundkarte für eine bessere ersetzen, die ebenso sämtliche Relays und den erforderlichen Soundchip umfasst. Die dedizidierte Soundkarte kann vor allem den Prozessor, aber auch das gesamte System erheblich entlasten. Doch gerade bei den heutigen PCs spielt das allzu keine große Rolle mehr. Die meisten modernen PCs sind zudem so aufgebaut, dass die neue Soundkarte, auch wenn diese auf mehr Platz angewiesen ist, problemlos integrierbar ist. Im Vergleich zu den Onboard-Soundlösungen spricht vor allem ein Punkt für eine gute interne Soundkarte, die nachgerüstet wurde. Hierbei handelt es sich um die bessere Tonwiedergabe. Zu spüren ist dies nicht nur bei den Frequenzbereichen, sondern auch beim Rauschen und bei den bereitstehenden Audioanschlüssen.
Das folgende Video verdeutlicht noch einmal, welche Klangunterschiede zwischen den Onboard-Soundkarten und den Karten des mittleren Preissegments zu hören sind.

2.3. Die USB-Soundkarte

usb soundkarten
Gerade bei Laptops sind externe USB-Soundkarten eine gute Wahl.

Möchten Sie eine neue Soundkarte nutzen, müssen Sie sich nicht immer für die internen Modelle entscheiden, die Sie aufwendig nachrüsten müssen. Sie können auch eine externe Soundkarte wählen. Die externen Cards bieten den Vorteil, dass Sie sich via USB sehr einfach anschließen lassen. Fachkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Zwar wird für die Nutzung dieser Soundkarte ein USB-Slot benötigt, allerdings ist das Handling einfacher. Die Steckplätze für klassische Soundkarten befinden sich meist auf der PC-Rückseite. Sie sind nur schwer erreichbar. Ideal sind die USB-Soundkarten für den Einsatz beim Desktop-PC. Hier ist der zusätzliche Einbau nicht erforderlich. Das spart Zeit und Aufwand. Die USB-Stick-Soundkarten gibt es auch als Modell mit einem integrierten Audio-Chip.
Eine sehr gute Wahl sind die externen Soundkarten darüber hinaus bei Laptops. Hier können die internen Cards teilweise nicht gewechselt werden, wodurch die externen Modelle eine gute Alternative sind. Sie können beispielsweise die Internettelefonie erheblich verbessern.

3. Kaufratgeber: So können Sie Ihre Soundkarte günstig kaufen

Möchten Sie eine Soundkarte kaufen, gilt es, auf verschiedene Kriterien zu achten. Hier spielen technische Details ebenso eine wichtige Rolle wie der Verwendungszweck. Ob ein günstiger Preis wirklich ratsam ist, ist von Ihren Bedürfnissen abhängig. Sie können einfache Sticks schon für weniger als 10 Euro bestellen. Klangrunde Audiokarten werden dagegen im Handel schon für rund 35 Euro geführt. Möchten Sie die beste Soundkarte, die der Markt zu bieten hat, müssen sie meist jedoch ein wenig mehr zahlen. Für einige Modelle werden im Soundkarten-Test bis zu 200 Euro verlangt.

3.1. Berücksichtigen Sie die Sampling-Rate

abtastrate soundkarte
Ihre Soundkarte sollte stets eine hohe Abtastrate haben.

Ein Kriterium, auf das Sie bei der Auswahl Ihrer Soundkarte achten müssen, ist die Sampling-Rate, die sogenannte Abtastrate. Anhand dieser ist nachvollziehbar, wie oft der A-D-Wandler ein eingehendes Signal abtastet. Mit dem Abtasten erfolgt stets auch die Umwandlung. Entscheiden Sie sich bevorzugt für eine Soundkarte mit hoher Abtastrate. Der Wert wird immer in kHz angegeben und umso höher dieser ist, desto besser werden dann auch hohe Frequenzen übertragen. Sowohl die Onboard-Lösungen als auch die preiswerten Audiokarten, die im Handel zu finden sind, arbeiten mit etwa 44,1 kHz. Das heißt: Je Sekunde wird das eingehende Signal 44.100 Mal abgetastet. Hierbei handelt es sich um die Mindestanforderung, die es insgeheim für CDs gibt und die hier bereits als Standard betrachtet wird. Möchten Sie darüber hinaus nur Schallplatten und Kassetten in digitale Daten umwandeln, reicht diese Rate ebenso aus.
Abgesehen von 44,1 kHz sind im Handel auch Soundkarten mit 48 kHz zu finden. Diese benötigen Sie beispielsweise, wenn Sie Filme nachvertonen möchten. Im Soundkarten-Vergleich werden auch Typen mit 96 kHz berücksichtigt. Diese Audiokarten verfügen jedoch bereits über Studioqualität. Eine solch hohe Soundqualität benötigen Sie jedoch nicht für Mp3-Dateien. Sie ist beispielsweise erforderlich, wenn Sie .wav-Dateien hören möchten. Bei den Soundkarten ist die Samplerrate so bedeutsam wie die Bildfrequenzrate bei TV-Geräten. Es besteht immer auch die Möglichkeit, die Samplerrate anzupassen. Dies kann allerdings nur in den Treiber- und Softwareeinstellungen vorgenommen werden und wird per Up- oder Downsampling realisiert.
Möchten Sie die Samplerrate anpassen, ist dies über die Software-Einstellungen möglich.

3.2. So wichtig ist die Auflösung

Mit Blick auf die Soundkarten ist bei der Auflösung auch von der Samplingtiefe die Rede. In der Digitaltechnik verdeutlicht sie noch einmal, in welcher Feinheit die digital verarbeiteten Werte wiedergegeben werden können. Angegeben wird die Auflösung entweder in Bitrate oder auch in Bit. Umso höher die Auflösung der Soundkarte ausfällt, desto deutlicher können Sie selbst geringe Unterschiede bei der Lautstärke wahrnehmen. Mit 16 Bit haben Sie dabei schon CD-Qualität. Zwar entspricht das schon mehr als 65.000 Klangabstufungen, allerdings gibt es Soundkarten, die sogar 24 Bit umfassen. Damit wird bereits eine hohe Feinheit erreicht. Professionelle Studios greifen gar auf 32 Bit zurück. Sie können die Bittiefe mit der Pixelangabe bei Bildern gleichsetzen.

3.3. Anschlüsse der Soundkarten

So wichtig wie die Auflösung sind ebenso die Anschlüsse der Soundkarten. Hier gilt es vor allem darauf zu achten, welche Anschlüsse vorhanden sind, denn mit Einsatz der Karte sollen Laptop, PC und Tablet mit weiteren Anschlussoptionen versorgt werden. Im Soundkarten-Aufbau sind die Anschlüsse durch verschiedene Farben gekennzeichnet. Die folgende Tabelle erklärt, welche Erwartungen Sie an die vorhandenen Analogeingänge stellen können.

Anschlussfarbe Besonderheiten
Rosa
  • -stellt Mikrofoneingang, Mic-Inc oder auch Mikrofon-In dynamischer Mikrofone dar
  • teilweise auch Mikrofon-Vorverstärke zur Minimierung der Störgeräusche
Blau
  • Line-In-Eingang stereophoner Audiosignale
  • analoger Eingang
  • vorwiegend als 3,5-mm-Klinke
  • leitet Audio-Signale an Equalizer und Verstärker weiter
  • zum Anschluss des Plattenspielers
  • kann zur Digitalisierung von Schallplatten & Kassetten genutzt werden
  • ermöglicht Aufnahme von Songs und gesprochenem Text
Schwarz
  • 3,5 mm großer Klinkerstecker
  • zum Anschluss von Rücklautsprecher (Rear Lautsprecher)
  • nötig bei 5.1-Soundsystem
Grün
  • für Audio zwingend erforderlich
  • wird für Kopfhörer und Lautsprecher benötigt
  • kann mehrfach vorhanden sein
  • Line-Out-Audio-Ausgang zum Anschluss der Aktiv-Lautsprecher
  • bei 5.1.-Surround-Sound meist vorn zu finden
Silber
  • nur bei Mehrkanal-Audiosystemen ab 5.1-Surround
  • auf Serienlautsprecher ausgelegt
Orange
  • gibt es für Cinch und Klinke
  • ausgelegt auf den Tiefbass
  • Notwendigkeit hängt vom gewählten Soundsystem ab
S/PDIF
  • kein Standard-Anschluss
  • Kürzel steht für Sony/Philips Digital Interface
  • Ausgang für die optische Signalübertragung
  • bei Toshiba-Modellen als TOSLINK bekannt
MIDI
  • Musical Instrument Digital Interface
  • Anschluss von digital steuerbaren Musikinstrumenten
  • richtet sich bevorzugt an Musiker

3.4. Überblick über Komponenten

3.4.1. Der A-D-Wandler
soundkarte komponenten
Wir verraten Ihnen, welche Komponenten bei einer Soundkarte besonders wichtig sind.

Beim A-D-Wandler handelt es sich um den Audio-Digital-Wandler. Mit ihm lassen sich analoge Audiosignale problemlos verarbeiten. Entscheidend ist vor allem die Datenmenge, die der A-D-Wandler verarbeitet. Fällt diese besonders groß aus, ist der Sound schließlich stärker und ebenso runder. Auf die genaue Größe der Datenmenge haben zwei Größen Einfluss. Zum einen handelt es sich um die Geschwindigkeit der Eingangs-Datenübertragung. Sie wird immer in Bit angegeben und zum anderen um die Abtastrate, die die analogen Eingangssignale erzielen. Sie wird in kHz angegeben.

3.4.2. DSP

Hinter dem Kürzel DSP versteckt sich der Digitale Signalprozessor. Er bearbeitet die Audiodaten, die analog aufgenommen wurden, in Echtzeit und kann diese ebenso komprimieren. Die Komprimierung und damit auch die Reduzierung der Datenmenge erfolgt bevor die Audiodaten schließlich als WAV, MP3 oder in einem anderen digitalen Format gespeichert werden. Damit eine Umwandlung der Daten überhaupt erfolgen kann, erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem A-D-Wandler sowie dem ebenso vorhandenen D-A-Wandler. Verwenden Sie eine externe Soundkarte, kann der DPS für den Prozessor eine wichtige Entlastung schaffen. Eigentlich wird der CPU nämlich vom Onboard-Soundchip ebenso beansprucht, wodurch die Belastung in diesem Fall höher ist.
Für die Berechnung des Klangs wendet der DSP sehr komplexe Raum-Klang-Effekt-Berechnungen an. Diese können mittels EAX erfolgen. Als Basis hierfür dient der DirectSound 3D, der ursprünglich von Creative Labs an den Start gebracht wurde. Auffallend ist das Environmental Audio Extension System. Mit diesem erscheinen die Umgebungsgeräusche, die es in Computerspielen gibt, als sehr real. Bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit kann es zu enormen Unterschieden kommen. Da hier serielle Schnittstellen, zu denen PCIe, PCI und USB gehören, eine Rolle spielen.

3.4.3. D-A-Wandler

Beim D-A-Wandler handelt es sich um das Gegenstück des A-D-Wandlers. Hat eine Soundkarte einen D-A-Wandler, kann sie digitale Signale, die sich auf ihr befinden, in Analoge umwandeln. Damit sind diese Daten dann auch vom Verstärker sowie dem Headset lesbar.

3.4.4. Der Verstärker

Im Soundkarten-Vergleich fallen immer wieder Modelle auf, die einen Kopfhörerverstärker haben. Es gibt sie für sehr gute Kopfhörer, sodass hohe Widerstände realisiert werden können. Es gibt auch Mainboards, bei denen Abschirmung sowie Verstärker direkt verbaut sind.

3.4.5. Der Soundchip

Umso neuer die Soundchipkarten-Generation ist, desto höher fällt die Leistungsfähigkeit aus. Weiterhin arbeiten die Soundkarten dann umso stromsparender. Creativ hat 2011 den Sound Core3D-Audioprozessor auf den Weg gebracht. Er findet heute bei hochwertigen Soundkarten Anwendung. Bei den Onboard-Karten fällt der Soundchip in der Regel ein wenig kleiner aus als dies bei den externen Modellen der Fall ist. Auch bei den USB-Soundkarten ist der Soundchip größer. Damit sind qualitativ hochwertige Wiedergaben sowie Audio-Aufnahmen jederzeit möglich.

3.5. Software Features

software soundkarte
Eine Soundkarte wird immer mit der dazugehörigen Software geliefert.

Wollen Sie eine Soundkarte kaufen, müssen Sie sich stets auch mit der mitgelieferten Software auseinandersetzen. Es ist wichtig, dass Sie mit dieser Software arbeiten können, denn nur so können Sie dann auch tatsächlich alles aus einem echten Soundkarten-Vergleichssieger herausholen. Bekannte Software sind beispielsweise die Angebote Cubase und Samplitude. Diejenigen, die sich nicht auskennen, müssen hier ein wenig testen, um die optimalen Einstellungen zu finden. Hilfe kann an dieser Stelle aber auch YouTube leisten. Durch die Software-Treiber kann die Kommunikation zwischen Hardware und dem Gerät an sich erfolgen. Es gibt bei den Soundkarten offizielle Treiber, die beispielsweise von Asio und C Media angeboten werden. Daneben sind auch inoffizielle Treiber erhältlich, wie sie unter anderem von Uni Xonar angeboten werden. Ohne aufwendige Treiber arbeiten dagegen die externen USB-Soundkarten. Sie funktionieren per Plug & Play. Diese Funktion aktualisiert die Treiber zuverlässig.

3.6. Abschirmung

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine externe oder interne Soundkarte entscheiden, ist eine gute Abschirmung wichtig. Sie bietet wichtigen Schutz gegen Interferenzen. Solche können entweder durch Grafikkarten und Prozessoren, aber auch durch Handys entstehen. Die elektromagnetischen Wellen sind für die Soundkarten nicht ohne. Sie können ein unangenehmes Rauschen nach sich ziehen. Zu erkennen sind sie oft aber auch an einem Brummen.

4. Einsatzzweck

Soundkarten können Sie vielseitig einsetzen. Wir fassen noch einmal die häufigsten Anwendungsbereiche zusammen.

4.1. Holen Sie das Maximum aus den Boxen

lautsprecher
Als Gamer oder Musikliebhaber wissen Sie den Mehrwert einer guten Soundkarte sicherlich sehr zu schätzen.

Soundkarten sind dazu in der Lage, den Klang zu verstärken. Dadurch können Sie verschiedene Umgebungsgeräusche und Instrumentalklänge bei Bedarf hinzufügen, können diese gemeinsam abspielen und in entsprechender Form simulieren. Damit wird die Soundqualität insgesamt deutlich verstärkt. Dies ist nicht nur für Gamingliebhaber entscheidend, sondern für die Anwender, die gerne BluRays und DVDs auf PC oder Laptop ansehen. Selbst beim Home-Entertainment sowie der Internet-Telefonie und Karaoke machen sich Audiokarten bezahlt, da Sie den Klang einfach deutlich besser wiedergeben können. Deswegen ist es wirklich empfehlenswert, die zusätzlichen Ausgaben für eine Soundkarte in Kauf zu nehmen.

4.2. Nutzung beim Gaming

Vor allem beim Gaming wird gern auf eine bessere Soundkarte zurückgegriffen, denn generell sind viele moderne Spiele wie beispielsweise Battlefield 4 nicht nur optisch ein wahres Erlebnis, sondern versprechen auch eine tolle Klangqualität. Da die klassischen Gaming-Headsets sehr kostenintensiv sind, entscheiden sich mittlerweile viele Gamer dafür, die persönliche Ausrüstung selbst zusammenzustellen. Selbst gute Soundkarten gibt es bereits wirklich günstig, sodass der Verbindung mit einem durchschnittlichen Line-In oder einem soliden USB-Headset nichts im Weg steht. Auf diesem Weg wird eine Qualität erreicht, die hinsichtlich des Sounds mit der eines wirklich guten Headsets vergleichbar ist.

4.3. Digitalisierung von Schallplatten und anderen analogen Formaten

Mit einem Line-In-Kabel ist es möglich, analoge Audiodateien, die sich beispielsweise auf Kassetten und Schallplatten befinden, einfach über den PC abzuspielen. Damit ist eine Digitalisierung der alten Musikstücke möglich. Wichtig ist dann nur eine entsprechende Treiber-Software. Diese gibt es auch kostenlos beispielsweise von Audacity. Auch die Nutzung einer externen Soundkarte ist möglich, wenn Sie Daten digitalisieren möchten und dafür PC oder Laptop nutzen wollen. Wichtig ist nur, dass ein entsprechender Anschluss vorhanden ist.

soundwelle

5. Anschluss der Soundkarte

Der Anschluss Ihrer Soundkarte hängt entscheidend davon ab, für welches Modell Sie sich entscheiden. Hier gibt es große Differenzen. Am einfachsten gelingt der Anschluss mit der USB-Soundkarte. Über das USB-Kabel werden Tablet, PC und Laptop einfach an den serienmäßig vorhandenen USB-Anschluss angebunden. Dies ist auch für Laien denkbar einfach. Anders ist es, wenn Sie eine interne Soundkarte nutzen wollen. In diesem Fall wird technisches Grundwissen benötigt.
Damit Sie eine interne Soundkarte einsetzen können, müssen Sie mit dem Kreuzschlitz-Schraubendreher zunächst das PC-Gehäuse öffnen. Achten Sie darauf, dass Sie den PC vorher vom Strom trennen. Auf dem Motherboard suchen Sie nun mehrere weiße Streifen. Damit können Sie den seriellen Bus PCI ausmachen. Das Kürzel steht für Peripheral Component Interconnect. In diesen Bus stecken Sie später die Soundkarte, die einen PCI- oder einen PCIe-Anschluss besitzt. Verschrauben Sie beides fest miteinander. Achten Sie bei der PCI-Express-Soundkarte darauf, dass diese schneller ist als ein Modell mit einem einfachen PCI-Anschluss. Die Signale werden bei dieser Technik direkt hintereinander gesendet. Bei der anderen Technik erfolgt das parallel.
Haben Sie die Hardware installiert, ist es erforderlich, dass Sie einen Eingriff ins BIOS vornehmen. Dort können Sie den alten Soundchip abschalten und deaktivieren. Nun ist die Einstellung der neuen Soundkarte möglich. Am einfachsten funktioniert das mit der mitgelieferten Treibersoftware. Abschließend muss die neue Soundcard nur noch als Standard-Audiogerät definiert werden.

6. Hersteller der Soundkarten im Überblick

Es gibt mittlerweile mehrere bekannte Hersteller von Soundkarten auf dem Markt. Viele Modelle, die für IBM kompatible PCs geeignet sind, kommen von AdLib sowie Creative Labs. Beherrscht wird der Markt bereits seit einiger Zeit von Creative sowie Asus. Neben diesen beiden Unternehmen gibt es allerhand weitere Hersteller wie beispielsweise Steinberg, die in diversen Soundkarten-Tests immer wieder auffallen. Für Sie haben wir die wichtigsten Marken noch einmal zusammengefasst:

  • Asus
  • Auvisio
  • Conrad
  • Creative
  • Beyerdynamic
  • LogiLink
  • CSL
  • ESI
  • InLine
  • Esys
  • Enermax
  • DeLock
  • Edirol
  • Steinberg
  • Speedlink
  • StarTech
  • Terratec
  • Ultron
  • Sweex

7. Das sagt die Stiftung Warentest

soundkarten anschluesse
2014 hatte die Stiftung Warentest Soundkarten im Test.

Für ihre Ausgabe 09/2014 haben die Experten der Stiftung Warentest einen umfassenden Soundkarten-Test vorgenommen. Der Fokus lag hier jedoch auf der Digitalisierung von Audiodateien. Das Prüfunternehmen hat in dem Test immer wieder bei den Onboard-Modellen mit lästigen Störgeräuschen zu kämpfen. Daher wird auch betont, dass die Qualität entscheidend vom Signal-Rauschabstand beeinflusst wird. Umso höher der Abstand ist, desto besser ist das für die Klangqualität. Durch einen hohen Signal-Rauschabstand legen auch die Audiosignale deutlich zu. Stimme und Ton sind damit lauter, wodurch das Rauschen an sich übertönt wird.
Die Stiftung Warentest nutzte verschiedene Kriterien für die Qualitätsbewertung. Neben Ohrkurvenfilter A wurden hier Line-Ausgang, Line-In, Ausgangsleistung und Frequenzgang berücksichtigt. Die Edirol UA5 hat sich dabei als Vergleichssieger durchgesetzt. Sie wird gehobenen Ansprüchen gerecht. Einsteiger, die keinerlei Mikrofon-Ansprüche haben, können sich aber auch für eine Edirol PC-Soundkarte mit USB-Anschluss entscheiden.

8. FAQ zu Soundkarten

8.1. Wo kann ermittelt werden, welche Soundkarte derzeit genutzt wird?

Arbeiten Sie mit Windows, finden Sie das am einfachsten im Geräte-Manager heraus. Drücken Sie hierfür einfach die Windows-Taste. Nun geben Sie in die Suchleiste das Wort Geräte-Manager ein. Es wird eine Liste aufgezeigt, in der Sie auf Audio-, Video- und Gamecontroller wechseln. Hier findet sich der Verweis zur jeweiligen Soundkarte. An dieser Stelle ist es auch möglich, einen Blick auf den bereits installierten Treiber zu werfen. Finden Sie hier nicht das Passende, geben Sie einfach ″dxdiag″ ein. Anschließend wird eine komplette Auflistung angezeigt, in der alle PC-Komponenten zu finden sind.

8.2. Warum ist eine Soundkarte überhaupt notwendig?

Sie sollten die Frage eigentlich anders herum stellen: Also warum sollten Sie keine Soundkarte verwenden? Gamer haben die Soundkarten vor allem aufgrund des guten Klangs schätzen gelernt. Sie zahlt sich beim Zocken aus, in dem Umgebungsgeräusche realistisch wiedergegeben werden oder die Schritte des Gegners bereits hörbar sind, bevor dieser überhaupt zu sehen ist. Weiterhin sind die Soundkarten die ideale Wahl, wenn Sie die Musik einer Schallplatte digitalisieren möchten. Sie können eigene Song aufnehmen, können damit aber auch das Heimkino aufbauen. Besitzt die Soundkarte einen Defekt, ist ein Wechsel recht einfach.

soundkarten usb

8.3. Wie finde ich heraus, ob eine Unterstützung für 5.1 vorhanden ist?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu ermitteln, ob die eigene Soundkarte 7.1 oder 5.1 unterstützt. Am einfachsten ist der Blick ins Handbuch des jeweiligen Geräts. Alternativ bieten auch Leistungsinformationen zum Mainboard die gewünschte Auskunft. Sie können aber auch einfach einen Blick auf die Anschlüsse werfen. Hat die Soundkarte fünf Lautsprecheranschlüsse sowie einen Subwoofer-Anschluss, unterstützt sie das Soundsystem 5.1. Sind sieben Lautsprecher- und ein Subwoofer-Anschluss vorhanden, ist die 7.1-Unterstützung garantiert. Damit die Soundsysteme funktionieren, sind Sie auch auf die richtigen Rück- und Seitenlautsprecher angewiesen. Haben Sie stattdessen nur 3 Klinke-Anschlüsse mit 3,5 mm, ist die Stereo-Soundkarte einfach ausgeführt.

8.4. Wie lässt sich eine defekte Soundkarte erkennen?

Eines ist sicher: Eine defekte Soundkarte bemerken Sie relativ zügig. Oft verschlechtert sich der Ton erheblich oder Sie hören einfach nichts mehr. Bevor Sie eine neue kaufen, sollten Sie diese im BIOS Ihres Rechners kontrollieren. Kontrollieren Sie, ob Sie neue notwendige Treiber installieren müssen. Sie können sich aber auch, wie unter Punkt 8.1 beschrieben, für einen Blick in den Audio-, Game- und Videocontroller entscheiden. Deinstallieren Sie hier zunächst die vorhandenen Treiber und starten Sie den PC nun neu. Per Download können Sie erneut auf die Soundtreiber zugreifen und diese installieren. Hören Sie danach immer noch nichts oder nur wenig, sollten Sie die Soundkarte unbedingt wechseln.

8.5. Kann ich über Spotify die Einstellungen der Soundkarten ändern?

Streamen Sie Musik über Spotify und möchten hier die Einstellungen der Soundkarte ändern, müssen Sie sich auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen. Die Einstellungen lassen sich nämlich nur bedingt anpassen. Von Spotify werden automatisch die Voreinstellungen genutzt. Leider haben Sie nicht die Möglichkeit, bevorzugte Audio-Einstellungen vorzunehmen.

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