Grafikkarten Test 2017

Die besten Grafikkarten im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Grafikkarte ist im Notebook, Tablet-PC oder Gamer-PC einer der wichtigsten Komponenten. Dazu gehören auch der Arbeitsspeicher und der Prozessor.
  • Günstige Grafikkarten sollten über eine gute Taktfrequenz und eine ausreichende Speichergröße verfügen. Umso besser die Werte sind, desto reibungsloser laufen die Programme mit grafischen Details.
  • Beim Kauf eines Gaming-PCs sollten Sie vor allem auf solide Grafikkarten Wert legen. Diese sollten besser konzeptioniert sein, als die Modelle für die konventionellen PCs.

Grafikkarten vergleich

Die Grafikkarten sind vor allem PC-Nutzern seit einem der bekanntesten Computerspiele „Doom“ ein Begriff. Mit diesem Spiel fing die Revolution auf dem PC an. Erstmals gab es nicht nur spielerisch anspruchsvolle, sondern auch grafisch hochauflösende Bilder. Aus dem einstmals unschönen Pixelhaufen mit geringer Auflösung wurden mit der Einführung des PC-Spiels erstklassige Grafiken mit aufwendigen Details. In den letzten Jahren haben sich die PC-Games auch grafisch weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es fotorealistische Darstellungen, die immer bessere Grafikkarten erfordern.

Mit den Gamer-PCs aus alten Tagen war die Darstellung der neuen Bilder in den Spielewelten kaum möglich. Die Auflösungen waren zu schlecht und die Grafikkarten stießen schnell an ihre Grenzen. Die Lösung des Problems waren High-End-Gaming-PCs, die speziell auf die Anforderungen der Spieler ausgerichtet waren. Neben genügend Arbeitsspeicher gab es auch leistungsstarke Grafikkarten. Welche sich beim Neukauf eines PCs besonders gut machen, zeigt unser Grafikkarten-Vergleich 2017. Auch, wer seinen Rechner mit neun Grafikkarten-Komponenten ausstatten will, ist mit einem Blick auf den Vergleich gut bedient.

Neben den Grafikkarten muss ein guter Gaming-PC auch noch andere Komponenten aufweisen. Gerade bei der Architektur und bei der Zusammenstellung der einzelnen Bauteile zeigt sich der Unterschied zum klassischen Office-PC. Herzstück ist nicht nur der großzügige Arbeitsspeicher, sondern auch die gute Grafikkarte. Im Grafikkarten-Vergleich 2017 wurden verschiedene Modelle miteinander verglichen. Welches Produkt als beste Grafikkarte abschneidet und welche Preiskategorien für leidenschaftliche Spieler interessant sind, zeigt die Übersicht.

1. Was verbirgt sich hinter der Grafikkarte?

Grafikkarten nvidia
Geforce-Grafikkarte der Firma Gigabyte kann auf bis zu 4 Monitoren gleichzeitig angewandt werden.

Die Grafikkarte ist, wie es der Name schon sagt, für die bildliche Darstellung auf dem Notebook, dem konventionellen PC oder dem Tablet-PC zuständig. Die Daten werden durch den Prozessor aufbereitet und an die Grafikkarte geschickt. Die Daten werden von ihr so umgerechnet, dass sie auf dem PC-Monitor als bildliche Darstellung erfolgen. Das gleiche Prinzip funktioniert auch beim Beamer.

Die Grafikkarten können im Handel ganz einfach als PCI-Erweiterungskarten gekauft werden. Verbunden sind sie mit dem Mainboard direkt mittels Steckplatz. Wer keine interne Grafikkarte nutzen möchte, kann sich auch externe Modelle zulegen. Externe Grafikkarten werden beispielsweise über den USB-3.0-Port angeschlossen. Bislang sind die externen Ausführungen allerdings noch Nischenprodukte. Aus dem Grund wurden sie im Grafikkarten-Vergleich von uns nicht weiter berücksichtigt.

1.1. Architektur und Funktion von Grafikkarten

Der Aufbau ist bei allen Modellen identisch. Konzipiert sind die Karten nach folgendem Prinzip:

  • Kühler
  • Grafikspeicher
  • externe Signalausgänge
  • Grafikprozessor
  • Hardwareschnittstellen
  • RAMDAC

Bei den Schnittstellen für die Hardware gibt es mehrere Möglichkeiten. Zu den bekanntesten zählen PCI, AGP sowie PCI-Express. Unser Grafikkarten-Vergleich zeigt, dass es sich bei allen Optionen um direkte Verbindungen handelt. Die genaue Unterteilung der Schnittstellen erfolgt in Interessenverbänden. In ihnen vertreten sind namhafte Hersteller für Controller und Grafikchips. Dadurch ist sichergestellt, dass alle Grafikkarten auch mit den gängigen Controllern funktionieren. Stellen Sie sich selbst Ihren PC zusammen, müssen Sie lediglich darauf achten, ob Ihre Grafikkarte im PC-Gehäuse Platz findet.

RAMDAC – Was ist das?

grafikkarten rangliste

Random Access Memory Digital Analog Converter, kurz RAMDAC, wandelt digitale in analoge Bildsignale um. Vom Grafikspeicher werden sie auf diesem Weg an den Monitor oder Beamer weitergeleitet. Das Signal wird durch den Chip eingespeist, der ebenfalls im Grafikprozessor verbaut ist.

Als Grafikspeicher wird eine virtuelle Ablage für Bilder bezeichnet. Daten, die im Grafikprozessor genutzt werden, werden hierin gespeichert. Diese Bilder werden im weiteren Verlauf an den Beamer oder auch PC-Monitor weitergeleitet und ausgegeben.

Die Grafikkarte verfügt auch über ein Hirn. Das das wird gemeinhin als GPU oder Grafikprozessor bezeichnet. Noch vor wenigen Jahren war die Leistung der Grafikkarten nicht mit den heutigen technischen Möglichkeiten vergleichbar. Mittlerweile hat sich auch hier viel getan, sodass die Leistung der GPU und auch der CPU immer größer wurden. Vorangetrieben wurde diese technische Entwicklung vor allem durch die beliebter werdenden Multimedia- oder Gamer-PCs.

Mehrere Möglichkeiten gibt es auch bei den Kühlern für die Grafikkarte. Neben der Wasserkühlung gibt es auch passive sowie aktive Kühlung der Luft. Mit der Weiterentwicklung der Grafikkarten hat sich auch das System für die Kühlung verändert.

  • Aktive Luftkühlung: Wie es der Name schon sagt, wird die Wärme in die Umgebung geleitet. Das funktioniert über einen Kühlkörper. Der Lüfter dient zur Umwälzung der warmen Luft rund um die Grafikkarte. Diese Kühloption stellt sich im Grafikkarten-Vergleich als die einfachste und zeitgleich preisgünstigste Variante dar.
  • Passive Luftkühlung: Hier gibt es einen flüssigen Kühlkörper, der für die Ableitung der Wärme zuständig ist. Die warmen Temperaturen werden aufgenommen und im weiteren Schritt an die Umgebungstemperatur geleitet. In der Praxis kommt das System meist nur bei Rechnern mit einer geringen Leistung zur Anwendung. Die Grafikkarten mit diesem Kühlsystem haben ein höheres Eigengewicht, was zusätzlich den PCI-Steckplatz belastet.
  • Kühlung per Wasser: Bei diesem Kühlsystem läuft alles über einen Wasserkreislauf. Hierüber wird die thermische Energie abgeleitet und die Grafikkarte somit gekühlt. Der Radiator ist dafür zuständig, die Wasserenergie an die Umgebung abzuleiten. Mit der Wasserkühlung lassen sich vor allem großer Wärmemengen besonders schnell abtransportieren. Diese Art der Kühlung kommt daher vor allem bei professionellen Anwendungen zum Einsatz. Im Grafikkarten-Vergleich ist diese Variante allerdings auch die preisintensivste. Wer hingegen ein gutes High-End-PC-Set sein eigen nennt, sollte auf diese kühne Variante nicht verzichten.

1.2. Geschichte der Grafikkarte

Das Jahr Bedeutsames in der Grafikkartenentwicklung
1977 Die erste Serienproduktion für die Grafikkarten kommt mit dem Apple II in die Läden.
Ab 1981 Die einfarbige Grafikkarte wird im IBM-PC verbaut. In den weiteren Jahren setzen sich die verschiedenen Farb-Grafikkartentypen durch.

  • 1981: CGA-Karte
  • 1984: EGA-Karte
  • 1987: MCGA- und VGA-Karte (640 x 480 Pixeln)
Ab 1991 Ab diesem Jahr kommen zu den konventionellen Grafikkarten die Prozessoren dazu. Dadurch wird vor allem das Verschieben der Anwendungs-Fenster noch schneller möglich.
Ab 1995 Mit Einführung des PC-Games „Doom“ in 3D-Optik beginnt eine neue Grafikkarten-Zeitrechnung. Von nun an werden auch Karten mit 3D-Beschleuniger verbaut, die unter dem Namen „DirectX“ bekannt werden.

2. Grafikkarten-Typen

grafikkarte gaming
Für den Spiel-Spaß: Die ROG Strix GeForce-Grafikkarte der Firma Asus sorgt für Gaming-Erlebnisse in 4K.

Beim Kauf von PC-Komplettsystemen spielen die einzelnen Bauteile wie beispielsweise die Grafikkarten eine untergeordnete Rolle. Soll es hingegen ein spezifischer Rechner sein, sind die einzelnen Komponenten etwas interessanter. Vor allem für die Gaming-PCs ist eine leistungsstarke Grafikkarte essenziell. Umso besser sie ist, desto reibungsloser lässt sich der Spielgenuss genießen.

Ein Blick auf die Grafikkarten-Ranglisten sowie dem Grafikkarten-Ranking gibt Aufschluss über die besten Modelle. Hierbei wird schnell ersichtlich, dass es verschiedene Grafikkarten-Typen gibt. Dazu gehören die PCI-Express-Grafikkarten, die USB-Grafikkarten und die AGP-Grafikkarten. Unser Grafikkarten-Vergleich zeigt dabei, dass vor allem die PCI-Express-Grafikkarten in vielen Rechnern verbaut sind.

Der hauptsächliche Unterschied liegt vor allem beim Steckplatz. Die verschiedenen Grafikkarten-Typen fördern unterschiedliche Steckplätze. Aufgrund der technischen Entwicklung sind die AGP- und PCI-Standards allerdings nicht mehr so weit verbreitet. Bei den Gaming-PCs kommen vor allem die PCI-Express-Grafikkarten zum Einsatz, da sie besonders leistungsstark sind. Zu den neueren Versionen gehört die PCI-Express-3.0. Diese neueste Version ist auch mit älteren PC-Modellen kompatibel, wenngleich das nicht auf alle Geräte zutrifft. Vor dem Kauf einer Grafikkarte sollten Sie daher genau überprüfen, ob diese auch Platz in ihrem Gehäuse hat.

3. Kaufberatung: wichtige Tipps für den Grafikkarten-Kauf

Wie im Grafikkarten-Vergleich bereits ersichtlich, gibt es verschiedene Typen. Besonders oft verbaut werden Modelle mit den Chip-Herstellern AMD ATI Radeon sowie Nvidia GeForce. Besonders beliebt sind laut der Grafikkarten-Rangliste vor allem die Modelle AMD Radeon Sapphire R9 Fury Nitro Tri-X, Nvidia GeForce GTX 1070 und GTX 1080. Verwendung finden diese Grafikkarten vor allem bei hochwertigen Spiele-PCs.

Möchten Sie hingegen lediglich Office-Anwendungen mit ihrem PC nutzen, muss es nicht zwangsläufig eine leistungsstarke R9-Fury-Nitro-Tri-X-Grafikkarte oder eine GTX 1080 sein. In diesem Fall sind auch preisgünstigere und Vorgängermodelle ausreichend. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass auch diese Grafikkarten in Ihrem PC-Gehäuse Platz finden. Gern verbaut werden auch Intel-Grafikkarten, die zwar Leistung schwächer sind, aber bei vielen PC-Komplettsystemen zum Einsatz kommen.

Möglich macht es der Onboard-Chipsatz der Hersteller. Egal für welchen Hersteller Sie sich entscheiden, beim Kauf sind wichtige Kriterien zu beachten. Bei der Nvidia-Grafikkarte, der AMD-Grafikkarte oder einem anderen Modell sollten Sie sich vor dem Kauf die Parameter genau ansehen. Ein Grafikkarten-Vergleich gibt Ihnen dazu nähere Auskünfte.

GDDR – Was ist das?

grafikkarte einbauen

Graphics Double Data Rate, kurz GDDR, ist eine ergänzende Bezeichnung der Grafikkarten. Die neueste Version ist der GDDR5-Speicher. Damit ist ein Datentransfer von bis zu 256 GB pro Sekunde möglich. Zur Anwendung kommen diese Speicher vor allem Beispiele-PCs. Ältere Speicher-Varianten hatten unter anderem einen Datentransfer von 82 GB pro Sekunde und wurden als GDDR3-RAM bezeichnet.

3.1. Speichergröße

Die Größe des Speichers ist maßgeblich für die Qualität der Abbildungen entscheidend. Über ihn werden Bildauflösung sowie die maximale Farbtiefe definiert. Die heutigen Grafikspeicher sind deutlich leistungsstärker als die Modelle der vergangenen Jahre. Aufgrund der hochwertigen Grafiken werden heute deutlich größere Speicherkapazitäten benötigt. Gesteigert wird das vor allem durch die dreidimensionalen Abbildungen in PC-Spielen oder bei dreidimensionalen Betriebsanwendungen.

Dadurch wird auch im Zwischenspeicher immer mehr Platz benötigt. Generell gilt: Je hochwertiger die Bilddarstellungen bei einem Computerspiel sind, umso mehr Grafikspeicher muss vorgehalten werden. Nur mit einer guten Grafikkarte ist es möglich, dass das Spielvergnügen ohne Verzögerungen und mit kristallklaren Bildern vonstatten geht. Generell empfehlen wir für Gaming-PCs einen minimalen Speicher von 4 GB –  8 GB oder 6 GB wären sogar noch besser. Damit lassen sich Bilder auch in Ultra HD-Auflösung gut darstellen. Die älteren Speicher, wie beispielsweise mit 2 GB GDDR5 sind nicht so leistungsstark, was sich auch in der Bildauflösung zeigt.

3.2. Auflösung

Die Grafikkarten sind essenziell für eine gute Auflösung. Mit der neuen 4K-Technologie werden auch besonders leistungsstarke Auflösungen der Hardware-Komponenten gefordert. Nicht alle Grafikkarten können diese Ansprüche erfüllen. Im Grafikkarten-Vergleich zeigt sich allerdings, dass es für die Modelle AMD Radeon Sapphire R9 Fury Nitro Tri-X, GeForce GTX 1070 oder GTX 1080 keine Hürde ist, auch die 4K problemlos darzustellen.

Etwas geringer hingegen fällt die Leistungskapazität bei der GTX 960-Serie aus. Hier wird lediglich die HD-Qualität abgebildet, ohne dass der PC Bildverzögerungen abgibt. Umso besser die Grafikkarte ist, desto höher ist gemeinhin auch ihr Preis. Entscheiden Sie sich zum Kauf einer günstigen Variante, wie beispielsweise die ATI Radeon HD5450 mit GDDR3 Ram, können sie nicht alle neuen PC-Spieler in guter Qualität nutzen. In unserem Grafikkarten-Vergleich haben wir diese älteren Modelle nicht berücksichtigt.

3.3. Speicherinterface

grafikkarte msi
Insbesondere für gelegentliche Gamer geeignet: die Geforce GTX 970 der Firma MSI.

Die GPU steht direkt in Verbindung mit dem Speicherinterface. Als Faustregel gilt: Umso schneller das Interface agiert, desto zügiger kann auch die Grafikkarte arbeiten. Der Grafikkarten-Vergleich zeigt, dass für konventionelle Office-Anwendungen auf dem Tablet-PC oder dem herkömmlichen Desktop-PC 64-Bit oder 32-Bit ausreichend sind. Soll es hingegen ein Computer für Spielefans sein, sollte das Interface mindestens 128-Bit betragen. Besonders schnell arbeiten Rechner mit 256-Bit.

3.4. Chiptaktung

Der Grafik Prozessor arbeitet nur so schnell, wie die Chiptaktung ist. Einige Spielefans schwören darauf, dass sie ihre Grafikkarten mit einigen Tricks übertakten können. Das bietet zwar temporär eine erhöhte Frequenz, steigert allerdings die Geschwindigkeit auf längere Sicht nicht. Aus dem Grund sollten Sie bereits vor dem Kauf auf eine möglichst hohe Chiptaktung achten.

3.5. Steckplätze

asus geforce
Heute günstig, gestern Spitzenmodell: die Grafikkarte GeForce GTX 750 Ti von ASUS.

Die meisten Karten in unserem Grafikkarten-Vergleich hatten PCI-Express-Steckplätze. In diversen Grafikkarten-Tests lässt sich ablesen, dass diese Art der Platzierung immer weiter auf dem Vormarsch ist und nahezu alle anderen Optionen verdrängt. Die PCI-Express-Karten werden stetig weiterentwickelt, sodass es mittlerweile auch hier verschiedene Varianten gibt. Der Unterschied liegt bei der Datenübertragungsgeschwindigkeit. Gegenwärtiger Standard sind PCI-Express-3.0 sowie PCI-Express-4.0. In vielen älteren Rechnern sind noch die PCI-E-1.0-Karten vorhanden. Möchten Sie auf das neue Modell umsteigen, können Sie die Karten einfach austauschen, denn auch die neueren Varianten passen auf die alten Steckplätze.

3.6. Anschlüsse

Die Grafikkarten werden nicht nur an den PC-Monitor, sondern auch an andere Ausgabegeräte angeschlossen. Auch die Bildbetrachtung über den Beamer ist mittels Grafikkarte problemlos möglich. Wichtig ist, dass die Anschlüsse ihrer Karte zum Ausgabegerät passen. Entscheiden Sie sich für eine Ultra-HD-Auflösung oder die neue 4K-Technologie, muss ihre Grafikkarte den HDMI-2.0-Anschluss aufweisen. Bevorzugen Sie die Bildbetrachtung in konventioneller HD-Auflösung, ist die HDMI-1.4-Karte ausreichend.

Hinweis: Bei älteren PC-Bildschirmen sollte ihre Grafikkarte zusätzlich einen DVI-oder VGA-Anschluss haben, da sie sonst nicht nutzbar ist. Eingänge für Displays sind auch bei vielen neueren TV-Geräten, Blu-Ray- oder DVD-Playern verfügbar.

3.7. Hersteller und Marken – Die Wichtigsten im Überblick

  • AMD
  • Apple
  • Asus
  • ATI
  • Axle
  • Captiva
  • Cisco Systems
  • Club 3D
  • CM3
  • Cionnect3D
  • Creative
  • Dell
  • EVGA
  • Exsys
  • Fujitsu
  • Gainward
  • GigaByte
  • Hercules
  • Hewlett-Packard
  • HIS
  • IBM
  • Inno3D
  • Leadtek
  • Lenovo
  • Manli
  • MSI
  • NVIDIA
  • Palit XpertVision
  • PNY
  • Point Of View
  • Powercolor
  • Sapphire
  • Sparkle
  • Star Tech
  • TUL
  • VisionTek
  • XFX
  • Zotac

4. PC konfigurieren – Was ist zu beachten?

Beim Kauf eines PCs sind mehrere Komponenten zu beachten. Oftmals werden die Systeme auch als Komplettpaket angeboten, aber auch hier sollten alle Komponenten möglichst hochwertig und gut aufeinander abgestimmt sein. Neben dem Laufwerk, der soliden Grafikkarte, dem Mainboard, den USB-Anschlüssen wird auch eine gute Soundkarte benötigt. Wichtig ist auch ein Netzteil auf den neuesten Stand, denn das spart Strom und damit bares Geld. Bereits im Vorfeld sollten Sie sich überlegen, welche Geräte sie über den USB-Anschluss nutzen möchten. Soll es nicht nur der Drucker sein, sondern beispielsweise auch ein DVD-oder Blu-Ray-Brenner, sollten Sie möglichst viele Ports bereithalten.

Bei der Zusammenstellung Ihres PCs oder Laptops sollten Sie sich immer vor Augen führen, dass die Technologie sich innerhalb von wenigen Monaten stetig weiterentwickelt. Aus dem Grund sind ihre heute gekauften Komponenten in wenigen Monaten schon wieder veraltet, leisten aber dennoch gute Arbeit. Ersichtlich ist dieser technische Fortschritt auch in diversen Laptop-Tests. Hier sehen Sie, welche Modelle gegenwärtig aktuell auf dem Markt sind und welche Laptops noch vor wenigen Monaten aktuell waren.

Vor allem die PCs für Spieler müssen ganz spezielle Anforderungen erfüllen, denn hier müssen vor allem Arbeitsspeicher und Grafikkarte Hand in Hand arbeiten. Da die modernen Computerspiele von heute immer bessere Grafiken haben, sollten Sie bei der Zusammenstellung des PCs vor allem auf eine hochwertige Grafikkarte Wert legen. Günstige Modelle gibt es beispielsweise im Internet bei größeren Elektrofachmärkten oder anderen Anbietern.

Möchten Sie etwas mehr als Otto-Normalverbraucher in Ihren Gaming-PC investieren, können Sie sich auch ein PC nach Ihren Wünschen für über 30.000 Euro maßschneidern lassen. Nähere Informationen dazu finden Sie im Video.

5. Stiftung Warentest: Grafikkarten unter der Lupe

Die Stiftung Warentest hat bislang noch keinen Test zu den Grafikkarten durchgeführt. Aus dem Grund ist es auch nicht möglich, den Vergleichssieger nach den Ergebnissen der Stiftung Warentest zu verkünden. Möchten Sie dennoch eine Empfehlung für Ihren persönlichen Grafikkarten-Vergleichssieger haben, können Sie einen Blick auf die anderen Vergleiche der Hersteller und Grafikkarten-Typen werfen. Orientieren können Sie sich ebenfalls an den Grafikkarten-Ranglisten verschiedener Computer-Magazine oder Gaming-Foren.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Grafikkarten

6.1. Sind zwei Grafikkarten sinnvoll?

Viele Gamer schwören auf den doppelten Einsatz von gleich zwei Grafikkarten. Ist das sinnvoll? In der Theorie auf jeden Fall, denn zwei Grafikkarten bedeuten auch die doppelte Arbeitskraft. In der Praxis macht das nur Sinn, wenn die Grafikkarten gleichwertig sind und über solide Komponenten mit dem Mainboard verbunden sind.

Einige Hersteller haben bereits die Zweier-Kombination in ihrem Angebot. AMD nennt es Crossfire und SLI wird es bei Nvidia genannt. Das System wird allerdings nur solange reibungslos verlaufen, wenn auch die restlichen Komponenten der PC-Hardware für eine doppelte Nutzung ausgelegt sind. Andernfalls kann es zu Störungen oder Software-Problemen kommen. Die Benchmark-Tests zeigen bei den Nvidia-Treibern, den AMD-Treibern oder den Radeon-Treibern durchschnittlich eine Leistungssteigerung von 25 Prozent. Anhand dieser Daten empfehlen wir, dass Sie sich für hochwertige Karten entscheiden und nicht mehrere günstige Komponenten miteinander koppeln.

6.2. Lassen sich Grafikkarten übertakten?

grafikkarte alt
Diese Grafikkarte von MSI hat schon viele Jahre auf dem Buckel.

Das Übertakten ist bei vielen Spielern beliebt. Dadurch erhöht sich die Taktfrequenz des GPUs und des Videospeichers. Dadurch können in einer kürzeren Zeit noch mehr Prozesse bearbeitet werden. Das Resultat ist eine schnellere Abbildung der Grafiken. Durch die Übertaktung wird allerdings auch der Stromverbrauch ordentlich in die Höhe getrieben. Auch die Temperatur im PC und vor allem bei der Grafikkarte steigen ein. Ist der Rechner für diese Arbeit nicht ausgelegt, kann es schnell zu einer Überhitzung und zu nachhaltigen Schäden kommen.

Um die Übertaktung durchzuführen, müssen Sie sich eine spezifische Software herunterladen. Diese ist für jeden Treiber unterschiedlich. So brauchen sie beispielsweise für den AMD-Treiber (den Radeon-Treiber) sowie den Nvidia-Treiber (GeForce-Treiber) eine eigene Software. Verwenden können Sie dafür beispielsweise ATITool, MSI Afterbruner oder RivaTuner. Nicht alle Programme sind bei allen Grafikkarten anwendbar. In dem Fall müssen Sie ausprobieren, ob die Software mit ihrer Grafikkarte korrespondiert.

Durch die Leistungssteigerung ihrer Grafikkarte können Sie die Lebensdauer nachhaltig beeinflussen. Wenden Sie beispielsweise das Programm falsch an oder übertreiben Sie es mit der Übertaktung, kann die Karte nachhaltigen Schaden davontragen. Zudem sollten Sie sich bewusst sein, dass mit der Anwendung dieser Software auch hier die Herstellergarantie Ihrer Karte erlischt.

Als Empfehlung für die Erhöhung der Taktfrequenz sollten Sie in 10er-Schritten vorgehen. Nach jeder Erhöhung um 10 MHz sollten Sie einen Benchmark-Test an Ihrem PC vornehmen. Dabei sollten Sie hier nicht nur die Leistung der Grafikkarte, sondern auch ihre Temperaturentwicklung stets im Auge behalten.

  • schnellere Darstellung der Grafiken
  • präzisere Auflösung
  • Erlöschen der Herstellergarantie
  • Schäden bei unsachgemäßer Bedienung

6.3. „TI“ – Was ist das?

Einige Grafikkarten wie beispielsweise die Radeon HD5450 sind etwas veraltet, was sich nicht nur anhand ihrer Verpackung widerspiegelt. Einige Modelle haben den Zusatz „Ti“ als Abkürzung. Ersichtlich ist das beispielsweise bei der Geforce 980 Ti. Hier gibt es auch die andere Modelloption, die Geforce 970. Warum einige Hersteller den Zusatz anhängen, lässt sich kaum nachvollziehen. In einigen Fachmagazinen soll die Abkürzung für „Titanium“ stehen, erwiesen ist das allerdings nicht. In verschiedenen Grafikkarten-Tests wird allerdings deutlich, dass die Abkürzung in jedem Fall eine höhere Variante und Weiterentwicklung des jeweiligen Grafikkartenmodells darstellt. Meist sind die Grafikkarten mit einer neuen Software versehen.

6.4. Wie klappt der Grafikkarten-Test?

verpackung grafikkarte
Ganz schön auffällig: auf die Verpackung wird viel Wert gelegt.

Bei PC-Anwendungen kann es zu Fehlermeldungen für die Grafikkarte kommen. Treten diese auf, sollten Sie zunächst den Treiber für Ihre Grafikkarte prüfen. Manchmal ist dieser veraltet und verursacht daher bei der Anwendung Probleme. Mit der Aktualisierung auf den neuesten Stand, sind einige Probleme meist im Handumdrehen gelöst. Sollte die Fehlermeldung dennoch weiter auftreten, machen sie den Grafikkarten-Test. Dafür können Sie Programme wie Direct X nutzen.

  1. Mit der Tastenkombination Windows-Taste + R gelangen Sie zum Eingabefeld.
  2. Tippen Sie nun „dxdiag“ ein und klicken Sie auf Enter.
  3. Nun wird das Programm gestartet und Ihre Grafikkarte geprüft. Über die einzelnen Registerkarten können Sie sich die erkannten Probleme anzeigen lassen.

Um diese abzusichern, können Sie einen zusätzlichen Belastungstest Ihrer Karte durchführen. Empfehlenswert hierfür ist das kostenlose Tool Furmark. Damit können Sie nicht nur die Leistung Ihrer Grafikkarte, sondern auch die Temperaturentwicklung ansehen. Beide Parameter können hilfreiche Indikatoren für mögliche Probleme und deren Behandlung sein.

6.5. Was ist die durchschnittliche Temperatur für Grafikkarten?

Die guten Grafikkarten sollten bei ihrer maximalen Auslastung nicht heißer als 75 °C werden. Wird die Karte etwas wärmer und knackt sogar die 80°C-Marke, sollten Sie die Entwicklung im Auge behalten. Generell ist die Temperatur bei den Grafikkarten auf maximal 120 °C gedrosselt. Erreichen Sie diese Werte, sollten Sie eine Problemanalyse vornehmen, denn so heiß wird im Normalfall keine Grafikkarte. Unter normaler Belastung die beispielsweise bei Office-Anwendungen beträgt die durchschnittliche Temperatur einer Karte zwischen 50 und 60 °C.

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