Fitness-Armband Test 2018

Die besten Fitness-Tracker im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Fitness-Armband werden die Funktionen von Smartwatch und Pulsuhr miteinander verbunden. Bewegung kommt in unserem Alltag häufig zu kurz. Die innovativen Armbänder sind dabei mehr als ein hilfreicher Fingerzeig, um mehr für Fitness und Bewegung zu tun.
  • Fitness-Armbänder sind in unterschiedlichen Ausführungen zu haben. Einige Arten besitzen ein Display, wieder andere Modelle kommen ohne aus. Die praktischen Helfer geben uns Hinweise darauf, ob wir uns ausreichend bewegen, wie viel Kalorien täglich verbraucht werden und ob wir tief und erholt schlafen.
  • Damit das Fitness-Armband zu einem zuverlässigen Begleiter wird, sollte das Band bequem sitzen. Von Belang ist auch eine gut funktionierende, umfangreiche und leicht zu bedienende App. Damit Sie alle Funktionen, welche beste Fitness-Armbänder mitbringen, auch nutzen können, sollte das Fitness-Armband kompatibel mit Ihrem Smartphone sein.

fitness armband
Fitness-Armbändern gehört die Zukunft. Dabei sind die Activity-Tracker mehr als eine kleine technische Spielerei. Sie liefern uns nützliche Informationen und steigern die Lebensqualität. Im Jahre 2015 wanderten in Deutschland über eine Million Tracker über den Ladentisch (Quelle: Statista). Fitness-Armbänder fallen unter die Kategorie der ″Wearables″. Dabei handelt es sich um Geräte, die man direkt am Körper trägt.

Bei näherer Betrachtung erinnern die Artikel  an eine herkömmliche Sportuhr. Doch der Unterschied zu herkömmlichem Schmuck ist unverkennbar, denn in einem Fitness-Armband steckt modernste Technik. Ein wahrer Fitness-Armband-Vergleichssieger steht einen Personal Trainer beinahe in nichts nach. So können Sie sich für kleines Geld auf einen eigenen Trainingsplan einlassen und gezielt daran arbeiten, Ihre sportlichen Ziele zu verwirklichen.

Unser Fitness-Armband-Vergleich 2018 gibt Ihnen Einblicke in die Produktvielfalt und die Anwendung der Geräte. So fällt es Ihnen leichter, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Ihren persönlichen Favoriten ausfindig zu machen.

1. Was kann ein Fitness-Armband leisten?

fitness armband sport
Mit einem Fitness-Armband können Sie wieder Freunde an der Bewegung erfahren.

Unser Alltag ist ausgefüllt mit Terminen und Verpflichtungen. Dabei sind wir beinahe rund um die Uhr auf den Beinen, ohne uns wirklich zu bewegen. Die Folge sind Gewichtszunahme und allgemeine Trägheit.

Gegen diesen chronischen Bewegungsmangel wurde mit dem Fitness-Armband eine wirkungsvolle Waffe auf den Markt gebracht. Wer die cleveren Armbänder richtig nutzt, wird plötzlich wieder Spaß an Bewegung empfinden und sich neue Ziele stecken, deren Erfüllung wiederum zu neuem Ehrgeiz motiviert. Dabei sind die Geräte nicht mit einer klassischen Pulsuhr oder einem Kalorien- und Schrittzähler zu vergleichen, denn ein Fitness-Armband kann weit mehr. Die Geräte zeichnen Informationen über die Aktivitäten ihres Trägers auf. Diese Daten stehen nicht allein im Raum, sie werden mittels App oder Computer-Software ausgewertet und aufbereitet. Der Nutzer kann sich selbst Tagesziele setzen und wird über deren Erfüllung auf dem Laufenden gehalten.

Wenn Sie ein Fitness-Armband kaufen, dann sollten Sie für sich selbst definieren, wie ernst Ihnen die Sache erscheint. Ist ein Fitness-Armband günstig zu bekommen, dann fällt es doch meist in die Kategorie der Lifestyle-Gadgets. Einen Leistungssportler wird ein Gerät, welches die Herzfrequenz nicht zuverlässig anzeigen kann, wahrscheinlich nur wenig überzeugen. Wer nur gelegentlich seine Aktivitäten zwischen Büro und Hausarbeit festhalten will, der wird sich kaum mit einem Brustgurt ausrüsten wollen, um genau über seine Herzfrequenz informiert zu sein. Wer diese Funktion jedoch schätzt, den wird das Garmin Vivofit wohl zu überzeugen wissen, denn das Fitness-Armband kann über ANT+ Funkstandard auch mit von Drittherstellern auf den Markt gebrachten Brustgurten verbunden werden.

Tipp: Oftmals funktioniert das Pairing über Bluetooth nicht reibungslos. Die Ursache kann in anderen Wellenbewegungen liegen, welche den Funkverkehr behindern. Soll sich das Fitness-Armband mit dem Smartphone verbinden, dann bietet es sich an, wenn Sie andere Geräte, die eine Funkverbindung benötigen abschalten.

2. Die Funktionsweise von Fitness-Armbändern

2.1. Der Schrittzähler und der Bewegungssensor

kalorienverbrauch fitness armbaender
Auch der Kalorienverbrauch wird von vielen Fitnessarmbändern angezeigt.

Die meisten Geräte in diversen Fitness-Armband-Tests können als Weiterentwicklung des herkömmlichen Schrittzählers verstanden werden. Ein Schrittzähler-Armband nutzt Bewegungssensoren, um eine etwaige Beschleunigung oder Lageveränderung erfassen zu können. Wie genau die erfassten Daten letztlich ausfallen, hängt mit dem verwendeten Algorithmus zusammen.

Ein gutes Fitness-Armband wird keine Probleme damit haben, Laufen und Gehen zu unterscheiden. Zwischen den angezeigten Ergebnissen gibt es zwischen den einzelnen Typen teils große Unterschiede. Wird ein GPS-Armband benutzt, dann lassen sich auch zum Streckenverlauf detaillierte Informationen abrufen. Damit ähnelt ein GPS-Fitness-Armband einer GPS-Uhr. GPS-Armbänder lassen meist einen Höhenmesser vermissen. So kann die Steigung der zurückgelegten Strecke nicht erfasst werden. Das LG Lifeband Touch stellt eine Ausnahme dar und bringt diese Funktion mit. Timer und Stoppuhr sind dagegen Funktionen, die beinahe alle Arten von Fitness-Armbändern mitbringen.

2.2. Wie lassen sich Fitness-Armbänder mit dem Smartphone verbinden?

Das Fitness-Armband kann mit einer Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone verbunden werden. Dies erweitert den Funktionsumfang der Fitness-Armbänder und hilft, deren Potential voll auszuschöpfen. Auf dem Smartphone kann auf die aufgezeichneten Daten zugegriffen werden. Spezielle Apps gehen dabei noch tiefer ins Detail und ermöglichen, den Kalorienverbrauch zu ermitteln oder die zurückgelegte Distanz einzusehen. Damit diese Angaben eine relevante Größe darstellen, sollten Sie beim Einrichten der App möglichst genaue Angaben zu Körpergröße oder Gewicht machen. Diese Angaben dienen zugleich als Basiswerte für die Festlegung von Tageszielen und für das Erstellen individueller Workout-Pläne.

Hinweis: Bluetooth-Verbindungen stellen eine Belastung für Fitness-Armband und Smartphone dar.bluetooth

Einige Apps gehen noch einen Schritt weiter und ermöglichen die Erfassung des Ess- und Trinkverhaltens. Besonders einfach lässt sich dabei mit dem Jawbone-UP-Armband 24 arbeiten. Sie können mit diesem Fitness-Armband den Barcode der verzehrten Lebensmittel scannen und anschließend die jeweilige Menge bestimmen.

Einige Fitness-Armbänder lassen sich auch direkt an den Computer anschließen. Dies kann zum Beispiel wie beim Nike+ FuelBandSE über USB erfolgen. Somit müssen Sie das Fitness-Armband nicht mehr zwingend mit dem Smartphone verbinden. Einige Nachteile gegenüber Bluetooth werden jedoch deutlich. Neben Einschränkungen im Funktionsumfang ist auch die fortlaufende Datensynchronisation nicht gegeben. Allgemein lässt sich sagen, dass die einzelnen Hersteller mit recht unterschiedlichen Apps aufwarten und dabei zum Teil vollkommen verschiedene Zielgruppen bedient werden.

Welche App eignet sich für welches Fitness-Armband?
Modell App Kompatibilität
LG Lifeband Touch LG Fitness iOS, Android
Polar Loop Polar Flow iOS, Android
Jawbone UP24 UP -Tracker Required (UP/UP24/UP MOVE), UP-Requires (UP/UP24/UP MOVE) iOS, Android
Garmin Vivofit Garmin Connect Mobile iOS, Android
Sony Smartband SWR10 Lifelog und Smart Connect Android
Fitbit Flex Fitbit iOS, Android
Samsung Gear Fit Samsung Gear, Fit Manager und Samsung S Health nur Samsung-Geräte
Nike+ Fuelband SE Nike+ FuelBand iOS, Android

Hinweis: Vor dem Kauf des Fitness-Armbandes sollten die notwendigen Systemanforderungen mit dem Smartphone abgeglichen werden. Die meisten Fitness-Armbänder benötigen eine Bluetooth 4.0-Verbindung. Diese Verbindung arbeitet besonders stromsparend, aber viele Smartphones älterer Baureihen unterstützen die Funktion leider nicht.

2.3. Die Bedienung

Die Bedienung der Fitness-Armbänder ist besonders innovativ. Sie haben dazu meist einen Knopf zur Verfügung oder aktivieren das Fitness-Armband direkt durch Tippen auf das Display. Oftmals kostet es etwas Mühe, sich mit der Bedienung der Geräte vertraut zu machen. Die Marken Sony und Jawbone erleichtern dies dem Käufer und liefern eine Erklärung der Bedienung über die zugehörige App mit.

Tipp: Ein Fitness-Armband sollte zu Ihrem täglichen und nächtlichen Begleiter werden. Auch unter der Dusche brauchen Sie das Armband nicht abzulegen, denn die meisten Geräte sind spritzwasserfest. Tragen Sie das Fitness-Armband rund um die Uhr, dann lassen sich die genauesten Werte erzielen.

2.4. Fitness-Armbänder und Motivation

funktionen fitness armband
Mit ihrem Fitness-Armband und seinen zahlreichen Funktionen verlieren Sie garantiert nicht die Motivation.

Wenn auch manche Geräte vielleicht die Ansprüche eines Profi-Sportlers nicht erfüllen können und zu wenig Funktionen mitbringen oder zu ungenaue Daten liefern, eines kann jedes Fitness-Armband, nämlich Sie zu mehr Bewegung anregen. Diese Motivierung ist die große Stärke der kleinen Geräte. Sie werden häufig nachschauen, ob Sie das Tagesziel bereits erreicht haben. Damit nicht genug, tragen Sie das Modell Polar Loop, dann werden Ihnen sofort Vorschläge unterbreitet, wie Sie Ihrem Ziel schneller näher kommen. Das Vivofit von Garmin denkt ebenfalls mit und warnt Sie, wenn Sie bereits seit Stunden am Schreibtisch festsitzen oder vor dem Fernseher auf der Couch lümmeln, ohne sich zu bewegen.

Es gibt auch Positives zu vermelden, nämlich dann, wenn das Tagesziel erreicht ist und Modelle wie das Fitbit Charge oder das Fitbit Flex dies durch Vibrieren anzeigen. Das Samsung Gear Fit Sport-Armband verleiht Ihnen für das Erreichen der gesteckten Ziele sogar eine virtuelle Medaille.

Die Motivation bleibt auf der Strecke, trotz Fitness-Armband und Tagesziel? Dann könnte es daran liegen, dass viele Dinge einfach allein keinen Spaß machen. Viele Apps erlauben das Verbinden mit Freunden. Teilen Sie Ihre Erfolge und treten Sie mit Freunden und Kollegen in einen Wettstreit. Es gibt diesbezüglich auch festgelegte Einstellungen. Beim Modell Jawbone UP besteht das Ziel darin, mit mindestens drei Freunden monatlich etwa 15 Kilometer zurückzulegen.

Die Empfehlung für die tägliche Bewegung lautet 10.000 Schritte. Dies entspricht einer Wegstrecke von acht Kilometern. Dies scheint für Hundebesitzer oder Freizeitsportler eine realistische Größe. Wer jedoch einen Großteil des Tages am Schreibtisch verbringt, der wird es schwer haben, an diesen Wert heranzukommen.

2.5. Fitness-Armbänder und Schlafüberwachung

Fitness-Armbänder sichernfitness armband sichern

In vielen Fitness-Armband-Tests fällt immer wieder auf, dass viele Modelle nicht ausreichend sicher halten. Besonders wer viel in Bewegung ist, läuft also Gefahr, das Fitness-Armband zu verlieren. Sie können sich selbst mit Gummiringen behelfen, welche sich über den Verschluss ziehen lassen. Der Hersteller Garmin bietet dieses Zubehör mit dem Vivokeeper sogar kostenfrei an. Für alle übrigen Fitness-Armbänder sind sogenannte Bitbelts gut geeignet. Das LG Lifeband bildet hier eine Ausnahme, denn es besitzt keinen Verschluss.

Nicht nur für die Bewegung am Tage sind Fitness-Armbänder sinnvoll. Viele Modelle besitzen auch einen zusätzlichen Nacht-Modus. Wenn dieser aktiviert wird, dann können die einzelnen Schlafphasen ermittelt werden und das Gerät erfasst neben der Schlafdauer auch die im Schlaf ausgeführten Bewegungen. Somit ist es möglich, das Schlafverhalten zu analysieren und vielleicht auch gezielt zu verändern. Der Schlaf-Modus geht bei den meisten Geräten nicht automatisch in Betrieb, sondern muss von Träger selbst aktiviert werden.

Einige Geräte, wie zum Beispiel das Sony Smartband SWR10, besitzen eine Art Timer, mit dem sich ein selbstständiges Umschalten vom Tag- in den Nacht-Modus und umgekehrt erzielen lässt. Wird über einen bestimmten Zeitraum keine Bewegung des Fitness-Armbandes mehr festgestellt, dann erfolgt die Aktivierung des Nacht-Modus. Stärkere Bewegungen setzen den Tag-Modus in Gang. Diese automatische Erkennung lässt sich meist über die App aktivieren. Bei Sony-Geräten nutzen Sie diesbezüglich die Smart Connect App. Wurden Schlafzeiträume falsch erfasst, weil man zum Beispiel unruhig geschlafen hat, lässt sich dies beim Modell Flex von Fitbit nachträglich korrigieren.

Eine Alleinstellung bezüglich der Überwachung der Schlafunktion stellt das Polar Loop dar. Der Trainingscomputer erkennt die Schlafenszeit komplett automatisch, denn es wird die längste Ruhepause des Tages als Schlaf gewertet. Dies kann aber auch zu Problemen führen, wenn Sie sich im Schlaf viel bewegen und der sensible Sensor Ihre Schlafenszeit dadurch verkürzt erfasst.

Die meisten Fitness-Armbänder lassen sich auch als Wecker benutzen. Dies geschieht durch sanfte Vibrationen und nicht durch einen schrillen Klingelton. Damit erwachen Sie sanft und starten ausgeruht und gut gelaunt in den Tag.

3. Wichtige Marken und ihre Produkte

Vorschnelle Kaufentscheidungen können besonders bei Fitness-Trackern schnell bereut werden. Das Angebot ist vielfältig und es ist nicht leicht, das richtige Fitness-Armband zu finden. Daher möchten wir Ihnen nachfolgend einzelne Modelle näher vorstellen.

3.1. Nike+ FuelBandSE

nike
Nike+ FuelBandSE

Der Hersteller Nike ist längst kein Unbekannter mehr auf dem Sportartikelmarkt. Mit Basketballer Michael Jordan als Werbegesicht schaffte es Nike schnell ganz nach oben und konnte sich diese Position bis heute sichern. Unter der Bezeichnung Nike+ bringt Nike seine Activity-Tracker und Smartphone-Apps auf den Markt. Die Fitness-Armbänder hat Nike sowohl für iOS, als auch für Android aufgelegt.

  • gute Motivationshilfe
  • für iOS und Android kompatibel
  • Motivationsbotschaften in Farbe
  • verringerter Tragekomfort durch starres Band
  • nicht wasserdicht

3.2. Samsung Gear Fit

Seit beinahe fünfzig Jahren besteht das Unternehmen Samsung. Der koreanische Hersteller ist weltweit führend, wenn es um die Umsetzung innovativer Ideen im Bereich digitaler Technologien geht. Nur in Verbindung mit einem Smartphone von Samsung nutzbar sind die Fitness-Armbänder Gear und Gear Fit. 

  • wasserdicht
  • viele Funktionen
  • inkludierter Herzfreuqenzmesser
  • Betrieb nur über Samsung-Smartphone möglich
  • Ungenauigkeiten beim optischen Pulsmesser

3.3. Sony Smartband SWR10

Das japanische Unternehmen Sony nahm im Jahre 1946 die Produktion auf. Fitness-Armbänder bringt Sony in unterschiedlichen Varianten auf den Markt. Möchten Sie ein Fitness-Armband günstig kaufen, dann bietet sich das SmartBand SWR10 als einfachstes Modell des Herstellers an. Die Produktpalette wird komplettiert durch das mit Display versehene Fitness-Armband SWR30 und die Smartwatch SWR50.

 

  • Tragekomfort
  • Sensor separat
  • wasserdicht
  • kein Display
  • nur für Android nutzbar
  • Sportfunktionen eher nebensächlich

3.4. Fitbit Flex

Das US-amerikanische Unternehmen Fitbit ging im Jahre 2007 in San Francisco an den Start. Die Unternehmensphilosophie zielt darauf ab, positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kunden einzuwirken und nebenher noch gute Laune und Spaß zu verbreiten. Dabei macht sich Fitbit moderne Sensoren- und Drahtlostechnik zu Nutze, um mit seinen intelligenten Produktlösungen zu überzeugen. Neben Fitness-Armbändern werden auch an der Kleidung zu befestigende Aktivitätstracker, sowie WLAN-Waagen hergestellt.

  • leicht
  • verschiedene Bandfarben
  • wasserdicht
  • kein Display
  • Fokus auf Lifestyle-Gadget

3.5. Garmin Vivofit

Seit einem halben Jahrhundert ist die Firma Garmin mit der Fertigung von Produkten für die Luftfahrt, die Marine oder die Automobilindustrie befasst. Ein Produktsegment befasst sich auch mit den Bereichen Sport und Outdoor. In diese Kategorie fällt auch das Garmin Vivofit. Bei den Artikeln von Garmin steht weniger der Spaßfaktor im Vordergrund. Die Fitness-Armbänder sind stärker auf sportbegeisterte Träger ausgerichtet.

  • Betrieb mit Batterien
  • Brustgurt für die Pulsmessung
  • Display dauerhaft in Betrieb
  • Beleuchtung des Displays fehlt

3.6. Jawbone UP24

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Jawbone UP24

Das US-amerikanische Unternehmen Jawbone zählt zu den Marktführern im Bereich von Wearables. Unter diese Kategorie fallen auch Fitness-Armbänder und Fitness-Tracker. Das Unternehmen verweist auf seinen innovativen Lifestyle-Tracking-Ansatz. Neben den Bewegungsgewohnheiten lassen sich auch Daten zu Ernährungsverhalten und Schlaf erfassen.

Kompatibilität des Jawbone UP24 mit anderen Apps:

  • Fitt
  • Nest
  • Lose it!
  • Withings
  • Sleepio
  • Tictrac
  • Wello
  • Pact
  • Fitstar
  • Strava
  • MapMy Fitness
  • IFTTT
  • MyFitnessPal
  • Runkeeper

Ihr Essverhalten behalten Sie mit diesem Modell ganz einfach im Auge. Sie scannen lediglich den Barcode der Lebensmittel und wählen die Portionsgröße aus.

  • einfach zu bedienen
  • App besitzt viele Funktionen
  • Essverhalten kann erfasst werden
  • unbequem zu tragen durch starren Armreif
  • kein Display

3.7. Polar Loop

Die Firma hat sich mit der Entwicklung von innovativen Geräten zur Herzfrequenzmessung einen Namen gemacht. Das Fitness-Armband von Polar versteht sich weniger als Lifestyle-Artikel, sondern richtet sich primär an Träger mit hohen sportlichen Ansprüchen.

  • sicherer Verschluss
  • Herzfrequenzmessung über Brustgurt
  • wasserdicht bis 20 Meter
  • schlichtes Design
  • Funktionsumfang begrenzt

3.8. LG Lifeband Touch

Das Lifeband Touch ist das einzige Modell an Fitness-Armbändern, welches die Firma herstellt. Der starre Armreif erweist sich als unpraktisch, denn er kann nicht verstellt werden. Je nach Armumfang kann es zu Problemen kommen, das Armband anzulegen. Bei schmalen Handgelenken droht die Gefahr des Herabrutschens.

  • übersichtliches OLED-Display
  • App mit vielen Funktionen
  • Display bei Sonneneinstrahlung unleserlich
  • Armreif in Einheitsgröße und daher starr und eher unhandlich

3.9. Apple Watch

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Apple Watch

Neben den geläufigen Funktionen einer Smart Watch wie Nachrichtenanzeige und Anrufentgegennahme bietet die Apple Watch auch die Funktionen eines Fitness-Armbandes. Bewegungen können mittels Sensor ebenso aufgezeichnet werden, wie die Herzfrequenzmessung möglich ist. Da Apple keinen GPS-Chip verbaut hat, kommt man bei der Nutzung der Apple Watch als Aktivitätstracker nicht um das Mitführen des iPhones herum, wenn man über alle Werte und den Streckenverlauf ausführlich informiert sein will.

Das Gerät bietet zwei vorinstallierte Apps, welches die Apple Watch zum Fitness-Armband macht.

  • App Activity

Mit dieser App wird die Zeit aktiver Bewegung festgehalten und der Kalorienverbrauch gemessen. Bei längeren sitzenden Tätigkeiten wird die Anzahl der Unterbrechungen angezeigt. Die Anzeige erfolgt über drei bunte Ringe, welche im Idealfall komplett ausgefüllt erscheinen.

  • App Workout

Mit Hilfe dieser App werden Echtheitsstatistiken einzelner Trainingseinheiten bezüglich Zeit, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch erstellt. Der Träger kann spezielle Ziele festlegen und in Verbindung mit dem iPhone seine Fortschritte auch über einen längeren Zeitraum einsehen. Die Apple Watch zeigt solide Ergebnisse, bringt jedoch nicht wirklich Neuerungen mit.

4. Apple Health – was ist das?

IP-Zertifizierung – was ist das?ip zertifizierung

Die IP-Zertifizierung gibt Aufschluss darüber, ob und inwieweit Ihr Fitness-Armband resistent gegen Staub und Feuchtigkeit erscheint. IP steht für ″International Protection″ und bezeichnet die Schutzart des Gerätes. Von den Herstellern werden hierbei häufig Bezeichnungen wie IP55 oder IP68 verwendet. Die erste Ziffer gibt Ihnen dabei Aufschluss über die Staub- und Berührungsempfindlichkeit. Mit der zweiten Ziffer wird der Kontakt mit Wasser definiert. Besitzt ein Gerät zum Beispiel die IPx8, dann kann dem Fitness-Armband auch dauerhaftes Untertauchen nichts anhaben.

Die Gesundheits-App von Apple wurde mit dem Betriebssystem iOS8 herausgebracht. Die App hat nicht nur Zugriff auf den eigenen M7 Beschleunigungssensor, sie kann auch zur Datenerfassung im Bereich Gesundheit und Fitness genutzt werden. So können Kalorienverbrauch, zurückgelegte Schritte oder Kaffeekonsum des iPhone-Besitzers erfasst werden. Ebenso kann die App auf Daten diverser anderer Fitness-Armbänder zugreifen und verfügt über einen vom Sperrbildschirm aus erreichbaren Notfallpass. Dort lassen sich Daten wie die Blutgruppe oder dem Nutzer bekannte Allergene eintragen.

Die App eignet sich auch dazu, Werte wie Blutdruck oder Blutzucker direkt an den behandelnden Arzt weiter zu leiten. Damit ist Apple Health in seinem Funktionsumfang definitiv weitreichender als ein herkömmliches Fitness-Armband.

5. Fitness-Armbänder und Stiftung Warentest

In der Ausgabe 01/2016 hat die Stiftung Warentest zwölf Fitness-Armbänder unter die Lupe genommen. Als Fitness-Armband-Vergleichssieger gingen die Modelle Garmin Vivofit, Note: 2,0 und Garmin Vivosmart, Note: 2,3 hervor. Für viele Anbieter fiel der Test weniger positiv aus. So belegte die Marke Jawbone den letzten Platz in der Kategorie ″ohne Herzfrequenzmessung″.

6. Fragen und Antworten zum Fitness-Tracker

6.1. Kann ich den Fitness-Tracker auch beim Schwimmen tragen?

fitness armband schwimmen
Ob Schwimmen, Fitnessstudio oder beim Lauftraining: Mit einem Fitness-Armband haben Sie Ihr Training stets unter Kontrolle.

Nicht generell. Zwar sind beinahe alle Fitness-Tracker gegen Spitzwasser geschützt, dies bezieht sich allerdings lediglich auf Regentropfen oder Spritzwasser beim Händewaschen. Wenn Sie das Fitness-Armband unter Wasser einsetzen möchten, dann achten Sie auf die Vorgaben der Hersteller. Ist das Armband wasserdicht, kann es in Wassertiefen zwischen 1,5 und 50 Meter eingesetzt werden. Wasserdichte Armbänder können ohne Bedenken in der Badewanne oder unter der Dusche getragen werden. Bei längeren Tauchgängen ist allerdings Vorsicht geboten.

6.2. Ich habe ein iPhone, welches Fitness-Armband brauche ich?

Wenn Sie ein iPhone besitzen, dann benötigen Sie ein Fitness-Armband, welches für iOS ausgelegt ist. Die meisten Fitness-Tracker sind mit dem Apple-Betriebssystem kompatibel. Eine Ausnahme bilden Fitness-Armbänder von Samsung. Diese lassen sich generell nur mit Samsung-Smartphones verbinden.

6.3. Wie lange ist die Akku-Laufzeit des Fitness-Armbandes?

In der Regel halten die Akkus mehrere Tage. Der tatsächliche Wert kann je nach Modell schwanken. Wie lange ein Akku hält, ist natürlich auch davon abhängig, wie intensiv Sie das Fitness-Band nutzen. Die Akku-Laufzeit beträgt durchschnittlich drei Tage bis eine Woche.

Einige Modelle, wie das Jawbone Up Move oder das Garmin Vivofit 2, verfügen über eine Batterie und halten damit deutlich länger durch. Beim Jawbone Up Move muss die Batterie nach etwa einem halben Jahr ausgewechselt werden. Das Garmin Vivofit 2 kann sogar ein Jahr ohne Wechsel genutzt werden. Die Batterien können bei diesem Gerät allerdings nicht ausgewechselt werden und Sie müssen sich nach zwölf Monaten ein neues Fitness-Armband zulegen.

6.4. Wie genau arbeitet ein Fitness-Armband?

schrittzaehler fitness armband
Die meisten Schrittzähler arbeiten sehr genau und zuverlässig.

Es lässt sich in der Regel bei jedem Fitness-Armband eine leichte Abweichung zwischen dem exakten Messwert feststellen. Die Sensoren scheitern meist an der eindeutigen Übertragung von unregelmäßigen Erschütterungen. Der Schrittzähler dagegen lässt kaum Unregelmäßigkeiten erkennen. Noch exakter arbeiten Armbänder, die einen Höhenmesser besitzen. So können auch Steigungen und Gefälle in die Messungen einbezogen werden.

Teils erhebliche Schwankungen werden bei der Bestimmung der Pulsfrequenz deutlich. Die meisten Armbänder verfügen über kleine Sensoren auf der Innenseite des Trackers. Diesen gelingt es häufig nicht, den Puls über das Handgelenk exakt zu erfassen. Wer diesbezüglich genauer informiert sein will, der sollte einen Brustgurt benutzen oder seine Werte zusätzlich mit Hilfe eines Pulsoximeters überprüfen.

7. Fazit

Der Kauf eines Fitness-Armbandes sollte nicht überstürzt werden. Sie sollten sich vorab darüber im Klaren sein, was Sie von Ihrem neuen Fitness-Armband erwarten. Der Funktionsumfang weist durchaus beachtliche Unterschiede auf. Hinzu kommen die Vorraussetzungen an Hard- und Software, welche Ihnen die Anzeige und Auswertung der Daten ermöglichen.

Kleine Kaufberatung: Auf der Suche nach Ihrem individuellen Fitness-Armband-Favoriten möchten wir Ihnen nachfolgende Fragen mit auf den Weg geben. Beantworten Sie sich vor dem Kauf diese Fragen, dann wird es Ihnen leichter fallen, das passende Modell gezielt auszuwählen.

  • Was erwarte ich von meinem neuen Fitness-Armband, welche Funktionen sollte es mitbringen?
  • Welche Funktionen sind für mich eher nebensächlich?
  • Lege ich viel Wert auf das Design und die Optik oder suche ich ein sportliches Modell?
  • Soll das Fitness-Armband über ein Display verfügen?
  • Möchte ich neben den Bewegungsdaten auch Ernährungsverhalten und andere Lebensgewohnheiten mittels App erfasst wissen?
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