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Surface Book

Der alte Software-Dino kann es noch: Fachpresse und Kunden mit innovativen Neuerungen begeistern. Wir reden hier aber nicht von Software, sondern – für Microsoft noch immer untypisch – von Hardware! Mit dem Surface Book zeigt Microsoft allen anderen Hardwareherstellern, darunter auch Apple, wie man Tablet und Notebook in einem 2-in-1-Detachable elegant und leistungsfähig verbindet, wenn auch zum Premium-Preis. Auch neue Lumia Smartphones hat Microsoft vorgestellt.

Neue Lumia Smartphones mit Windows 10 Mobile

Am 06.10.2015 auf dem Windows 10 Devices Event in New York hat Microsoft neue Hardware vorgestellt. Neben Gimmicks wie dem Fitness-Wearable „Band“ für knapp 250 Euro waren darunter auch die ersten Lumia-Smartphones mit Windows 10 Mobile.

Für Einsteiger gibt es das Lumia 550 mit einem 4.7-Zoll-Display (1280×720 Pixel), QuadCore CPU, 1 GB RAM, 8 GB Flash (plus Micro-SD-Speicherkartenslot) und einer 5-MP-Kamera mit LED-Licht. Für den avisierten Preis von 140 Euro ein durchaus brauchbares Einsteigergerät.

Lumia 550

Lumia 550, Bildquelle: Microsoft

Mit dem Lumia 950 und dem Lumia 950 XL bedient Microsoft dagegen das Premium-Segment. Die Smartphones mit Windows 10 Mobile verfügen über einen 5.7 Zoll (XL) bzw. 5.2 Zoll großen Touchscreen mit jeweils 2560×1440 Pixel Auflösung. Die Kamera bietet eine Auflösung von 20 MP, PureView-Technik, einen optischen Bildstabilisator und einen LED-Blitz. Im Inneren werkelt eine Snapdragon 810-CPU mit 8 Kernen (XL) bzw. Snapdragon 808 mit 6 Kernen, 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Flash, welcher über Micro-SD erweitert werden kann. Die Geräte werden ab Dezember für 600 bis 700 Euro (XL) in den Handel kommen.

Lumia 950

Lumia 950, Bildquelle: Microsoft

Surface Pro 4 Tablet

Mit dem Surface Pro 4 Tablet zeigt Microsoft eine konsequente Weiterentwicklung des Power-Tablets mit Leistungswerten wie ein vollwertiges Notebook.

Trotz der Reduzierung der Abmessungen gegenüber dem Surface Pro 3 auf nun 8.4 mm Höhe hat Microsoft aktuelle iCore-Prozessoren von Intel mit der neuen Skylake-Architektur und bis zu 16 B RAM bzw. bis zu 1 TB Flash-Speicher verbaut. Das Display ist mit 12,3 Zoll etwas größer und zeigt 2763×1824 Pixel, was einer Pixeldichte von 267 dpi entspricht.

Surface Pro 4

Surface Pro 4, Bildquelle: Microsoft

Surface Pro 4

Surface Pro 4, Bildquelle: Microsoft

Microsoft wirbt damit, dass die Leistung gegenüber dem Surface Pro 3 um bis zu 30 Prozent gestiegen ist und das neue Power-Tablet damit um bis zu 50 Prozent schneller als das Macbook Air von Apple rechnet.

Auf den Stift gekommen

Microsoft bietet das Gerät direkt mit einem Digitizer-Stift an, welcher oben am Tablet magnetisch gehalten wird und bis zu 1024 Druckstufen erkennt.

Das Gerät kann ab 999 Euro inklusive Stift bereits vorbestellt werden. Wer bei dem Preis die Nase rümpft,  sollte bedenken, dass die Leistungswerte eher mit Notebooks denn mit den  einfachen „Atom“- Windows-Tablets verglichen werden muss, so dass sich der Preis hier relativiert. Das Surface Pro 4 mit Windows 10 ist mehr ein ultraportables Notebook denn einfaches Consumer-Tablet.

Surface Book – Das mit dem „Haben-Will-Effekt“

Als absolutes Highlight präsentierte Microsoft das Surface Book der Öffentlichkeit und sorgte damit bei uns in der Redaktion für einen echten Wow-Effekt. Mal wieder muss Microsoft den erfahrenen Hardware-Herstellern zeigen, wie man Apple in Sachen Design und Funktionalität Paroli bieten kann.

Surface Book

Surface Book, Bildquelle: Microsoft

Auf den ersten Blick handelt es sich bei dem Surface Book um ein einfaches, wenn auch sehr hochwertiges Notebook im edlen Alu-Gehäuse. Das Display mit 13,5 Zoll zeigt 3000x2000Pixel und kommt damit auf 267 DPI. Im Inneren arbeitet im Grunde die gleiche Technik wie in den Surface-Pro-4-Geräten. In der beleuchteten, mechanischen Tastatur verbaut Microsoft zudem eine Geforce-GPU mit GDDR5-Videospeicher für schnelle 3D-Grafik. An dem Gehäuse finden sich auch zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie ein Kartenleser, ein Display-Port und ein Anschluss für eine optionale Dockingstation.

Surface Book

Surface Book, Bildquelle: Microsoft

Der Clou an dem Gerät: Es handelt sich um ein 2-in-1-Detachable, bei dem das Display über einen raffinierten und optisch zumindest sehr robust erscheinenden Mechanismus abgenommen werden kann. Das Tablet auf Basis des Surface Pro 4 kann ohne die Grafikeinheit in der Tastatur arbeiten, da in dem iCore-Prozessor von Intel mit der neuen Skylake-Architektur die integrierte Grafikeinheit genutzt wird. Auch die PCI-SSD als Datenspeicher ist im Display verbaut.

Auch für das Surface Book wirbt Microsoft mit einer hohen Leistung, welche angeblich auf die doppelte Leistung eines Macbook Pro 13 kommen soll.

Die Preise für das knapp 1,5 kg schwere Detachable, dessen Akku bis zu 12 Stunden halten soll, beginnen bei 1500 US Dollar in der einfachsten Ausführung.

Intrografik: Microsoft

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