Android-Tablet Test 2018

Die besten Android-Tablets im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Android hat Google ein eigenes Betriebssystem für den Einsatz auf Tablets und Smartphones entwickelt. Das Android-System wird regelmäßig mit Updates sowie neuen Softwareversionen versorgt, sodass die mobilen Endgeräte immer auf dem neuesten Stand arbeiten.
  • Durch die offene Bauweise können Tablethersteller Android für ihre Geräte modifizieren. Gegenüber anderen Systemen bietet Android zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten bei Bedienung und Oberfläche. Anpassungen in diesem Umfang sind weder bei iOS noch bei Windows möglich.
  • Die Qualität der Android-Tablets hängt erheblich von der richtigen Abstimmung von Hard- und Software ab, wobei die Preisunterschiede zwischen den Modellen enorm sind.

Tablet test

Denken Sie über die Anschaffung eines neuen Tablets nach, steht zunächst die Frage im Raum, für welches der gängigen Betriebssysteme Sie sich entscheiden sollen. Mit Microsoft, Apple und Google haben drei große Elektronikkonzerne eigene Systeme im Angebot, die sich auf dem Markt als führende Lösungen etabliert haben. Die Systeme unterscheiden sich in Ausstattung, Umfang und Individualisierungsmöglichkeiten voneinander.

Geräte verschiedener Marken, die nicht von Apple stammen, arbeiten überwiegend mit Android. Das Betriebssystem hat sich zu einer der führenden Lösung entwickelt. In unserem Android-Tablet-Vergleich schneiden die Tablet-PCs je nach Hersteller und Ausstattung verschieden ab. Ein umfassender Android-Tablet-Vergleich lohnt sich vor dem Kauf. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten und Besonderheiten zu den Endgeräten mit Googles Betriebssystem zusammengefasst und erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie ein Android-Tablet kaufen möchten.

1. Was verbirgt sich hinter Android?

Was bedeutet Android?

Android Maskottchen

Android ist zugleich Betriebssystem, als auch Software-Plattform mobiler Geräte und wurde von der Open Handset Alliance entwickelt, eine Kooperation aus 84 Unternehmen, welche Google 2007 gründete. Das Maskottchen von Android ist Andy, ein kleiner grüner Roboter.

Tablet-PCs, die mit Android – dem Betriebssystem von Google – arbeiten, werden als Android-Tablets bezeichnet. Google hat mit Android ein eigenes, mobiles Betriebssystem auf den Weg gebracht, das unter anderem mit dem Roboter Andy als Maskottchen international bekannt wurde. Auf dem Markt steht Android in direktem Kontakt mit den Konkurrenzsystemen Microsoft Windows und iOS von Apple. In unserem Android-Tablet-Vergleich fallen die Geräte insbesondere durch die Individualisierungsmöglichkeiten auf. Es gibt Android mittlerweile in verschiedenen Versionen und Ausstattungsvarianten, wodurch es zu Unterschieden bei Akku-Auslastung, Apps, Bedienung und Kompatibilität kommt. Neue Typen des Systems werden durch Updates ausgeliefert.

Als Apple sein Betriebssystem iOS vorstellte, stand sofort fest, dass dieses ausschließlich bei Geräten des US-Konzerns Anwendung findet. Google ging hier von Anfang an einen anderen Weg und stellte sein Betriebssystem für Geräte von unterschiedlichen Produzenten zur Verfügung. Das sorgte für neuen Schwung auf dem Tablet-Markt, denn so konnten auch Geräte, die besonders günstig angeboten werden sollten, mit einem bekannten System ausgeliefert werden. Möchten Sie Android-Tablets günstig erwerben, ist dies angesichts der umfassenden Modellvielfalt problemlos möglich. So greift beispielsweise auch der Lebensmitteldiscounter Aldi bei seinen Medion Tablets auf das System von Google zurück.

Doch wo liegen dann im Android-Tablets-Test die Unterschiede? Die Geräte unterscheiden sich insbesondere im Zusammenspiel von Soft- und Hardware voneinander. Aufgrund der offenen Bauweise greifen natürlich viele Tablet-Hersteller auf Android zurück, was dem System des Suchmaschinengiganten sowohl auf dem europäischen als auch auf dem asiatischen Markt eine besondere Stellung bescherte. So führen Android-Tablets den Markt in Deutschland an. Hierzulande laufen insgesamt 71,6 Prozent der mobilen Endgeräte mit der Google-Lösung. Obwohl Apple als Kultmarke gilt, müssen sich die Geräte des Herstellers im direkten Vergleich mit Android geschlagen geben. Auf sie entfallen nur 19,8 Prozent der Marktanteile. Noch geringer ist der Anteil von Windows Geräten. Sie kommen nur auf 7,2 Prozent.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch international sind die Android Tablets führend. Bei den mobilen Betriebssystemen erreichten sie im zweiten Quartal 2014 rund 84 Prozent Marktanteil. Google bezifferte seinen großen Erfolg schon im April 2013. Damals erklärte der Internetgigant, dass täglich weltweit etwa 1,5 Millionen neue Geräte aktiviert werden, die mit dem eigenen Betriebssystem arbeiten.

  • Systemupdates erfolgen in regelmäßigen Abständen
  • offene Bauweise schafft höchste Flexibilität
  • großes App- und Produktangebot
  • umfassender App-Store
  • Nutzung einer SD-Karte für zusätzlichen Speicher möglich
  • Updates werden nicht bedingungslos für alle Geräte ausgeliefert
  • Android-Funktionen und Apps haben starke Google-Bindung

2. Verschiedene Typen und Android-Tablet-Arten

2.1. Android-Multimedia-Tablets

Multimediatablet Lenovo
Geeignet für den ausgiebigen Filmgenuss: das Multimedia-Tablet von Lenovo.

Suchen Sie ein Android-Tablet, mit dem Sie vorwiegend Filme, Serien und Musik streamen möchten, lohnt sich ein Blick auf die Android-Multimedia-Tablets. Sie erfüllen aufgrund der Hardware die Ansprüche, die an die Multimedia-Nutzung gestellt werden. Gute Multimedia-Tablets zeichnen sich durch einen leistungsstarken Prozessor, wahlweise mit Quad Core sowie wenigstens 1 GB und genügend Arbeitsspeicher aus. Der Arbeitsspeicher sollte wenigstens 1 GB RAM betragen.

Damit Sie in der Nutzung langfristig flexibel sind, sollte Ihnen das Gerät die Option bieten, den Festplattenspeicher zu ergänzen. Dies ist nur möglich, wenn ein SD-Karten-Slot vorhanden ist. Leistungsstarke Android-Tablets ermöglichen es Ihnen sowohl die Apps als auch die Spiele, die im PlayStore angeboten werden, ohne Störungen und ruckelfrei zu nutzen.

In diversen Android-Tablet-Tests fallen immer wieder Modelle bekannter Hersteller wie Samsung auf.

2.2. Business-Tablet

Tablet Beruf
Tablets für den Beruf: das Pro Slate 8 von HP ist als Business-Tablet beliebt.

Werden Sie Ihr Android-Tablet vorwiegend beruflich nutzen, bieten sich die sogenannten Business-Tablets an. Sie sind auf die Anwendung bei Office-Programmen ausgelegt und unterstützen Word, PowerPoint, Excel und Outlook optimal. Die Nutzung der bekannten Office-Anwendungen ist bei den Business-Tablets durch Apps möglich, die Sie über den PlayStore herunterladen können.

Damit Sie mit Ihrem Android-Tablet gut arbeiten können, ist es wichtig, dass der Bildschirm nicht zu knapp bemessen ist. Wenigstens 10 Zoll Bildschirmdiagonale sollten Ihnen hier zur Verfügung stehen. Einige bekannte Hersteller wie Samsung und Acer bieten die Option, die Tabletbedienung per Tastatur oder Stift vorzunehmen und versprechen dadurch insbesondere bei Office-Anwendungen höheren Komfort.

2.3. Mini-Tablet

Minitablet
Geeignet fürs Lesen: ein Tablet im Mini-Format.

Nicht jeder Anwender braucht ein großes Android-Tablet. In unserem Vergleich von 2018 finden sich auch kleinere Modelle, die als sogenanntes Mini-Tablet auffallen. Hier beträgt die Bildschirmdiagonale meist zwischen 6 und 7 Zoll. Die kleinen Geräte eignen sich zwar nicht zum Arbeiten und machen auch das Ansehen von Videos eher unkomfortabel, doch unterwegs eignen sie sich hervorragend zum Surfen und Lesen. Sie erinnern aufgrund ihrer Maße an einen eBook-Reader, passen also gut in die Tasche. Durch das handliche Maß liegen die Mini-Tablets angenehm in der Hand und sind besonders leicht. Die kleine Displaygröße kommt nicht ohne Nachteile aus. Sie zeigen sich vor allem bei Kameraqualität und Auflösung.

2.4. Android-Kinder-Tablets

Schon die Kleinsten nutzen das Tablet gern, um verschiedene Inhalte zu streamen. Es gibt mittlerweile einige Android-Kinder-Tablets, die leicht in der Bedienung und übersichtlich im Funktionsumfang sind. Nicht nur technisch sind die Android-Kinder-Tablets auf die besonderen Bedürfnisse der kleinen Anwender abgestimmt. Häufig sind diese auch besonders bunt und wirken zudem sehr spielerisch.

Android-Kinder-Tablets sind so gestaltet, dass die Eltern jederzeit Einfluss auf die Geräte nehmen können. Das heißt: Sie können gewisse Funktionen sperren. So lassen sich die Einstellungen auf die Bedürfnisse der kleinen Anwender anpassen. Weiterhin sind auch hier wieder Individualisierungen möglich. So wird aus dem mobilen Endgerät schnell ein elektronisches Spielzeug, das aber auch mit einer gewissen Sicherheit einhergeht.

Kindertablet
Klein, aber oho!

Es gibt mittlerweile auch einige Tablets, die mit einem speziellen Kindermodus arbeiten. Vorteil dieser Tablet-PCs  ist, dass sie nicht nur als Kinder-Tablet nutzbar sind, sondern nach Eingabe eines Passworts auch der volle Funktionsumfang zur Verfügung steht. Vorteil dieser Kindervariante ist der umfassende Schutz. So können Kinder hier nicht ohne weiteres Apps kaufen und nichtaltersgerechte Inhalte nutzen. Weiterhin werden sie vor einem übermäßigen Konsum geschützt.

Google hat auf den Trend, dass immer mehr Kinder Tablets nutzen, reagiert. Im PlayStore finden sich für Android-Tablets einige Apps, die der Kindersicherung dienen. Eines der bekanntesten Android-Kinder-Tablets ist das Fire Kids Edition. Das von Amazon angebotene Tablet unterscheidet sich vor allem in einem Servicepunkt von vielen anderen Geräten. Der Tablet-PC wird mit einer 2-Jahre-Sorglos-Garantie angeboten. Amazon verspricht, dass das Android-Tablet innerhalb von zwei Jahren ohne Wenn und Aber ausgetauscht wird. Weiterhin findet bei der Fire-Kids-Edition ein kinderfreundlicher Browser Einsatz. Mit ihm ist eine Kontrolle von Webseiten und Videos möglich, die die kleinen Anwender besucht haben. Die robuste Schutzhülle steht beim Amazon Modell in Blau oder Rosa zur Verfügung. Auch viele andere Unternehmen, die auf dem Spielzeugmarkt angesiedelt sind, haben sich mittlerweile in den Bereich der Kinder-Tablets gewagt und bauen auf das mobile Betriebssystem Android. Neben Odys zählen dazu VTech und Ravensburger.

Tipp: Suchen Sie ein gutes Kinder-Tablet, können Sie im Kinder-Tablet-Vergleich unterschiedliche Modelle miteinander vergleichen.

3. Unsere Kaufberatung für Android-Tablets: Hierauf müssen Sie beim Kauf achten

Es ist nicht leicht, das beste Android-Tablet für den eigenen Bedarf zu finden. Ein umfassender Vergleich und ein Blick in den einen oder anderen Android-Tablet-Test können helfen. Wir haben für Sie einige wichtige Kriterien für den Kauf zusammengefasst. Achten Sie dabei stets noch auf Ihre individuellen Ansprüche und die Anforderungen, die Sie an die Nutzung stellen.

3.1. Android-Versionen

Es gibt die Android-Tablets mittlerweile mit verschiedenen Versionen des Betriebssystems. Fünf Android-Versionen hat der Suchmaschinengigant Google mittlerweile auf den Weg gebracht. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Varianten des Betriebssystems in folgender Tabelle vor.

Version Beschreibung
Android-Jelly-Bean

Jellybean

Seit Sommer 2012 steht mit Jelly Bean eine der ersten Versionen von Googles mobilen Betriebssystemen zur Verfügung. Jelly Bean punktet durch einen schnellen Datenaustausch und verbesserte Reaktionszeiten. Für den Datenaustausch steht Bluetooth zur Verfügung. In der Menüleiste gibt es für eine einfache Handhabung diverse Schnellleinstellungen. Weiterhin setzte Google hier auf mehrere Galerie- und Kamera-Apps.
Android-KitKat

 

Zunächst war Android mit Smartwatches und weiteren Wearables nicht sonderlich kompatibel. Die damit verbundene Lücke schloss Google mit der Version KitKat. Weitere Neuerungen waren:

  • die Suchfunktion via Sprachbefehle
  • Google Hangouts
  • Organisations- und Kommunikationsapps.

Mit KitKat wurde Musik zum ersten Mal stromsparender wiedergegeben, was den Akku der Android-Tablets schonte.

Android-Lollipop

Lollipop

Mit Lollipop stand im Winter 2014 bereits die Version Android 5.0 zur Verfügung. Im Vergleich zu den Vorgängerversionen bietet es nicht nur ein abgewandeltes Design, sondern auch Verbesserungen bei der Ausstattung. Neben besseren Push-Nachrichten hatte Lollipop auch eine simplere Bluetoothverwaltung und einen vollkommen neuen Sperrbildschirm im Petto. Außerdem wurde die Verwaltung über die WLAN-Netzwerke ebenso verbessert wie die Akku-Leistung, was eine längere Nutzung der Tablets versprach.
Android-Marshmallow

Marshmallow

Ein Jahr nach Lollipop folgte schließlich im November 2015 die Version Marshmallow und damit Android 6.0. Auch hier hat sich Google erneut für Verbesserungen entschieden. So wurde der Stromsparmodus angepasst. Google hat sich zudem für eine Optimierung seiner Apps durchgerungen, sodass diese weniger Speicher benötigten. Mit Marshmallow änderten sich bei den Android-Tablets Design und Benutzerführung gleichermaßen. Neu war die Ergänzung um einige Sprachen, sodass das Betriebssystem nun in 74 Sprachen zur Verfügung stand.
Android-Nougat

Nougat

Am 22. August 2016 erfolgte die Freigabe von Android Nougat. Die neue Betriebssystemversion brachte den Split-Screen-Modus mit, sorgte aber auch für entscheidende Verbesserungen bei der Einstellung. Google hat sich bei seiner neuen Android-Version darauf besonnen, diese so zu gestalten, dass auch Tablets mit eher schwacher Hardware makellos funktionieren. Nougat wird von Google erneut als Upgrade zur Verfügung gestellt.

Android-Tablets werden zwar regelmäßig mit Updates versorgt, doch die Ausstattung mit neuen Betriebssystemen erfolgt nicht bei allen Geräten automatisch. So fallen im Android-Tablet-Vergleich auch immer wieder Modelle mit älteren Versionen auf. Google hat es nicht zur Pflicht gemacht, dass die Hersteller die Tablets aktualisieren. Doch die älteren Versionen des Betriebssystems stehen den Neuen nicht unbedingt nach. Ist eine Aktualisierung auf eine neue Version des Betriebssystems vorhanden, wird dies auf dem jeweiligen Tablet immer angezeigt. Wünschen Sie sich ein Gerät, für welches Android 7.0 verfügbar ist, dann schauen Sie am besten hier.

android-tablet

3.2. Das Display – unterschiedliche Größen im Überblick

Das Touchscreen-Display gilt mittlerweile schon als Standard bei den Android-Tablets und ist demnach auch keine große Besonderheit. Unterschiede gibt es zwischen den Geräten trotzdem, wobei nicht der Android-Tablet-Vergleichssieger immer den größten Bildschirm hat. Pauschale Empfehlungen für die richtige Bildschirmgröße gibt es kaum. Wichtig ist, dass das Display zu Ihrer Nutzung passt. Sie sollten also schon vorher abschätzen, wie Sie Ihr Tablet später nutzen möchten.

Große Displays mit 9 bis 11 Zoll empfehlen sich vor allem für Anwender, die vorwiegend Medien nutzen werden. Dazu gehören Filme und Fotos ebenso wie Videos. In diesem Fall sind Android-Tablets mit großen Displays einfach komfortabler. Entscheiden Sie sich für ein 10,1 Zoll Display, haben Sie eine Diagonale von 25,65 cm zur Verfügung. Das entspricht in etwa der Größe eines A5-Blatts, das 25,5 cm in der Diagonale misst. Im Vergleich zum klassischen Notebook sind die großen Android-Tablets immer noch klein. Notebooks haben meist ein 15 bis 18 Zoll großes Display.

Tipp: Beim Vergleich der Displays müssen Sie darauf achten, dass immer nur die reine Tabletgröße angegeben wird. Das heißt: Sobald ein Rand, ein Standfuß oder beispielsweise eine Tastenleiste vorhanden ist, kann das Tablet an sich größer sein als das angegebene Maß.

Wissenswertes: Damit Sie Filme und Serien ohne Einschränkungen genießen können, sollten Sie nicht ausschließlich auf die Displaygröße achten. Viel wichtiger ist einfach die Bildqualität. Die Bildqualität wird durch die Auflösung gekennzeichnet. HD-Displays haben eine Auflösung von wenigstens 1280 x 720 Pixel. Deutlich mehr bietet Ihnen ein Full-HD Android Tablet. In diesem Fall sind wenigstens 1920 x 1080 Pixel vorhanden.

So verwandeln Sie Zoll in cm

Möchten Sie wissen, wie groß Ihr Display in cm ist, können Sie die Zollangabe einfach mit einem Zollrechner umrechnen lassen. Inches werden ins metrische System mit dem 2,5-fachen-Wert übertragen. Die Zoll-Angabe wird so in cm umgewandelt. Für ein Zoll werden als Grundlage 2,54 cm zugrunde gelegt.

3.3. Eigener Tablet-Speicher

Viele Android-Tablets bieten die Möglichkeit, den internen Speicher durch eine SD-Karte zu erweitern. Doch auch der interne Speicher ist wichtig. Grundsätzlich sollte der interne Speicher nicht zu knapp bemessen sein, denn wenn Sie Ihr Android-Tablet das erste Mal in den Händen halten, sind darauf bereits einige Apps vorinstalliert. Auch für das System an sich ist ein erheblicher Teil des Speichers erforderlich. Der interne Speicher wird damit bereits stark beansprucht, sodass es zwischen dem Netto- und Brutto-Speicherwert enorme Unterschiede gibt.

Beim Kauf eines Android-Tablets ist kaum ermittelbar, wie viel verfügbarer Speicher tatsächlich zur Verfügung steht. Entscheidend ist unter anderem wie viele Apps auf dem Endgerät bereits installiert sind. Bedenken Sie dabei, dass sich nicht alle Apps, die vorinstalliert sind, auch ohne weiteres löschen lassen. Ist der interne Speicher voll, wird das Android-Tablet langsam und ebenso träge. Um auch nach umfangreichen Installationen noch flexibel sein zu können, ist es empfehlenswert ein Tablet mit SD-Karten-Slot zu wählen. Damit können Sie den zur Verfügung stehenden Speicher ganz einfach durch den Einsatz einer passenden SD-Karte erweitern.

In diesem Punkt unterscheiden sich die Android-Tablets deutlich von iPads. Der Speicher der iPads ist nicht erweiterbar. Bei den Android-Tablets kann er auf bis zu 128 GB ausgebaut werden. Meist ist der interne Speicher so umfassend bemessen, dass er für den normalen Anwender reicht. Wird es doch einmal eng, kann die SD-Karte nachgerüstet werden.

3.4. Internetverbindung

Lenovo Tablet test
Das Lenovo Yoga macht in puncto Beweglich- und Bedienbarkeit eine gute Figur.

Wer sich ein Tablet kauft, möchte dieses oft auch unterwegs nutzen. Doch damit das auch möglichst bequem realisierbar ist, braucht es die richtige Ausstattung. Wichtig ist hier unter anderem die Internetverbindung, also die Technik, die Ihnen den Onlinezugang ermöglicht. Hier gibt es gravierende Unterschiede. Drei grundlegende Techniken haben sich hier in den vergangenen Jahren durchgesetzt. So gibt es Android-Tablets, die mit einem SIM-Kartenslot arbeiten. Für die Nutzung von LTE und 3G kommt überwiegend die UMTS-Funktion zum Einsatz. Weiterhin gibt es Tablets, bei denen via WLAN die Internetverbindung bereitgestellt wird. Diese Technik ist auch als WiFi bekannt und gilt mittlerweile als Standard. Entscheiden Sie sich für ein UMTS-Tablet, haben Sie immer die Möglichkeit, auch die WLAN-Verbindung in Anspruch zu nehmen.

Sollte bei den Android-Tablets lediglich die WiFi-Funktion zu finden, ist eine Internetnutzung unterwegs nur innerhalb der sogenannten WLAN-Hotspots möglich. Weiterhin ermöglichen kostenfreie WiFi-Zonen einen komfortablen und preiswerten Internetzugang.

Werden Sie Ihr Tablet allerdings vorwiegend daheim nutzen und können dadurch auf ein funktionierendes WLAN zurückgreifen, sind die Geräte mit WiFi-Funktion vollkommen ausreichend. Mittlerweile ist auch unterwegs die Nutzung dieser Endgeräte kaum Einschränkungen ausgesetzt, denn sowohl in Büros und Universitäten als auch in Restaurants und Cafés können Sie auf WiFi zurückgreifen. Auch an vielen öffentlichen Plätze gibt es sowohl im In- als auch im Ausland kostenfreies WLAN zum Surfen. In vielen Ländern sind solche Plätze mit dem Hinweis „Free Wifi“ versehen.

Wollen Sie unterwegs hin und wieder mit Ihrem Tablet arbeiten und möchten es deswegen sehr intensiv nutzen, lohnt es sich ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen und ein Gerät mit UMTS zu kaufen. Dadurch sind Sie flexibler und auch zu akzeptablen Geschwindigkeiten im Internet unterwegs.

3.5. Drahtlos-Verbindungen bei Android-Tablets

Drahtlos-Verbindungen gehören mittlerweile zur Ausstattung der meisten Android-Tablets einfach dazu. Einer der am häufigsten verwendeten Standards ist Bluetooth. Über Bluetooth können sich die Tablets mit weiteren Geräten verknüpfen, sodass beispielsweise ein kabelloser Datenaustausch möglich ist. Bluetooth ermöglicht Ihnen die Verbindung der Android-Tablets mit Lautsprechern, Fitnessarmbändern und Druckern. Auch mit Smartphones ist auf dieser Basis ein Datenaustausch möglich. Werden Sie Ihr Tablet häufig zum Schreiben oder für Notizen nutzen, werden Sie mit Sicherheit auf eine Tastatur zurückgreifen. Damit einer reibungslosen Anwendung nichts im Weg steht, sollte Bluetooth für eine drahtlose Verbindung in jedem Fall zur Verfügung stehen.

Wissenswertes: Bislang besitzen nur wenige Android-Tablets die sogenannte NFC-Technik. Das Kürzel NFC steht für Near Field Communication. Bei dieser Technik ist ein Datenaustausch nur in unmittelbarer Nähe möglich. Aus Sicherheitsgründen bietet das entscheidende Vorteile, denn aus der Ferne können Dritte nicht eingreifen. Das schützt vor allem sensible Daten.

3.6. Akkukapazität

Ladekabel
Für den ein oder anderen lohnen sich auch 2 Ladekabel an verschiedenen Orten, damit man nie ohne Akku dasteht.

An ihrer Nutzung und vor allem an der Dauer der Anwendung sollte sich die Akkulaufzeit orientieren. Werden Sie nur hin und wieder auf Ihr Tablet zurückgreifen, müssen Sie sich kaum auf Einschränkungen einstellen. Sind Sie aber unterwegs auf einen stabilen und starken Akku angewiesen, sollten Sie diesem Punkt besonders viel Aufmerksamkeit entgegenbringen.

Eine hohe Akkulaufzeit bietet sich aber nicht nur für die Vielnutzer an, sondern auch für diejenigen, die allerhand Filme, Serien und Videos streamen möchten. Doch auch das beste Android-Tablet hält nicht besonders lange, wenn im Hintergrund allerhand Apps laufen.

Hinweis: Schalten Sie Apps, die Sie gerade nicht brauchen immer aus und setzen Sie auch nur bei Bedarf auf die Datenkommunikationen per GPS und Bluetooth. So erreichen Sie bereits deutliche Einsparungen beim Energieverbrauch und der Akku steht Ihnen länger zur Verfügung.

4. Überblick über Hersteller und bekannte Marken

Google stellt sein Betriebssystem Android zahlreichen Firmen zur Verfügung und diese haben in den vergangenen Jahren das Angebot dankend angenommen. Es gibt mittlerweile viele Unternehmen, die eigene Android-Tablets auf den Weg gebracht haben. Nicht alle Modelle sind aber auf ähnlichem Niveau erfolgreich. Zwar gibt es einige Android-Tablets, die sich als Bestseller etabliert haben, doch es gibt auch Geräte, die sich nicht so gut behaupten konnten. Eines der bekanntesten und ebenso erfolgreichsten Modelle ist das Samsung-Tablet. Es wurde in den ersten sechs Monaten 2015 allein in Europa rund 2 Millionen Mal über die Ladentheke gereicht. In Europa gilt dabei vor allem das Samsung Galaxy Tab als Verkaufsschlager. Es ist der direkte Konkurrent des iPads. Samsung Tablets haben in Europa sogar einen höheren Marktanteil als die Modelle von Apple. Während die Südkoreaner in Europa auf einen Marktanteil von 27 Prozent kommen, kann Apple hier nur auf 25 Prozent verweisen.

Bekannt, aber bereits deutlich abgeschlagen, sind die Tablets von Lenovo und ASUS. Die beiden Hersteller kamen im ersten Halbjahr 2015 auf einen Marktanteil von 5 Prozent. Die noch übrigen 38 Prozent teilen sich weitere Marken wie Acer und Huawei, die eigene Android-Tablets entwickelt haben. Wir haben für Sie noch einmal die bekanntesten Hersteller von Android-Tablets zusammengefasst:

  • ASUS
  • Blaupunkt
  • Acer
  • DELL
  • Denver
  • Samsung
  • Toshiba
  • Sony
  • Colorfly
  • LG
  • Panasonic
  • Odys
  • Ninetec
  • Motorola
  • Microsoft
  • Medion
  • HP
  • Hisense
  • HTC
  • Lenovo
  • LG
  • Trekstor

5. So pflegen Sie Ihr Android-Tablet

Tablet reinigen
Mithilfe einer Mikrofaserkarte reinigen Sie Ihr Tablet effektiv und schonend

Wird ein Android-Tablet genutzt, ist es erheblicher Schmutz- und Dreckbelastung ausgesetzt. Am deutlichsten ist das an den Fingerabdrücken auf dem Display zu erkennen. Doch auch am Gerätegehäuse weisen Schmutz und  Staub zügig auf eine enorme Belastung hin. Tablets sind zudem dafür bekannt, dass sich auf ihrer Oberfläche sehr oft Keime und Bakterien ansiedeln. Dadurch bergen sie natürlich auch ein gewisses Infektionsrisiko.

Eine regelmäßige Reinigung kann hier Abhilfe schaffen und trägt ebenso zum Erhalt aller Funktionen bei.

Obwohl die Reinigung des Tablets wichtig ist, gerät sie bei vielen Nutzern schnell in Vergessenheit. So kam eine Studie zu dem Ergebnis, das wirklich nur jeder vierte Anwender sein mobiles Endgerät einer gründlichen Oberflächenreinigung unterzieht. Jeder Zweite entscheidet sich sowohl beim Tablet als auch beim Smartphone immerhin noch für eine flüchtige Reinigung, indem das Gerät beispielsweise mit der Jacke abgewischt wird. Für die Displayreinigung des Android-Tablets bieten sich in erster Linie Mikrofasertücher und sogenannte Mikrofaserkarten an. Sie sind besonders weich und schonend, sorgen aber auch dafür, dass Fingerabdrücke sowie Fettrückstände zuverlässig verschwinden.

Sind die Verschmutzungen grober, bietet sich der Griff zu einem feuchten Tuch an. Achten Sie allerdings darauf, dass das Tuch nicht zu feucht ist. Auf die Anwendung von chemischen Reinigern sollten Sie verzichten. Sie führen zu irreparablen Geräteschäden. In diesem Fall können Sie übrigens auch nicht auf die Garantie der Hersteller zurückgreifen.

Es gibt für Tablets und Smartphones zudem spezielle Displayreiniger. Sie sind schonend, enthalten keine aggressiven Inhaltsstoffe und verzichten zudem auf Seife sowie Lauge. Beides könnte auf dem Display schwere Schäden verursachen.

6. So bewertet die Stiftung Warentest Android-Tablets

Samsung Tablet test neu
Ganz vorn mit dabei: Tablets des Herstellers SAMSUNG sind häufig unter den Erstplatzierten.

Natürlich bleiben Tablets der Stiftung Warentest nicht verborgen. Die Warentester setzen sich regelmäßig mit verschiedenen mobilen Endgeräten unterschiedlicher Kategorien auseinander. Auf der eigenen Homepage bietet die Organisation mittlerweile einen sehr umfassenden Produktfinder. Mit diesem können Sie in mehr als 100 Produkten Ihr Tablet suchen. Hier werden die Ergebnisse aus mehreren Jahren zusammengefasst. Die ersten Vergleichsergebnisse stammen aus dem Jahr 2012.

Für ihre Ausgabe 07/2015 haben die Verbraucherexperten zudem einen umfangreichen Test durchgeführt, bei dem mehrere Android-Tablets mit verschiedenen Displaygrößen getestet wurden. Die Ergebnisse des Tests der Stiftung Warentest zeigten, dass es die preiswerten Modelle durchaus mit den teureren aufnehmen können. Im Fokus der Tester standen vor allem einzelne technische Eckdaten, zu denen allen voran Prozessor und Arbeitsspeicher gehören. Beim Prozessor wurden hauptsächlich GHz sowie Core-Anzahl in Augenschein genommen.

Bei den Android-Tablets mit einem kleinen 6,8 bis 8,4 Zoll großen Display setzte sich bei der Stiftung Warentest das von Samsung auf den Markt gebrachte Galaxy Tab Active LTE durch. Dahinter fanden sich das Xperia Z3 von Sony und ein Dell-Tablet. Samsung konnte sich auch bei den größeren Tablets mit 8,9 bis 10,9 Zoll durchsetzen. Hier punktete die Galaxy Tab Reihe, die vor dem Yoga 2 von Lenovo sowie dem Asus Tablet die Rangliste anführt.

Die verschiedenen Untersuchungsergebnisse zeigen: Die Samsung Tablets können bei der Stiftung Warentest am besten abschneiden.

7. FAQ zu Android-Tablets

7.1. Wie erfolgt die Verbindung zwischen Android-Tablet und PC

Die Android-Tablets lassen sich recht einfach mit einem PC verbinden. Die mobilen Endgeräte haben eine Micro-USB-Schnittstelle. Über ein USB-Kabel erfolgt die Verbindung zum Rechner. Bei vielen Modellen im Android-Tablet-Vergleich ist die Schnittstelle an der Unterseite des Tablets zu finden. Hier befindet sich meist auch der Akkuanschluss.

7.2. Kann ich mit einem Android-Tablet drucken?

Tablet drucken
Wichtig: Ein Drucker mit WiFi wie der Epson WorkForce WF-2630WF.

Die meisten Android-Tablets eignen sich problemlos zum Drucken verschiedener Dokumente. Allerdings ist dann eine spezielle App erforderlich. Über diese wird das Android-Tablet mit dem Drucker verknüpft. Das funktioniert aber nur, wenn Sie einen Netzwerk-Drucker besitzen. WLAN-Drucker sind hier die erste Wahl. Der Google PlayStore führt allerhand Android-Apps, die von Druckerherstellern zur Verfügung gestellt werden.

7.3. Welche Stellen bieten sich für den Kauf an?

Möchten Sie ein Android-Tablet kaufen, haben Sie heute die Qual der Wahl. Das Betriebssystem ist stark verbreitet und so gibt es die Android-Tablets an allen gängigen Einkaufsstellen. Nicht nur im Internet, sondern auch in Elektrofachmärkten können Sie immer wieder auf gute Angebote von Herstellern wie Samsung, Sony und Lenovo zurückgreifen.

7.4. Wie erfolgt die Installation von WhatsApp?

Wie andere mobile Betriebssysteme kann auch Android um WhatsApp erweitert werden. Darüber hinaus sind weitere Messenger möglich. Bislang gibt es keine explizite Android-Version von WhatsApp, der Messenger funktioniert aber auf sämtlichen Geräten einwandfrei.

Das anschließende Video zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen persönlichen Account bei WhatsApp einrichten.

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