Switch Test 2018

Die besten Switches im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Für den häuslichen Gebrauch mehrerer Lan-Anschlüsse empfiehlt sich eine Verbindung zwischen Ihrem Router und Ihrem Netzwerk-Switch. Wer ein Streamen von Filmen oder anderweitig hohem Datenvolumen bevorzugt, greift im Jahr in der Regel zu einem sogenannten Gigabit-Switch, ein Switch mit besonders hoher Bandbreite.
  • Hubs, die noch vor einigen Jahren im Einsatz waren, unterlagen häufig diversen technischen Einschränkungen. Bei den heutigen Switching-Buchsen hingegen können sämtliche Netzwerkgeräte verbunden werden, ohne Einbußen hinsichtlich der Qualität in Kauf nehmen zu müssen.
  • Die Namensgebungen sind recht unterschiedlich. Auch wenn eine technisch korrekte Bezeichnung eigentlich Bridging-Hub oder Switching-Hub lauten müsste, so wird oftmals noch der Begriff Ethernet-Switch verwendet. Netzwerk-Switch ist zudem ein ebenso gebräuchlicher Name wie Lan-Switch.

switch test
Der Bedarf an zusätzlichen Netzwerkanschlüssen steigt stetig, denn abgesehen von Laptop benötigt auch ihr PC ebenso einen eigenen Anschluss wie der Server. Auch der hauseigene Smart-TV und ein AV-Receiver (ab der mittleren Preisklasse) reiehn sich in die Riege der Geräte ein, die einen gesonderten Anschluss benötigen. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass viele Menschen mittlerweile auch IP-Telefonie betreiben und schon sind die Steckplätze auf der Router-Rückseite nicht mehr ausreichend.

Die Lösung dieses Problems ist ein Lan-Switch, mit dem Sie die Anzahl der verfügbaren Ports erhöhen, und dessen Vorteile und Funktionsvielfalt weit über das schlichte Verteilen der Daten hinausgehen. Unser Switch-Vergleich 2018 soll Ihnen einen Ratgeber an die Hand geben, der es Ihnen möglich macht, Ihren persönlichen Switch-Vergleichssieger ausfindig zu machen.

1. Bedeutung der Bezeichnung ″Switch“?

Doch worüber reden wir hier eigentlich? Was genau ist ein Switch? Bei einem Switch handelt es sich, vereinfacht gesagt, um ein Netzwerkgerät zur Verbindung einzelner Elemente eines Netzwerks.

Switch und seine Synonyme

lan kabelAndere Bezeichnungen für ein Netzwerk-Switch lauten:

  • Ethernet-Switch
  • Lan-Switch
  • Gigabit-Switch
  • Hub (inkorrekt)
  • Bei einem Hub handelt es sich um ein Gerät, welches die Daten durch das komplette Netzwerk befördert (Broadcast). Ausschließlich der Empfänger nimmt diese allerdings an. Durch dieses Verfahren wird überaus viel unnötiger Traffic erzeugt.
  • Ein sogenannter Switch hingegen kann (anders als etwa der Hub), die einzelnen Empfänger lokalisieren, erkennt somit das Zusammenspiel zwischen Anschluss und Empfänger und sendet die notwendigen Daten dann lediglich an die empfangenden Ports (Unicast), wodurch redundanter Traffic vermieden und die Netzwerkauslastung verringert wird.

Die heutigen Switches bieten neben diese Vorzügen außerdem weitere Vorteile, die wir Ihnen anhand folgender Tabelle näherbringen möchten.

Da ein Großteil der gestreamten Daten in die Kategorie des Smart-TVs fällt, ist das IGMP-Snooping hier besonders wichtig, da der Switch hierbei seine Eingänge zugunsten der besseren Handhabung der Multicast-Gruppen überwacht.

Bezeichnung Beschreibung
Auto-MDI/MDIX Der Netzwerk-Switch erkennt die Kabelart selbsttätig, ob Patch-Kabel oder Crossover-Kabel, und wählt die erforderliche Verschaltung automatisch. Welches Kabel verwendet wird, spielt hier nun also keine Rolle mehr. Eine Funktion, die nahezu alle Modelle anbieten.
Jumbo-Frames Der Name des Features spricht für sich: Große Datenvolumen, wie bei Video- oder anderen Mediendateien können mit diesem Tool erheblich besser übertragen werden.
Flow-Control Hierbei handelt es sich um ein Protokoll, das alle verwalteten Datenströme im Ethernet-Switch priorisiert und ordnet. Ein gern herangezogenes Beispiel, um diese Funktionsweise bildhaft zu verdeutlichen, ist ein Verkehrspolizist auf einer stark befahrenen Kreuzung.
V-Lan Für getrennte Netze, wie es bei einem Home-Office oft notwendig ist (Trennung von Heim- und Büronetzwerk), ist dieser Typ eines virtuellen Netzwerks, das VLAN, wie geschaffen. Mehrere separate Netzwerke können durch die Unterstützung dieser Methode mit Hilfe eines Switches angesteuert werden.

2. Die unterschiedlichen Switch-Typen?

2.1. Managed-Switch

managed switch
Für den normalen Heimgebrauch ist ein Managed-Switch in der Regel zu komplex und störanfällig.

Der Managed Switch ist das etwas komplexere Modell. Ein Webbrowser ermöglicht hier eine umfassende Konfiguration durch Aufrufen der betreffenden IP-Adresse. Ein VLAN-Switch ist mit seinen breit gefächerten Funktionen wie VLAN-Netzwerke, automatische DoS-Attacken-Erkennung und oftmals nur für einen Fachmann vollumfänglich verständlich. Für den ″normalen″ Hausgebrauch ist dies wohl eher ungeeignet. Solche Geräte erlauben durch weitverzweigte Untermenüs äußerst präzise und umfangreiche Konfigurationen. Vom beliebten Trial-and-Error-Prinzip, nach welchem Laien häufig verfahren, ist in diesem Fall dringend abzuraten, da hieraus oftmals falsche Einstellungen resultieren.

Diese wiederum führen letztlich zu einem fehlerhaften Netzwerk. Aus diesem Grunde sollte man, wenn man das Netzwerk für ein Geschäft nutzen möchte, besser die sicherere Variante wählen und zugunsten einer besseren Wartung zu einem Lan-Switch mit Management greifen. Ein Ausfall des Netzwerks könnte hier fatale Folgen für den Geschäftsbetrieb und den damit verbundenen sensiblen Daten haben. Eine umgehende Fehlerbehebung durch Fachpersonal bei fernwartbaren Geräte ist hier unerlässlich.

  • schnelle Hilfe durch Fernwartungsoption
  • sehr präzise Konfigurationsmöglichkeiten
  • Eignung für umfangreichere Netzwerke
  • durch hohe Komplexität für Laien oft nicht durchschaubar
  • höhere Kosten als beim Unmanaged-Switch

2.2. Unmanaged-Switch

Der Unmanaged-Switch kommt im Heimbereich am häufigsten vor. Sollten bezüglich des NAS-Speichers durch VoIP-Telefonie oder dem Streamen von Filmen zusätzliche Kapazitäten notwendig werden, wird häufig einfach zu einem RJ-45-Port für Endgeräte gegriffen. Beim Streamen großer Datenmengen ist Ihr Switch-Gigabit gezwungen, höhere Geschwindigkeiten zur Verfügung zu stellen.

Oftmals mangelt es jedoch an weiterreichenden Konfigurationsmöglichkeiten. Diese sind entweder ziemlich spartanisch oder gar nicht erst vorhanden. Je nach Anspruch kann dieser Nachteil aber durch den geringeren Preis durchaus aufgewogen werden. Vor dem Kauf eines Switches ist es unabdingbar, sich über die Anforderungen und auch die eigenen Kenntnisse im Klaren zu werden. Dieser Lan-Switch-Vergleich fokussiert sich auf Unmanaged-Switches, ohne allerdings vereinzelte, preisintensivere Geräte zu vernachlässigen.

Hinweis: User, die lediglich weitere Anschlussmöglichkeiten für eine bevorstehende Lan-Party benötigen, wählen oftmals ein Unmanaged-5-Port oder ein Gigabit-Switch-8-Port. Diese preisgünstigere Variante empfinden die meisten für diese Anforderungen als vollkommen ausreichend.

Nachfolgend haben wir Ihnen ein Video vorbereitet, welches das Unboxing eines herkömmlichen Gigabit-Switches zeigt und Ihnen weiterführende Informationen vermittelt. Außerdem können Sie sich ein Bild vom Verpackungsinhalt machen.

3. Welche Kriterien sind beim Switch-Kauf zu beachten?

3.1. Portanzahl

5 Buchsen bieten die geläufigsten Modelle für zuhause ebenso an, wie 8 Buchsen. Wichtig bei der Anschaffung eines Modells mit 5 Ports ist die Tatsache, dass lediglich 4 weitere Ports erworben werden müssen, da ein Steckplatz stets dem Anschluss ans vorhandene Netzwerk vorbehalten ist.

Dieser Ethernet-Switch-Vergleich wird nicht abschließend allgemeingültig klären können, ob in Ihrem konkreten Fall ein 5-Port-Gerät einem mit 8 Anschlüssen vorzuziehen ist oder umgekehrt. Bei größeren Modellen ist zwar die Leistungsaufnahme höher, allerdings entfällt die Anschaffung eines weiteren Gerätes, sollte einmal eine Netzwerkerweiterung notwendig werden. Ein 5-Port-Gigabit-Switch ist andererseits preislich inzwischen so tief im Regal angekommen, dass in diesem Fall der vorsorgliche Griff zu einem größeren Gerät gegenüber der Anschaffung eines zweiten, kleinen Modells (bei Bedarf), finanziell fast nicht mehr zu rechtfertigen ist. Wenn ein Ausbau Ihres Netzwerkes allerdings bereits absehbar ist, sollte ein Kauf eines 8-Port-Gerätes aber doch zumindest eine Überlegung wert sein.
anzahl ports

3.2. Energieeffizienz

Heutzutage setzen viele Hersteller auf kleinere Netzteile. Nachfolgend einige Infos zur Thematik:

  • Kleine Netzteile haben eine eingeschränkte Effizienz, woraus resultiert, dass der Stromverbrauch mit jedem weiteren verwendeten Netzteil erheblich steigt.
  • Somit erhöht sich natürlich der Gesamtstromverbrauch mit jedem Gerät, welches ein separates Netzteil benötigt. Einer der Lösungsansätze ist das sogenannte PoE (Power-over-Ethernet), bei welchem die Energieversorgung mit Hilfe eines Ethernet-Kabels gespeist wird. Der Vorteil ist offensichtlich. Durch die fehlende Notwendigkeit weiterer Kabel neben dem Lan-Kabel kann auf zusätzliche Netzteile verzichtet werden, was der Effizienz zugutekommt. Multipliziert man nun die Leistung/Anschluss (10.15 Watt) mit der Summe aller PoE-fähigen Anschlüsse des Switches, erhält man die PoE-Gesamtleistung. Diese Methode erlaubt ein Betreiben des Lan-Switches ohne Netzteil.
  • Die Kehrseite der Medaille bei preisgünstigeren Varianten ist ein hochfrequentes, störendes Summen. Dies kommt verstärkt dann zum Tragen, wenn durch den Einsatz mehrerer elektrischer Geräte eine entsprechende Anzahl an Netzteilen aktiv ist.

3.3. Die Managbarkeit

ports
Je mehr sogenannte Ports am Switch zur Verfügung stehen, desto mehr Benutzer können sich mit dem Internet darüber verbinden.

Wenn es um die Administration, Einstellung und Verwaltung von Netzwerken geht, kann hier aufgrund der umfangreichen Komplexität des Themas nur kurz das Wichtigste angeschnitten werden. An einigen Beispielen möchten wir Ihnen somit einige Funktionen eines solchen gemanagten Switches näher bringen.

  • Port-Mirroring: Dies bezeichnet eine Technik, die Summe des kompletten Datenstroms eines oder auch vieler Anschlüsse auf einen separaten umzuleiten, was eine detaillierte Netzüberwachung und Analyse ermöglicht.
  • RADIUS-Authentifizierung: Zertifikate, die jedem einzelnen User besondere Rechte übertragen, machen eine fortgeschrittene Client-Verifizierung möglich.
  • Häufige Funktionen darüber hinaus: Sperrung eines Ports, Beschränkung der Bandbreite, MAC-Adress-Filterung, DoS-Erkennung und anderes.

Wie Sie hier sicher bereits im Ansatz erkennen können, setzt dieser Themenbereich umfassende Kenntnisse voraus, weshalb wir Ihnen in diesem Switch-Vergleich insbesondere gemanagte Switches vorstellen wollen.

3.4. Weitere Ausstattung

switch hersteller
Die Marken Zyxel oder Cisco sind besonders bekannt und empfehlenswert.

Zusatzausstattungen von Switches sind:

  • LED-Indikatoren: Was die Mehrzahl der Switches gemeinsam haben, sind LEDs, die neben jeder einzelnen Buchse angebracht worden sind. Diese dienen dem Zweck, Informationen über unterschiedliche Faktoren zu vermitteln. So zum Beispiel über verbundene Geräte und Datentransfer ebenso, wie die aktuelle Geschwindigkeit (10 – 1000 MBps). Diese kleinen Lämpchen können unter Umständen äußerst nützlich sein. Beispielsweise, wenn Sie öfter die Belegung der Anschlüsse ändern. Es empfiehlt sich daher, Ihren Switch gut sichtbar anzubringen, um die Sicht auf die LEDs nicht zu versperren.
  • Stapelbar: Einige Modelle weisen eine Vertiefung an der Oberseite auf, welche den praktischen Nutzen aufweist, mehrere baugleiche Exemplare kippsicher aufeinanderstapeln zu können. Dies erscheint allerdings auch nur bis zu einer bestimmten Anzahl von Switches sinnvoll. Wenn Ihr Switch-Turm Sie irgendwann überragen sollte, wären ein oder wahlweise auch zwei 16-Port-Gigabit-Switches möglicherweise eine Option.

Im Folgenden sehen Sie einige Hersteller von Lan-Switches. Die Marken Zyxel oder Cisco genießen in der Szene einen exzellenten Ruf und haben sich bereits sogar im professionellen Bereich bewährt.

  • 3com
  • AirLive
  • Alcatel-Lucent
  • Intellinet
  • Telesis
  • Lantronix
  • APC
  • Weidmüller
  • Aten
  • Siemens
  • Ubiquiti
  • Lancom
  • Buffalo Cisco Systems
  • Cnet
  • LogiLink
  • Hewlett-Packard HP

4. Switch richtig nutzen

Hubs statt Switches

Nicht wenige Menschen greifen aus Gewohnheit noch immer zu Ethernet-Hubs, wenngleich es diese Geräte kaum noch gibt.

  • LAN Hub
  • Gigabit Hub
  • Hub Switch

Diese ″altertümlichen″ Bezeichnungen stehen für Geräte, die mittlerweile von Switches vom Markt verdrängt worden sind.

Die Konfiguration bestimmt ursächlich die Netzsicherheit.
Bei der Anschaffung eines Managed-Switches sollten bereits gewisse Grundkenntnisse bezüglich der Einrichtung vorhanden sein. Wie vorher angesprochen, sollten Sie beim Kauf eines Managed-Switches ein gewisses Basiswissen bezüglich der Einrichtung besitzen. Ein Unmanaged-Switch ist dann zu empfehlen, wenn Ihnen Bezeichnungen wie Mac-Adresse, IP-Adresse oder Port-Mirroring nicht geläufig sind. Für welche von beiden Arten Sie sich auch immer entscheiden, für eine einwandfreie Luftzirkulation ist es unabdingbar, die Geräte so aufzustellen, dass die Lüftungsöffnungen frei bleiben. Andernfalls kann es zu Überhitzungen, Ausfällen oder geminderten Übertragungsraten kommen.

5. Switches bei der Stiftung Warentest

Tests zum Thema Switches gab es bei der Stiftung Warentest bisher leider noch nicht, jedoch erfreut sich die Thematik inzwischen so großer Nachfrage, dass ein Switch-Test wohl nicht mehr sehr lang auf sich warten lassen wird.

6. Switches – Die häufigsten Fragen

6.1. Switch Layer 3 – was ist das?

switch layer two
Switch Layer 2 sind in den meisten Fällen vollkommen ausreichend.

Dieser Begriff bezeichnet die verschiedenen Schichten eines Netzwerkaufbaus.
Switch Layer 2:

  • erhöhte Schnelligkeit durch direkte Verankerung der Funktionen mit der vorhandenen Hardware, allerdings dadurch stark eingeschränkter Funktionsumfang

Switch Layer 3:

  • vielfältige Funktionen (mit Routern vergleichbar)
  • Einsatz in größeren Netzwerken als wichtige Knotenpunkte üblich

Zusammenfassend bleibt also festzuhalten, dass der Layer-3-Typus für 99% der User nicht notwendig sein wird, da die Funktionsvielfalt gar nicht ausgereizt werden kann.

6.2. Was bedeutet Kaskadierung des Ethernet-Switches?

Den Begriff ″kaskadieren″ verwendet man, wenn mehrere Switches hintereinander geschaltet werden und sich die Baum-Struktur dadurch immer weiter verzweigt.

6.3. Netzwerkswitch ohne eigene Energieversorgung?

Entgegen den meisten anderen technischen Geräten, benötigt Netzwerkhardware nicht zwingend eine eigene Stromversorgung. Eine Speisung durch das LAN-Kabel mit einem RJ-45-Stecker hat sich mittlerweile bewährt. Ein PoE-Switch erlaubt Geräten unter 15 Watt Verbrauch, auf ein Netzteil gänzlich zu verzichten. Bei den oben angesprochenen kaskadierten Switches kann dies durchaus lohnenswert sein. Für den ″normalen″ Gebrauch ist es jedoch nicht empfehlenswert, einen solchen Switch zu kaufen, da die Anschaffungskosten verglichen mit herkömmlich versorgten Switches erheblich höher sind.

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