DDR4-RAM Test 2018

Die besten DDR4-Arbeitsspeicher im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die besten Taktraten bei SD-RAM-Arbeitsspeichern werden im Jahr 2017 durch DDR4-RAM erzielt. Neuartige Computer mit modernen Motherboards profitieren besonders von dieser Technologie.
  • DDR4-Arbeitsspeicher stellen vor allem mit einem niedrigen Energieverbrauch, hohen Übertragungsraten und besserer Fehlerkorrektur alles bisher Dagewesene in den Schatten.
  • Neuartige Prozessoren mit eingebauten Speichercontrollern können ihre volle Leistungsfähigkeit am ehesten durch den Dual-Channel-Modus der Hauptspeicher abrufen.

ddr4ram 8gb

Seitdem das SD-RAM in der Kategorie der Speichermodule Einzug gehalten hat, fand eine stetige Leistungssteigerung statt. Ein wichtiger Faktor für die künftige Unverzichtbarkeit ist die Double-Data-Rate (DDR)-Technologie.

Diese sorgt für eine immense Steigerung der Kapazitäten der Hauptspeicher und präpariert diese auch durch Dual-Channel-Technik in Verbindung mit 64-Bit-PCs bestens für die künftigen Anforderungen. Ein weiterer Aspekt, der Sie dazu veranlassen könnte, ein DDR4-Ram zu kaufen, ist die Sparsamkeit im Energieverbrauch.
Die folgende Kaufberatung soll Ihnen anhand unseres DDR4-RAM-Vergleichs 2018 Einblick geben in die Vielfältigkeit der Kategorien, der verschiedenen Typen, der unterschiedlichen Modelle und der relevanten Hersteller im Bereich DDR4-RAM. Zwar gibt es zwischen den einzelnen Modellen in diversen DDR4-RAM-Tests nur marginale Unterschiede, was Sie allerdings nicht davon abhalten sollte, einige elementare Kriterien zu beachten, wenn Sie sich für diese Art Speicher entschieden haben.

1. Verschiedene Speichertypen

ddr 4ram 16gb
Im futuristischen Design: die Ripjaws von G.Skill mit 16 GB Arbeitsspeicher.

Der Fortschritt in der Halbleitertechnik ist eng verknüpft mit der Möglichkeit, die Methode einer elektronischen Datenspeicherung nutzen zu können. Dies gilt als eine der wichtigsten informationstechnologischen Errungenschaften der jüngeren Vergangenheit.

Mikrochips mit integrierten Transistoren erlauben heutzutage komplizierte Schaltkreise auf vergleichsweise kleinem Raum. Vor nicht allzu langer Zeit waren es noch Lochkarten, die zumindest ein paar binäre Informationen speichern konnten. Verglichen mit heutigen Speichermedien mutet diese Methode natürlich regelrecht altertümlich an. Insbesondere dann, wenn man sich die Relationen vor Augen hält. So passen die Informationen von einigen Millionen dieser Lochkarten auf ein kleines Speichermedium mit einer Kapazität von 1 GB.

Unterschiedliche Kriterien sind es, die verschiedene Datenspeicher in PCs voneinander unterscheiden. Wenn Sie Daten langfristig zu speichern beabsichtigen, könnte sich ein externer Datenträger anbieten. Robustheit und Flexibilität sind die Attribute, wegen denen viele Nutzer zu DVDs, Flash-Speichern, Disketten oder ähnlichen Medien greifen. Nützliche Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel der Stiftung Warentest. Eine feste Speicherung wichtiger Systemdaten (auch nach Trennung vom Stromnetz) geschieht auf der im Computer verbauten Festplatte. Diese ist natürlich in der Kategorie „Interne Datenspeicher“ anzusiedeln.

Ram einbauen
Richtig installiert, sind DDR4-Arbeitsspeicher wahre Helfer für Ihren Computer.

Allerdings ist auch der sogenannte Random-Access-Memory, kurz RAM, ein wichtiger Bestandteil der Datenspeicherung. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass diese Art der Speicherung nach Ende der Stromspeisung die gespeicherten Daten wieder verliert. Was diese Art der „Zwischenspeicherung“ jedoch auszeichnet, ist neben einer enorm schnellen Zugriffszeit auch die überaus hohe Datenübertragungsrate. Dieses Prinzip ist also nicht für eine langfristige Speicherung ausgelegt.

Der Begriff Arbeitsspeicher verrät schon die Funktion. Seine Aufgabe ist klar damit definiert, relevante System-und Programmdaten für den CPU (Central- Processing- Unit) zwischen zu speichern. Das RAM leitet Daten, die er von der vergleichsweise trägen Festplatte lädt, an den Prozessor wesentlich schneller weiter. Dieser Schritt ist notwendig, weil die Verarbeitung der Festplatten-Daten bei einem direkten Zugriff des Prozessors erheblich mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.
Hier finden Sie eine recht anschauliche Erklärung zu diesem Thema.
In der unten stehenden Grafik sehen Sie außerdem die Unterschiede in Kapazität und Geschwindigkeit zwischen den verschiedenen Arten von Arbeitsspeichern und Festplatten.

DDR4 RAM

ddr4ram kaufen

SSD

ssd festplatte

HDD

hdd festplatte

Kapazität
  • 16 GB
  • 512 GB
  • 1.000 GB
Zugriffszeit
  • 9–15 ns (Nanosekunden)
  • 0,1 ms (Millisekunden)
  • 10 ms (Millisekunden)
Übertragungsrate Lesen/Schreiben
  • 25 GB/s / 25 GB/s
  • 550 MB/s / 480 MB/s
  • 220 MB/s / 200 MB/s
Fazit: Der Vergleich soll hier nur als Überblick angesehen werden. Hohe Geschwindigkeiten gehen oftmals zu Lasten schlechter Speichereigenschaften. Arbeitsspeicher werden deshalb oft als ungeeignet zur nachhaltigen Speicherung angesehen.

2. SD-RAM sorgt für höhere Taktfrequenzen

Ein weiterer Faktor, der in verschiedenen DDR4-RAM-Tests immer wieder auftaucht, ist der Synchronous Dynamic Random Acceess memory, der SD-RAM. Wie ist die Funktionsweise eines Arbeitsspeichers und mit welcher Mund pethode werden die Daten gespeichert und abgerufen? Prinzipiell kann man sagen, dass ein RAM aus Mikrochips besteht, auf denen Kondensatoren und Transistoren verbaut sind. Speichermodule, die auf der DRAM-Technik basieren, bestimmen heute den Markt. Die Information wird hier in Form von elektrischen Impulsen in kleinen Kondensatoren gespeichert.
Jedoch findet auch in DDR4-RAM-Modulen keine kontinuierliche Entladung dieser Kondensatoren statt, weshalb diese eine alle paar Ms eine Auffrischung benötigen. Relativ günstige Herstellungsmöglichkeiten verschafften der DRAM-Technik (D=dynamisch) dennoch zum Durchbruch im Arbeitsspeicher-Segment.

Unterhalb des Herzstückes des Computers, dem CPU, befinden sich die Steckplätze für den RAM-Arbeitsspeicher.

Die Positionierung der Speicherzellen ähnelt durch neben- und untereinander angeordneten Komponenten einer Tabelle. Für jede Speicherzelle (1 Zelle = 1 Bit) kommen zwei Zustände in Frage. Einmal der Geladene und zum anderen der Ungeladene. Auf einem solchen Speicherchip befinden sich mehrere Milliarden dieser Zellen, von denen jede Einzelne gerade einmal die Größe eines Staubkorns aufweist. Für eine optische Wahrnehmung bräuchten Sie tatsächlich bereits ein Mikroskop.

SD-RAM-Speicherkomponenten (S= synchronisiert) verfügen über eine bestimmte Taktung und können einen beachtlichen Datendurchsatz ermöglichen. Der benötigte Takt hängt ursächlich vom Speichercontroller im Chipsatz Ihres Computers ab. Dies erfordert eine gewisse Symbiose der Frequenzen Ihres Speichercontrollers und des Arbeitsspeichers. Bereits Ende des letzten Jahrtausends war eine Performance von bis zu 133 Mhz (Megahertz) bei einem herkömmlichen SD-RAM keine Seltenheit.

Zur Vereinfachung: Dies bedeutet, dass sich jede Zelle 133.000 Mal/s zum Lesen oder Schreiben ansteuern lassen kann, solang die Taktfrequenz des Controllers diesem Vorhaben in die Karten spielt.

Beeindruckende Zahlen, nicht wahr? Doch auch hier hat natürlich im Laufe der Jahre eine stetige Leistungssteigerung durch neue Anforderungen stattgefunden. Da viele Zentralprozessoren heute im Jahr 2017 bereits im Ghz-Bereich arbeiten und viele Milliarden binäre Rechenschritte in einer Sekunde verarbeiten können, war eine weitere Verbesserung in der RAM-Entwicklung unumgänglich.
Eine Optimierung der Taktfrequenz auf bis zu 400 Mhz war der Grundstein für diese Entwicklung.

SD-Ram

Der eigentliche Clou war jedoch folgende Methode:

Ein herkömmliches SD-RAM war lediglich in der Lage, je Takt ein einziges Datenpaket zu verarbeiten. Jeder dieser Takte besteht aus einem Stromstoß, der die Kondensatoren in den Speicherzellen lädt und entlädt. Das Verhalten der Takte in Form einer Sinusschwingung haben sich findige Ingenieure zu Nutze gemacht, indem nun sowohl das An- als auch das Absteigen der Spannungskurve eines jeden Taktsignals für eine Datenübertragung benutzt wird. Dadurch multipliziert sich Datenrate mit dem Faktor 2. Die Double-Data-Rate (DDR) war geboren.

Zusätzlicher Beliebtheit erfreut sich auch die sogenannte Prefetch-Technik. Bei dieser Methode werden zur unmittelbaren Abrufbarkeit in den Speicherzellen die Datenbündel in einen speziellen Puffer geleitet, der mit einem doppelten (DDR2-Ram) oder gar vierfachen Tempo (DDR4-Ram) abgerufen werden kann. Eine Taktfrequenz von 200 Mhz wird durch die DDR-Technik also auf 400 Mhz verdoppelt. Wenn nun die Daten von 4 Speicherzellen zur gleichen Zeit vom Speichercontroller ausgelesen werden können, führt dies zu einer Frequenz von 1.600 Mhz. Diese Methode trägt dann den Namen DDR4-1600.

ram einbauen
Auf ein festes Einrasten des Speicherriegels sollte stets Acht gegeben werden.

Diese beiden Entwicklungen trugen zu einer signifikanten Steigerung des Datendurchsatzes der Arbeitsspeicher bei. Ständige Neuerungen und Verbesserungen in der Schaltung führten im Laufe der Zeit zu einer Datenrate von nunmehr 25,6 GB/s im DDR4-SD-RAM. Um sich diese immense Leistung bildlich vor Augen zu führen, stellen Sie sich eine Blu-Ray-Disc vor mit ihrem gesamten Inhalt. Ob Tonspuren, Bildformate, Untertitel usw., all diese Daten könnte die CPU in einer einzigen Sekunde lesen und verarbeiten. Das klingt zugegebenermaßen recht imposant, kann in der Realität aufgrund Beschränkungen bezüglich der Hardware aber leider nur in den seltensten Fällen erreich werden.
DDR4-RAM im Vergleich mit älteren Modellen:

  • Taktfrequenz fast zweimal so hoch
  • mit 1,2 V genügsam im Energieverbrauch (DDR3-Ram = 1,5 V)
  • ausgereiftere Fehlerkorrektur
  • sehr preisintensiv
  • keine Kompatibilität mit alten Motherboards
  • hohe Anforderungen an GHz-Prozessor und SSD-Speicher

3. DDR4-RAM: Zu den Eigenschaften

3.1. Maximale Kapazität des Speichers

Welche Anzahl an Arbeitsspeichern ist für Sie angemessen? Möchten Sie ein DDR4-RAM kaufen, ist diese Frage von entscheidender Bedeutung, da mit steigender Speicherkapazität natürlich auch der Preis steigt. Hier kommt es zum einen auf Ihre Hard- bzw Software an, zum anderen auf den Verwendungszweck des Speichers. Da es beim DDR4-RAM sowohl 16 GB, als auch 32 GB Module gibt, können Sie hier durchaus variieren.
Schädlich kann zu viel Speicherkapazität natürlich erstmal nicht sein, dennoch sollten Sie Ihrem Portemonnaie zuliebe vermeiden, im übertragenen Sinne mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

ram abkühlen
Für langanhaltende Frische: eine Ummantelung aus Metall schützt den RAM-Arbeitsspeicher vor Überhitzung.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Preise im DDR4-Bereich. Soll heißen – wesentlich mehr Speicherkapazität als benötigt, ist zwar nicht schädlich, aber eben auch nicht sinnvoll. Vor dem Kauf müssen Sie sich also vor Augen halten, welche Hardware Sie zur Verfügung haben und für welche Zwecke Sie Ihren PC benutzen wollen.

Wenn Sie mit Programmen arbeiten, die große Rechenressourcen erfordern, sollte sich der Griff zu hohen Speicherkapazitäten durchaus lohnen. Dazu gehören Programme zur Video-, Bild-, oder Audiobearbeitung. Auch bei Software zur Kalkulation oder zur Statistikerhebung entscheiden sich viele User für umfangreiche Speicherkapazitäten. Stetige Wechsel zwischen unterschiedlichen Anwendungen erfordern ebenso oftmals einen gewissen Speicher.

In jedem Fall sollte eine minimale Speicherkapazität von 8 GB verfügbar sein, da neuartige Mainboards mit schnellen Prozessoren eine Grundvoraussetzung für heutige DDR4-RAMs sind. Wenn Sie vorwiegend anspruchsvolle Programme wie die oben erwähnten benutzen, empfiehlt sich jedoch ein Minimum von 16 GB. Server und High-End-Rechner lassen sich sogar mit DDR4-RAM bei 512 GB Speicherkapazität ausrüsten.
Wenn Sie sich ein Bild über die zurzeit höchsten Speicherkapazitäten machen wollen, empfehlen wir Ihnen folgenden Link: höchste Speicherkapazitäten.
Ein 64-Bit-Betriebssystem ist grundsätzlich eine der grundlegenden Anforderungen, um auf die komplette Speicherkapazität zugreifen zu können.

Es gibt zwar Möglichkeiten, ein 32-Bit-Betriebssystem auch auf Hardware mit 64 Bit zu verwenden, allerdings handelt es sich dabei mehr oder minder um eine Mogelpackung, da nicht alle Vorzüge eines neuartigen Computers genutzt werden können. Mainboards mit Steckplätzen für DDR4-RAM können jedoch permanent mit Betriebssystemen auf 64-Bit-Basis genutzt werden.

3.2. Speichermodule können auch als mobile Einheiten dienen

ram größe
Unterschiedlich in der Größe: die SO-DIMM fürt Ultra- und Notebooks (oben) und die DIMM für Computer (unten).

Motherboards moderner Computer erlauben durch ihre offene Konzeption und den damit verbundenen zahlreichen Bus-Slots eine recht individuelle Erweiterung mit externer Hardware und eine vielseitige Konfiguration. Ob Grafikkarten, Festplatten, Blu-Ray-Laufwerke, Netzwerkkarten oder eben Arbeitsspeicher – die Möglichkeiten sind durch die offenen Steckplätze überaus vielfältig.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein DDR-SD-RAM zu erwerben, sollten Sie wissen, dass diese als doppelreihige Speicherriegel erhältlich sind.
Als Mini-Platine mit beidseitig verbauten Speicherchips finden diese Speichermodule mit der Bezeichnung Dual Inline Memory Module (DIMM) über die RAM-Slots Zugang zur Hauptplatine der CPU und werden dort vom Basis-Betriebssystems (BIOS) automatisch erkannt. Die untereinander inkompatiblen DIMMs weisen Unterschiede bezüglich des Speichertyps auf, weshalb sich DDR2- und DDR3-RAM-Module nicht in einen RAM-Port eines DDR4-Mainboards stecken lassen.

Laptops und Ultrabooks verwenden ihre ganz eigenen, sehr viel kleineren DIMMs, die sogenannten small Outline-DIMMs (SO-DIMM). Beide Arten haben allerdings eines gemeinsam: die Schaltungstechniken der DIMMs sind abhängig vom jeweilige Speichertyp. Die Anzahl der Kontakte und die der Speicherzellen unterscheiden sich allerdings wiederum. DDR4-Speicher unterhalten die größte Anzahl an Kontakten und Speicherzellen, unabhängig davon, ob DIMMs oder SO-DIMMs verwendet werden. Dies ist ein weiterer Unterschied zu DDR-RAM, DDR2-RAM oder DDR3-RAM.

Tipp: Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob ihr Computer mit einem DDR4-RAM kompatibel ist, gibt der RAM-Slot Ihres PCs Aufschluss darüber. Denn auf Ihrer Hauptplatine werden Sie ausschließlich Steckplätze vorfinden, in die sich kompatible Module einschieben lassen. Jede DIMM hat nämlich eine Kerbe an unterschiedlicher Stelle (je nachdem, welche DDR-Version verwendet wird). Eine Verwendung eines falschen DIMMs ist durch diese Bauweise somit ausgeschlossen. Ein SO-DIMM für DDR4-RAM ist ebenfalls nicht nach unten kompatibel. Die Anzahl der Motherboards, die eine Benutzung unterschiedlicher Speichertypen erlauben, ist sehr überschaubar.

3.3. Frequenz und Datenübertragungsrate

Die Geschwindigkeit eines DDR4-RAM wird einerseits durch die Taktfrequenz definiert und andererseits durch die Datenübertragungsrate:
Die Taktfrequenz: Die Chipbezeichnung gibt hier Aufschluss über die Geschwindigkeit. So verfügt beispielsweise ein DDR4-1600-RAM über eine Taktfrequenz von 1.600 MHz usw.
Die Datenübertragungsrate: An der sogenannten Modulbezeichnung lässt sich der mögliche Datendurchsatz ablesen. So steht die Bezeichnung „PC4-17000“ für eine Rate von 17 GB/s.

Chip Modul Frequenz I/O-Takt Effektiver Takt Datenübertragungsrate
DDR4-1600 PC4-12800 200 MHz 800 MHz 1600 MHz 12,8 GB/s
DDR4-2133 PC4-17000 266 MHz 1066 MHz 2133 MHz 17,0 GB/s
DDR4-2400 PC4-19200 300 MHz 1200 MHz 2400 MHz 19,2 GB/s
DDR4-2666 PC4-21300 333 MHz 1333 MHz 2666 MHz 21,3 GB/s
DDR4-3200 PC4-25600 400 MHz 1600 MHz 3200 MHz 25,6 GB/s

Tipp: Eine simple Formel berechnet die Rate zwischen Controller und Arbeitsspeicher: Effektive Taktfrequenz x 2 (DDR-Technik) x 8 Byte (64 Bit): 2

Beispiel: 1600 Mhz x 2 x 8 : 2 = 12800 Byte (12,8 GB)

3.4. Single-, Dual- oder Triplechannel – Die Möglichkeiten des Mainboards richtig nutzen

4–8 Steckplätze für diverse Arbeitsspeicher sind bei heutigen Motherboards üblicher Standard. Allerdings gibt es hier unterschiedliche Betriebsarten. Ein DDR4-RAM mit einer Kapazität von 16 GB kann mit unterschiedlich großen DIMMs herbeigeführt werden. Ein Single-Channel-Betrieb eines 16-GB-Riegels beispielsweise wäre eine der Optionen.

Drei-oder vierfach?
Ein simultaner Betrieb von mehr als zwei DIMMs gilt heute als Weiterentwicklung der Dual-Channel-Methode und wird mittlerweile von einigen Hauptplatinen unterstützt. Der Triple- oder Quad-Betrieb ermöglicht nie dagewesene Leistungswerte bei Ihrem DDR4-RAM.

Effektive Taktfrequenz

Die Taktfrequenz steht für die Geschwindigkeit einer Speicherzelle ohne die Double-Data-Rate. „I/O-Taktfrequenz“ hingegen steht für das Tempo des durch Prefetch-Technik des Hauptplatinen-Speichercontrollers. Am Beispiel eines DDR4-RAMs bedeutet dies eine Vervierfachung. Der Wert „effektiver Takt“ verrät nun also den möglichen Datendurchsatz durch Unterstützung der Double-Data-Rate-Technik und hat stets den doppelten Wert, wie der I/O-Takt.

Die effektivere Lösung jedoch ist der Kauf zweier DDR4-RAM-Module mit 3200 MHz und 8GB Speicherkapazität. Dies ermöglicht Ihnen nämlich, im Dual-Channel- Modus 16 GB zu nutzen. Hierbei werden die zwei 8 GB-DIMMs zeitgleich zueinander betrieben. Was diese Methode so nützlich macht, ist die Tatsache, dass beide Arbeitsspeicher vom Motherboard wie ein einzelner angesteuert werden, obwohl das Doppelte an Anschlüssen und damit auch das Doppelte an Datenleitungen genutzt wird. Dadurch ist ein größerer Fluss an Daten und Strom möglich. In der Theorie kann die Datenrate hiermit verdoppelt werden, weil 128 Leitungen im Dual-Channel-Mode statt nur 64 im Single-Channel-Mode nutzbar gemacht werden können.

Im Dual-Channel-Betrieb ist eine identische Geschwindigkeit der DDR4-RAM-Module anzuraten. Sollten Sie nämlich zwei unterschiedlich schnelle Komponenten verwenden, rechnet der Speichercontroller automatisch beide auf den langsameren herunter. Bei einem DDR4-RAM mit 3200 MHz und einem mit 2666 MHz wird im Dual Modus der schnellere auch auf 2666 MHz heruntergeregelt.
Mit einem Flex Modus arbeiten einige neuartige DDR4-RAM unterstützende Motherboards, da diese Speichermodule mit verschiedener Kapazität verwenden können. Bei zwei unterschiedlich großen Riegeln wird der Größere immer nur bis zum Wert des Kleineren im Dual-Modus betrieben. Darüber hinaus tritt der Single-Modus in Kraft.

Beispiel: Betreiben Sie dann einen 4 GB- neben einem 8 GB-Riegel, werden lediglich 4 GB des größeren Modells in den Dual-Mode übernommen. Für die übrigen 4 GB gilt dann der Single-Modus. Die Mehrzahl der aktuellen Mainboards erfordert allerdings noch immer einen Betrieb zweier DIMMs mit gleicher Leistung.

Tipp: Die meisten Hersteller veräußern ihre Arbeitsspeicher in sogenannten Dual-Channel-Kits. Dies sollte Sie aber nicht daran hindern, auch DIMMs verschiedener Marken im Dual-Channel-Mode betreiben. So etwas wie eine Herstellerbindung gibt es hier nicht. Einzig die technischen Werte sollten identisch sein. Wer ein DDR4-RAM upgraden will, greift auch häufig zu technisch identischen Komponenten in der doppelten Anzahl, um an Datenleitungen zu profitieren.

In folgendem Video sehen Sie eine Erklärung zur richtigen Einstellung von einem Profi der PC-Games:

3.5. Latenzen

Viele Menschen können mit dem Begriff „Latenzen“ oder auch „Timings“ im Zusammenhang mit der Kategorie „DDR4-RAM“ nichts anfangen. Dies liegt daran, dass vergleichsweise komplexe Zusammenhänge in einer oft unverständlichen Ziffernfolge angegeben werden. Daher möchten wir Ihnen dies leicht verständlich erklären.

Speicherzellen sind in einem bestimmten System angeordnet und der Speichercontroller bestimmt hier die Koordinaten der anzusteuernden Zelle, ähnlich wie bei einer X-und einer Y-Achse. Im Englischen bezeichnet man die Spalten und die Zeilen Row und Column. Die sogenannte Row Adress Strobe (RAS) gibt die Koordinaten einer Zeile an, die Column Adress Strobe (CAS) die einer Spalte. Dieser Prozess verursacht durch das Lesen und Schreiben einer Zelle und der damit verbundenen Ansteuerungsvorgänge der Steuerelemente des Controllers zeitliche Verzögerungen. Diese bezeichnet man auch als Latenzen.

RAS-to-CAS-Delay (tRCD): Bezeichnet die Anzahl der Adressierungstakte und Auswertung einer Zeile
CAS Latency (CL): Taktanzahl zur Ansteuerung und Auswertung einer bestimmten Spalte
RAS Active Time (tRAS): Taktanzahl für das Zurückschreiben bereits gelesener Daten auf einer bestimmten Zelle
RAS Precharge Time (tRP): Taktanzahl zwischen der Abschaltung der gelesenen und dem Aktivieren einer noch zu lesenden Zelle
RAS Cycle Time tRC: Gibt die Summe aus t_RAS und tRP an und vereinfacht so die Darstellung

Die Taktfrequenz und die sogenannten Timings hängen somit direkt miteinander zusammen. Der Speichercontroller kann sich natürlich umso zügiger der nächsten Prozesse widmen, je geringer die Anzahl der Takte ist, die er für den aktuellen Prozess benötigt. Je geringer der Wert also ist, umso besser. Ein Wert von 16:18:18:36 ist hier als schwächer anzusehen, als ein Wert von 14:16:16:31. Dies gilt jedoch ausschließlich bei der gleichen Taktfrequenz, da sich ein höherer Frequenzwert unmittelbar auf die Gesamtgeschwindigkeit des DDR4-Moduls auswirkt.
Mehr dazu finden Sie hier.

Außerdem gibt auch das nachfolgende Video gute Einblicke in die Thematik.

4. Fragen und Antworten

4.1. Marke oder No-Name?

Diese und ähnliche Fragen haben sich bereits mehrere Institute, die ähnlich wie die Stiftung Warentest agieren, in DDR4-RAM-Tests gestellt. Das Ergebnis waren unterschiedliche DDR4-RAM-Vergleichssieger. Gibt es nun eine allgemeingültige Antwort?

Nun, die Hersteller von Arbeitsspeichern lassen sich in drei Kategorien einteilen. Computer-Hersteller, Dritt- und NoName-Hersteller. PC-Produzenten werben häufig mit dem Argument, ihre Produkte wären besonders gut mit anderen Geräten dieser Marke kompatibel. So soll also ein DDR4-SO-Dimm von Samsung auch auf allen anderen Endgeräten der gleichen Marke besser funktionieren, als die Modelle anderer Hersteller. Dies mag ein nettes Marketinginstrument sein, jedoch gibt es laut zahlreichen Erfahrungsberichten keinen signifikanten Unterschied zwischen diesen Marken-Modellen und der Typen von Drittanbietern. Die No-Name- Hersteller positionieren sich oft mit dem Argument am Markt, ein DDR4-RAM günstig anzubieten. Allerdings ist dies oftmals nur zu Lasten der Qualität realisierbar und so gibt es immer wieder Beschwerden über minderwertige Speicherchips mangelhafte Qualitätsprüfung und schlechten Service.

Auf dieser Abbildung sehen Sie deutlich die oben erwähnten verschieden angeordneten Kerben auf unterschiedlichen DIMMs zwischen den Kontakten.
Als überaus konkurrenzfähig haben sich folgende Hersteller erwiesen:

  • Kingston
  • ADATA
  • Corsair
  • Samsung
  • G.Skill
  • Crucial
  • Patriot
  • Transcend

4.2. Kocht Apple mal wieder sein eigenes Süppchen?

Apple befeuert oftmals die These, dass herkömmliche RAM-Produkte auf deren MacBook oder I-Mac nicht funktionieren. Doch lassen Sie sich hier keinen Bären aufbinden. Auch Apple verbaut seit einiger Zeit Prozessoren der Marke Intel und setzt auch hier auf handelsübliche Arbeitsspeicher. Einzig die DDR4-RAM-Technik lässt sich mit den derzeitigen Apple-Produkten noch nicht vereinbaren. Hier wird nach wie vor DDR3-RAM verwendet.

4.3. Die Gretchen-Frage: 32 Bit oder 64 Bit?

Durch die noch immer häufig verwendete 32-Bit-Architektur bleibt die mögliche Menge an Arbeitsspeicher doch sehr begrenzt. Die Bezeichnung wird gerne für verschiedene Komponenten benutzt, wobei allerdings der Fokus klar auf dem Prozessor liegt. Bei einem Prozessor mit 32 Bit ist die verfügbare Speichergröße auf lediglich 4 GB begrenzt. Obwohl natürlich auch größere Speicherkomponenten verbauen können, kann das System nur mit diesen 4 GB arbeiten. 64-Bit-Rechner-hingegen verfügen über nahezu unerschöpfliche Reserven in diesem Bereich. 32-Bit-Systeme können zwar auch bei Computern auf 64-Bit-Basis betrieben werden, unterstützen aber lediglich 4 GB.

Ob 32- oder 64-Bit-Systeme unterstützt werden, hängt einerseits vom Prozessor und andererseits von den Chipsätzen ab, die interne Hardware ebenso steuern wie externe. Auch die Software, die programmiert worden ist, spielt eine Rolle. Auch wenn es nicht sinnvoll erscheint, können Sie mit zu umfangreichem Arbeitsspeicher prinzipiell zumindest erstmal nichts kaputt machen. Vorwiegend neuere 64-Bit-Motherboards unterstützen DDR4-Ram. Vorausgesetzt, Betriebssystem und Software stimmen.

4.4. Übertaktung?

ram übertaktung

Mehr Platz für Daten und Kontakte: Eine DDR4- weist mit 288 Kontakt-Pins 44 mehr auf, als eine DDR3.

 

Sie können Ihre Speicherriegel aber auch mit einer höheren als der vom Hersteller vorgesehen Taktfrequenz betreiben, wenn die Performance mal nicht reichen sollte. Wie bei Grafikkarte und Prozessor, ist auch eine Übertaktung anderer Halbleiterbausteine möglich. Eine Erhöhung der Taktfrequenz des Speichercontrollers ist hier notwendig, um Ihr Ram zu übertakten, da beide Bauteile quasi miteinander arbeiten.
Wenn Sie eine Übertaktung einstellen möchten, nehmen Sie diese bitte in Ihrem BIOS vor. Oftmals arbeiten viele Intel-Chips ein standardisiertes Übertaktungsprotokoll, welches eine manuelle Einstellung unnötig macht. Das sogenannte XMP (Extreme Memory Profile) kann allerdings nur bei unterstützendem Mainboard und Speichermodul greifen. Viele Experten jedoch raten von dieser Vorgehensweise ab, da bei falscher Übertaktung neben einer Überhitzung, die das komplette System zum Wanken bringen kann, auch ein Erlischen der Garantie droht.

4.5. Wie viel Speicher ist notwendig?

Die Antwort auf diese Frage hängt wieder unmittelbar von dem Nutzungszweck Ihres PCs ab. Für aufwendige Aufgaben sollten schon 16-GB-Speicherkapazität zur Verfügung stehen. Perspektivisch entscheiden sich viele Nutzer für einen 8-GB-DDR4-Ram, wenn sie den Rechner vorwiegend als Office-PC nutzen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (30 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...