WLAN-Repeater Test 2017

Die besten WLAN-Verstärker im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Internetanschluss sorgt ein WLAN-Router dafür, dass kabelloses Internet im ganzen Haushalt zu empfangen ist. Früher war noch ein sogenannter „Switch“ notwendig, damit sich mehrere Nutzer im Haushalt die Internetverbindung teilen konnten. Dieser ist heute nicht mehr erforderlich.
  • Wenn man überall im Haus Internetempfang hat, steigert das eindeutig den Wohnkomfort. In einem großen Haus jedoch kann die Online-Verbindung an einigen Stellen nachlassen. Schlimmstenfalls ist ein Empfang gar nicht mehr gegeben. In solchen Fällen sollte man sich einen WLAN-Repeater kaufen. Dieser kann auch als WLAN-Verstärker bezeichnet werden.
  • Es gibt im Handel auch WLAN-Repeater für den Outdoor-Gebrauch. Mit ihnen lassen sich Online-Anwendungen oder etwa Internet-Radios ebenfalls an entfernteren Stellen, z.B. eines Gartens, nutzen.

WLAN Repeater Test

Der englische Begriff „Repeater“ heißt wörtlich übersetzt „Wiederholer“. Ein WLAN-Repeater hat die Funktion eines elektrischen Signalverstärkers – er vergrößert den Signalbereich. Die WLAN-Reichweite wird folglich erhöht.

Ein guter WLAN-Repeater meistert auch größere Entfernungen. Das Gerät nimmt die Signale des WLAN-Routers auf und sendet sie verstärkt weiter. Die Reichweite des Heimnetzwerkes wird vergrößert, ganz ohne Kabel. Das für guten Internetempfang sorgende Gerät wird auch als WLAN-Verstärker (seltener: Regenerator) bezeichnet.

Welche Typen von WLAN-Repeatern gibt es? Und was ist beim Kauf alles zu beachten? Damit Sie den besten WLAN-Repeater für sich finden, haben wir für Sie in unserer Kaufberatung entscheidende Punkte zusammengestellt.

1. Wann lohnt sich ein WLAN-Repeater?

Was heißt 802.11?

Mit der Normenfamilie 802.11 werden WLAN-Standards bezeichnet. Die Normen gehen auf den weltweiten technischen Berufsverband IEEE zurück. Die Definition der IEEE-802-Normen nahm ihren Anfang im Februar des Jahres 1980 – daher die Bezeichnung 802.

Handelsübliche WLAN-Router schaffen es in der Regel, das Netzwerk-Signal mit dem Standard 802.11 g/b/n bis zu einer Entfernung von 200 Metern zu übertragen. Das gilt aber für freies Gelände. In Gebäuden gibt es „Hindernisse“, die diesen Wert mindern:

  • Wände, die durchdrungen werden müssen
  • das Material von Fußböden
  • Möbel oder Pflanzen, die dem Netzwerk-Signal „im Weg stehen“
  • Decken mit Stahlbeton und Rigipswände mit Eisenprofilen

Mit einem WLAN-Repeater sind solche Hindernisse zu meistern, da der Durchsatz des Netzwerks (Angabe in Mbit/s) erhöht wird. Deutlich wird dies an folgendem Beispiel, bei dem in einem um 1960 errichteten Haus die Verbindungsgeschwindigkeiten gemessen wurden – einmal mit Router allein und dann mit WLAN-Verstärker:

Art und Anzahl der Hindernisse WLAN-Router allein mit WLAN-Repeater
1 Wand 87 Mbit/s 48 Mbit/s
1 Wand und 1 Decke 43 Mbit/s 41 Mbit/s
2 Wände und 1 Decke 27 Mbit/s 38 Mbit/s
2 Wände und 2 Decken 3 Mbit/s 35 Mbit/s

Die Anschaffung eines WLAN-Repeaters, der die Signale des Routers verstärkt, kann sich also nach wenigen Hindernissen bereits lohnen. Besonders, wenn es um guten Empfang von kabellosem Internet in großen und alten Häusern geht, kann der Einsatz eines Repeaters schnell geboten sein.

1.1. Reichweite und Stabilität

Netzwerk Stabilität
Ein WLAN-Repeater erhöht nicht nur die Reichweite, sondern auch die Stabilität des WLANs.

Mit einem WLAN-Repeater kann nicht nur die Reichweite im heimischen WLAN-Netzwerk erhöht werden. Der WLAN-Signalverstärker kann auch die Netzwerk-Stabilität verbessern.

Die meisten Wifi-Access-Points (WLAN-Router) haben einen Repeater-Modus. Dadurch ist in Gebäuden, auf Grundstücken sowie auf größeren Geländeflächen die Versorgung mit einem drahtlosen Funknetzwerk möglich. Das sogenannte Roaming sorgt dafür, dass sich die Nutzer im ganzen Versorgungsgebiet ohne Beeinträchtigung des Datenverkehrs bewegen können.

1.2. Vor- und Nachteile von WLAN-Repeatern:

  • verbessern die Stabilität des Heimnetzwerks
  • erhöhen die Übertragungsgeschwindigkeit an einigen Stellen des Hauses
  • das Verstärker-Prinzip kann eventuell dazu führen, dass sich die Geschwindigkeit um die Hälfte verringert

RepeaterHalbe oder volle Kraft? Bei älteren WLAN-Verstärkern kam es häufig noch zur Halbierung der Datentransferrate des WLAN-Netzes – ein gravierender Nachteil. Mit der inzwischen etablierten Crossband-Funktion ist dieses Manko behoben: Denn hier wird auf zwei Frequenzbändern (2,4 GHz und 5,0 GHz) – anders als früher – zeitgleich die Verbindung von Repeater zu Router/Access Point und zu Client (Verbraucher) hergestellt.

2. Wichtige technische Grundlagen

2.1. Signal

Hochwertige WLAN-Repeater sind in der Lage, dem Signal eine Kennung zu geben. Dadurch lässt sich der Signalweg zurückverfolgen. Das Signal wird zudem nicht einfach nur vom Sender aufgenommen. Bevor der Internet-Repeater es weiterleitet, wird das Signal interpretiert, es wird neu codiert sowie neu synchronisiert. Es wird also aufbereitet, wodurch Rauschen und Verzerrung der (Signal-)Pulsform aus dem eingehenden Signal beseitigt werden.

2.2. WLAN-Standards

802.11 a Entwicklung erfolgte 1999 für 5-GHz-Netze. Für Deutschland wurde der Standard 2002 freigegeben. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 22 Mbit/s.
802.11 b Verabschiedung erfolgte 1999 als Standard für 2,4-GHz-Netze. Mit einer Geschwindigkeit von 5,5 bis 11 Mbit/s.
802.11 g Entwicklung erfolgte 2003. Möglich sind Datenraten bis 22 Mbit/s.
802.11 n Freigabe erfolgte 2009, mit einer Datenrate von 72,2 Mbit/s. Es handelt sich dabei um Dualband-Netze.
802.11 ac Erweiterung des Standards 802.11 n für die 5-GHz-Frequenz. 2013 kamen die ersten Geräte mit diesem WLAN-Standard auf den Markt.

2.3. Einrichtung

Zwischen Repeater und dem WLAN-fähigem Rechner oder einem Computer, der mit WLAN-Karte online geht, herrscht kabellose Kommunikation. Die Repeater können auf unterschiedliche Art eingerichtet werden. So gibt es die Möglichkeit, die Einrichtung über einen Browser vorzunehmen. Es gibt aber auch die WPS-Funktion am Repeater. Die Abkürzung WPS bedeutet Wi-Fi Protected Setup. Dieser Standard der Wi-Fi Alliance ermöglicht den einfachen Aufbau beziehungsweise die einfache Erweiterung des drahtlosen Heimnetzwerkes per Knopfdruck.

Wi-Fi Alliance

Die Wi-Fi Alliance ist eine 1999 gegründete Organisation mit über 300 Unternehmen. Sie zertifiziert Produkte unterschiedlicher Hersteller auf Grundlage des IEEE-802.11-Standards, damit es bei der drahtlosen Verbindung zu keinen Inkompatibilitäten kommt.

Die Verbindung von Access Point oder Repeater mit dem Heimnetzwerk ist auf vier verschiedene Arten möglich:

  • Per Eingabe einer PIN: Am Gerät ist eine PIN angebracht – zwecks Einbindung in ein Netzwerk. Diese ist dem Access Point bekannt zu geben. Eventuell ist eine PIN auch am Registrar abzulesen und vom Verbraucher einzugeben.
  • Per Knopfdruck (PBC): Die Abkürzung PBC steht für „Push Button Configuration“, meint also die Konfiguration per Knopfdruck. WLAN-Router und WLAN-Verstärker müssen mit einem eigens dafür vorgesehenen Knopf, der WPS-Taste, ausgestattet sein. Innerhalb einer kurzen Phase wird der Verbindungsaufbau hergestellt. Geräte in einem WLAN-Repeater-Vergleich haben in der Regel diese Funktion.
  • Per USB Flash Drive (UFD): Die für die Netzeinstellung erforderlichen Daten werden hierbei per USB-Stick übertragen.
  • Per Near Field Communication (NFC): Hier sorgt der Funkübertragungsstandard NFC dafür, dass die Daten zwischen den verschiedenen Geräten synchronisiert werden.

2.4. Verschlüsselung

Jeder, der sich in Reichweite des WLAN-Signals befindet, kann dieses auffangen. Folglich muss das WLAN verschlüsselt werden. Sonst können andere Nutzer auf die von Ihnen im Netzwerk freigegebenen Daten zugreifen. Oder andere können Ihre Internetverbindung zum Herunterladen urheberrechtlich geschützter oder illegaler Inhalte missbrauchen.

WLANAchtung: Wenn das WLAN nicht verschlüsselt ist, haftet der Netzwerk-Betreiber im Schadensfall für die Folgekosten. Auch deshalb sind die Verschlüsselungs-Standards von größter Bedeutung.

Verschlüsselungs-Standards: WEP, WPA und WPA2 stellen die gängigen Kategorien der Verschlüsselung des drahtlosen lokalen Netzwerks dar. Zur richtigen WLAN-Verschlüsselung geben die Fachjournalisten von der PC-Welt hier Tipps und eine einfache Anleitung.

Verschlüsselung Beschreibung
WEP
Wired Equivalent Privacy
WEP ist der älteste Verschlüsselungs-Standard. Da der WEP-Standard mehrere Schwachstellen hat, sollte er nicht mehr eingesetzt werden. Zum einen fehlt eine Schlüsselverwaltung, der Schlüssel bleibt daher lange gleich. Zudem ist der Initialisierungsvektor für die Verschlüsselung zu kurz und wird teils als Klartext übermittelt.
WPA
Wi-Fi Protected Access
Die Einführung des WPA-Standards erfolgte, als sich WEP mit seinen Schwachstellen als unzureichend herausstellte. Der Verschlüsselungs-Algorithmus von WPA hat einen dynamischen Schlüssel – basierend auf dem Temporal Key Integrity Protocol (TKIP). Doch auch diese Verschlüsselungsmethode hat Schwachstellen, die Angriffen Tür und Tor öffnen können. Deshalb sollte bei der Einrichtung eines Netzes auf WPA verzichtet werden.
WPA2
Wi-Fi Protected Access 2
WPA2 ist der aktuell sicherste Verschlüsselungs-Standard. Der Verschlüsselungs-Algorithmus hierzu ist der Advanced Encryption Standard (AES). Zusätzlich zum weiter verwendeten TKIP wird das Protokoll CCMP eingesetzt (CCMP = Counter Mode with Cipher Block Chaining Message Authentication Code Protocol).
Einzige Schwachstelle kann ein schlechtes Passwort sein, etwa „123456“. Schlechte Passwörter werden zum einfachen Merken immer noch gerne verwendet. Damit man keine einzelnen Passwörter im Kopf behalten muss, gibt es Passwort-Manager als hilfreiche Software.

WLAN verstärken

3. Kaufberatung für WLAN-Repeater: Wichtige Kriterien

3.1. Zur Art des WLAN-Verstärkers

Die heutzutage im Handel erhältlichen und in WLAN-Repeater-Tests unter die Lupe genommenen Geräte zeichnen sich in der Regel durch große Flexibilität aus – die Einstellung auf das bereits vorhandene Netzwerk erfolgt automatisch. Die WLAN-Verstärker sind mit nahezu allen herkömmlichen Routern und Clients kompatibel; sie kommunizieren im 2,4-GHz-Frequenzband und im 5-GHz-Band.

Sie möchten einen WLAN-Repeater kaufen, sind im Vorfeld aber noch unsicher bezüglich einiger Dinge? Folgende grundlegende Fragen helfen weiter:

  • Ist mein WLAN-Router kompatibel mit dem von mir ins Auge gefassten Repeater?
  • Auf welcher WLAN-Frequenz kommunizieren Router und die vorhandenen Clients?
  • Habe ich vor, den WLAN-Repeater auch eigenständig als Access Point zu nutzen? Oder hat er nur die Aufgabe, mein WLAN zu verstärken?

Sobald man für sich diese grundlegenden Fragen beantwortet hat, kann man an die technischen Details gehen. Zunächst sollte man die Entscheidung treffen, ob man einen Dualband-Repeater braucht. Dieser kommuniziert auch im 5-GHz-Frequenzbereich. Es kann aber auch ausreichen, einen WLAN-Repeater günstiger zu kaufen, der nicht diese Funktion hat. Bei einem besonders großen Gebiet, das mit gut funktionierender Internetverbindung abgedeckt werden soll, können durchaus auch mehrere WLAN-Repeater Sinn machen.

Etliche WLAN-Repeater in Tests können die Crossband-Technik aufweisen: Das heißt, die Kommunikation mit dem Router läuft auf der 5-GHz-Frequenz und die mit dem Verbraucher auf der 2,4-GHz-Frequenz ab. Mit einem solchen Dualband-Repeater lassen sich deutlich höhere Verbindungsgeschwindigkeiten erreichen als mit herkömmlichen WLAN-Verstärkern.

Vorzüge und Nachteile der 5GHz-Frequenz in WLAN-Netzen:

  • höhere Übertragungsgeschwindigkeit
  • weniger Störungen durch andere Netzwerke, da weniger bekannt
  • Technik kann durch viele ältere Geräte nicht genutzt werden

Beim Stromverbrauch bewegen sich WLAN-Repeater zwischen 15 und 35 Kilowattstunden im Jahr. Die Leistungsaufnahme liegt bei den meisten Geräten in unserem WLAN-Repeater-Vergleich im Ruhemodus bei 2 Watt und bei der Übertragung bei 15 Watt.

3.2. Zu den möglichen Anschlüssen

Je mehr Anschlussmöglichkeiten bestehen, desto weniger braucht man sich im Nachhinein bei Bedarf um Speziallösungen zu kümmern, die ins Geld gehen und zu Kabelgewirr führen können. Mit folgenden Möglichkeiten sollte man sich vor dem Kauf des WLAN-Repeaters beschäftigen:

LAN-Anschluss am Repeater: Ein LAN-Anschluss ist, bei Verbindung mit einem Empfänger, nicht nur für eine schnellere Übertragung gut. Er ist auch Grundlage für die Nutzung des WLAN-Repeaters als Access Point. Sie können den Repeater (oder einen als Proxy dienenden Computer) mit dem Router über Kabel verbinden und erst dann die WLAN-Funktion in Gebrauch nehmen. Das Heimnetzwerk gewinnt damit automatisch an Schnelligkeit. Unbedingt erforderlich ist ein LAN-Anschluss jedoch nicht: Oft greift man ja gerade deswegen auf einen Repeater zurück, weil eine Kabelführung an den betreffenden Stellen nicht machbar ist oder nur mit viel Aufwand umzusetzen wäre.

USB-Anschluss
LAN-, USB-Anschluss und Audioschnittstellen sind praktische Extras am WLAN-Repeater.

Audioschnittstelle am Repeater: Für Nutzer, die ein Faible für Multimedia-Anwendungen haben, kann ein Gerät mit Audioschnittstelle der beste WLAN-Repeater sein. Ein solcher Anschluss ist noch nicht so häufig. Musikanlagen können damit über WLAN angesteuert werden. So lassen sich Webradio-Streams vom Computer auf die Stereoanlage übertragen. Auch Titel aus der eigenen Musikbibliothek, die auf PC, Laptop oder Tablet gespeichert sind, können Sie auf Ihrer Stereoanlage genießen. Ebenso lässt sich durch den eingebauten UKW-Minisender, den der WLAN-Repeater mit Audioschnittstelle besitzt, auch das Können Ihres Radios erweitern: Jedes handelsübliche Radio in der Nähe überträgt damit dann Stücke aus Ihrer Musiksammlung oder andere MP3-Dateien sowie Podcasts.

USB-Anschluss am Repeater: Wenn der WLAN-Verstärker mit USB-Anschlüssen ausgestattet ist, kann sich das als sehr praktisch erweisen. Es lassen sich hier etwa Drucker oder Scanner anschließen und von allen Nutzern des WLANs zentral ansteuern. Sie können auch externe Festplatten oder Fileserver anbinden – und so etwa den zentralen Zugriff auf Musiksammlungen oder Video- und Filmbibliotheken für jeden im Haushalt möglich machen.

4. Wichtige Marken und Hersteller

  • Asus
  • AVM
  • Belkin
  • Bestwe
  • D-Link
  • Edimax
  • Linksys
  • Medion
  • Netgear
  • TP Link

5. Häufige Fragen zur Einrichtung und Verstärkung von WLAN

5.1. Wo ist der beste Standort für WLAN-Router und Repeater?

Der WLAN-Router sollte geschickt platziert werden, damit Sie möglichst überall in Ihrem Haus kabelloses Internet empfangen können. Am besten steht der Router leicht erhöht in einem Raum, der sich zentral in Wohnung oder Haus befindet. Das dient der bestmöglichen Ausbreitung der Funkwellen.Beachten Sie bitte, dass sich in diesem Raum keine möglichen Störquellen für das drahtlose Netzwerk befinden sollten. Solche Störer sind sowohl Kühlschränke und Gefrierschränke als auch Bluetooth-Boxen oder überhaupt Metallgegenstände. Auf eine Mikrowelle im Raum sollte ebenfalls verzichtet werden. Bei laufendem Betrieb kann sie die Übertragungsgeschwindigkeit mindern.

Haben Sie trotzdem Schwierigkeiten mit der Netz-Stabilität an entlegenen Stellen, können Sie probieren, die Antennen am Router anderweitig auszurichten.Unsere Empfehlung: Ermitteln Sie vor Nutzung des WLAN-Repeaters, wo in Ihrem Haus der Internetempfang zu wünschen übrig lässt. Haben Sie diese Stellen ausgemacht, sollte der Repeater auf der Mitte der direkten Strecke angebracht werden, die zwischen potenziellem Arbeitsplatz und Router liegt. Bei einigen WLAN-Repeater-Tests wurde herausgefunden, dass dieser Standort die besten Resultate bringt.

Wifi verstärken

5.2. Wie findet man freie Funkkanäle?

Wenn die Geräte, wie meist noch üblich, im 2,4-GHz-Frequenzbereich kommunizieren, kann dies vor allem bei Häusern mit Mietwohnungen zu Problemen führen – verschiedene drahtlose Netzwerke überschneiden sich dann. Als Folge kann die Übertragungsgeschwindigkeit erheblich sinken.

Um dem entgegenzuwirken, haben WLAN-Frequenzbänder eine Unterteilung in bis zu 13 Kanäle. Diese Kanäle lassen sich auch bei der Mehrzahl der Router einstellen. Das Konfigurationsmenü der Router (in der Bedienungsanleitung steht, wie Sie dieses finden) gibt Ihnen Auskunft, welche Kanäle in der unmittelbaren Umgebung speziell genutzt werden. Nehmen Sie dann einen Kanal, der weniger stark belegt ist.

Ist es bei Ihrem WLAN-Router vielleicht nicht möglich, die Belegung der Kanäle zu prüfen? Hier hilft das kostenlose Tool inSSIDER weiter, das Sie zum Zweck der Kanalprüfung installieren können.

Tipp: Bei Geräten mit einem 5-GHz-Standard sollte man diesen Frequenzbereich nehmen. Zum einen ist dieses Frequenzband in 23 Kanäle unterteilt und es ist noch nicht so „überlaufen“ wie die anderen.

5.3. Spielt die Optik eine Rolle?

Interne Antennen sind Trend bei den aktuellen WLAN-Repeatern. Die Nicht-Sichtbarkeit der Antennen hat sicher ästhetische Gründe. Auf die Funktion hat es keinen Einfluss, ob die Antennen intern oder extern angebracht sind (einige Nutzer werden sich sicher noch an die Antennenhandys erinnern, die von Handys mit interner Antenne abgelöst wurden).

Auch in Sachen Stromzufuhr ist die Optik betroffen: Bei vielen der aktuell im Handel erhältlichen Geräten sitzt der Eurostecker direkt am Gehäuse des Repeaters. Das ist zum einen bequem, weil man hier kein zusätzliches Kabel braucht, und daher benutzerfreundlich. Die Nachteile dieser Bauweise: Beim Platzieren des Repeaters muss man sich nach den vorhandenen Steckdosen richten. Und beim Gebrauch einer Mehrfachsteckdose belegt das Gerät mit seiner Breite sogleich bis zu drei Steckplätze.

5.4. Gibt es Outdoor-Lösungen für WLAN im Garten?

Outdoor WLAN Repeater
Um auch im Freien ungestört surfen zu können, gibt es spezielle Outdoor-WLAN-Repeater.

Besitzen Sie ein großes Gelände und möchten Sie sicherstellen, dass Sie auch im Garten einen guten Internetempfang haben? Kein Problem, denn hierfür können Sie einen speziellen Outdoor-WLAN-Repeater kaufen. Die Geräte erreichen eine relativ große Reichweite im Freien, da Hindernisse wie Wände, Decken oder Möbel nicht vorhanden sind. Doch auch hier kann die Leistung, etwa durch Sträucher und Bäume, verringert werden.

Wichtig bei WLAN-Repeatern für den Outdoor-Bereich ist: Es darf kein Wasser ins Gehäuse laufen und die Technik kaputt machen. In puncto Robustheit hebt der Hersteller TP Link etwa einen „4000V-Blitzschutz“ und den „15kV-ESD-Schutz“ hervor – Letzterer soll eine elektrostatische Entladung verhindern.

Eine Wandhalterung mit Schrauben dient bei den Geräten zur Befestigung. Die Anschlüsse sitzen auf der Unterseite, damit hier keine Feuchtigkeit eindringt. WLAN-Outdoor-Repeater sind damit ideale Geräte für mobile Nutzer, die auch im Garten nicht auf ihr drahtloses Heimnetzwerk verzichten möchten.

5.5. Hat Stiftung Warentest Repeater geprüft?

Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 07/2014 Router und Repeater geprüft. Bei den Repeatern fanden allerdings nur drei Modelle Erwähnung und es wurde kein WLAN-Repeater-Vergleichssieger ermittelt. Außerdem fiel der WLAN-Repeater-Test nicht besonders umfangreich aus.

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